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 Kapitel 2: Winter & Wunder

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Aphrodite
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BeitragThema: Re: Kapitel 2: Winter & Wunder   Di Jul 12, 2011 1:22 pm



"Weist du wie es sich anfühlt, alleine zu sein?"
"Nein, wie sollte ich das den auch? Mich hat man noch nie allein gelassen."
"Interessiert es dich den nicht?"
"Nein. Wieso sollte es?"
"Damit du dich auf deine Zukunft einstellen kannst mein Lieber."

Aphrodite stand immernoch bei Moonlight, als sie richtig wahrnahm, dass die meisten verschwunden waren. Sofort schrillten ihre Alarmglocken und ihre Augen weiteten sich wärend ihre Ohren versuchten ihrgendwelche Geräusche der Anderen zu Orten. Sie meinte in einiger Entfernung Stimmen zu hören und sie konnte auch die Pferde riechen, doch auch fremde Gerüchen waren dabei. Sofort wandte sich die Leitstute an ihren gefährten und berührte hastig seine Nüstern mit ihren samtig weichen, dann galoppierte sie durch den Schnee auf die geräusche und gerüche zu. Die Stute schien mit dem weißen Schnee zu verschmelzen und sie schien unsichtbar in dieser weiten, Schneeerfüllten Landschaft. Hin und wieder stolperte die Stute beinahe im Hohem Schnee, das ihr beinahe bis zur brust hinaufreichte. Eigentlich hatte Aphrodite ja nichts gegen den Winter und den Schnee. Sie mochte diese kalte Jahreszeit sogar, doch wenn es sie daran hinderte sich normal vortwärts zu bewegen, dann nervte es sie schon.

Die Schneeweiße Stute war so damit beschäftigt nicht hinzufallen, dass sie den großen schwarzen hengst beinahe übersah. fast wäre sie in ihn hineingetrabt, konnte jedoch etwas mehr als einen Meter vor ihm halten. Leicht neugierig blickte sie zu ihm hinauf, doch auch ein gewisser anteil an Stolz und Erhabenheit blitzten in ihren Augen auf, als sie den Shire musterte. Sie kannte ihn nicht, hatte ihn noch nie gesehen und noch nie von ihm gehört, deshalb konnte er nicht allzu schlimm sein. Aphrodite neigte ihr Haupt kurz und nur ein wenig, dann sprach sie mit einer sanften und doch festen Stimme zu dem großen Rappen.

"Mein Name ist Aphrodite. Ich bin die leitstute der Dreaming Shadows. Ich riefe den Duft von meinen Mitgliedern an dir. Hast du sie getroffen? Weisst du wo sie sind?"

Aphrodite beließ es dabei, ihm ihren namen zu nennen. falls er Wert darauf legte das sie seinen namen erfuhr, würde er es ihr schon mitteilen, und solang er sie zu en anderen führte, war es ihr auch leidlich egal wie er hieß oder wer er war. Alles was sie wollte war ihre Herde wieder um sich zu haben, sich nichtmehr alleine zu fühlen.




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BeitragThema: Re: Kapitel 2: Winter & Wunder   Di Jul 12, 2011 1:42 pm

    Würdest du für einen Fremden, dein eigenes Leben aufs Spiel setzen?

    In Mitten von Stolz verführt, blickte die weiße Stute auf die Schwarze herab. Würdest du für einen Fremden, dein eigenes Leben aufs Spiel setzen?
    Ja, das würde sie. Sie war vielleicht keine kluge und schöne, elegante Stute wie das Leittier der Herde, doch sie wusste wann man Risiken eingehen
    konnte und wann nicht. Sie neigte ihre Kopf und tastete die Schwarze nochmals ab. Es war kalt hier auf dem Boden, lange würde sie nicht überleben
    könne, für was also zögern. Mit jedem Atemzug vergaß sie was der Shire zu gesagt hatte und sie glaubte fast auch in ein Koma verfallen zu sein. Doch
    dann sah sie die junge Firework vor ihren Augen und sie bekam Angst um sie. Würde es klug sein ein Fohlen allein am Waldrand stehen zu lassen?
    Eintscheidungen waren immer schwer, besonders wenn beide Wege falsch und richtig waren. Sie sah die Beraterinn an, dann wieder Firework. Es
    war die schwerste Entscheidung ihres Lebens.

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Alice
:: Wonderland can wait ::
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BeitragThema: Re: Kapitel 2: Winter & Wunder   Di Jul 12, 2011 5:47 pm

"Glaubst du, ich habe den Verstand verloren?" - "Ich fürchte, ja. Du bist übergeschnappt, hast eine Meise, bist nicht ganz bei Sinnen. Aber weißt du was? Das macht die Besten aus!"

Es war nicht schwer, Alice ausfindig zu machen. Wie ein überdeminsionaler, schwarzer Fleck stach sie aus dem ewigen Weiß des Schnees heraus. Es war unmöglich für sie, sich zu tarnen, obwohl ihr das eher gleichgültig war. Fast bis zum Bauch steckte die Stute im Schnee, jeder weitere Schritt war eine Qual. Zitterndes Bein aus dem Schnee ziehen, nach vorne bewegen und wieder in die kalte Masse eintauchen. Was für ein Spaß. Die Friesin hatte nicht einmal ein richtiges Ziel, scheinbar planlos irrte sie durch die endlosen Weiten dieses Gebiets. Doch unbewusst verfolgte sie den in der Luft hängenden Duft nach Gesellschaft, Pferde, sogar mehrere. Die warme Luft, die sie aus ihren Nüstern stieß, war wie Rauch zu erkennen, den eigenen Atem zu sehen ... war schon faszinierend.

Eine Stimme in ihr meldete sich, die Stimme, mit der sie selbst immer in Gedanken dikutierte und haderte. Die Stimme eben. Alice. Eine tonlose Stimme in ihrem Kopf, die nur sie hören konnte. Mit angstgeweiteten Augen erstarrte die Schwarze, wagte kaum zu atmen. So meldete sich die verhasste Stimme. Mit ihrem Namen. Sie war wohl ein überbleibsel des Wunderlands, nicht loszukriegen, nervig, immer da und jedes mal zum erinnern zwingend. Ein Schauer lief der Stute über den Rücken, als sie weitere Worte vernahm. Dort sind Pferde, Alice Die Angesprochene sah sich um, wie immer, war niemand zu sehen. Es war also wirklich die Stimme in ihren Gedanken. Folge dem Duft, ich will zu ihnen. Nun wusste die Schwarze also, was die Stimme wollte. Gesellschaft, genau wie sie selbst. Leise seufzte die Stute, womit sie wieder eine kleine Nebelwolke erzeugte. Sie werden mich wieder ausgrenzen, über mich lachen und Scherze mit mir treiben, sie werden mich zwingen, das Land zu betreten, in das ich nie zurückkehren wollte ... aber ich darf der Stimme nicht wiedersprechen.

Könnte man in Alice' Gedanken sehen, würde man erkennen, dass sie keinesfalls zwiegespalen war, sie wirkte nur so, innerlich war es ganz anders. Vielleicht würde man es shizophrenie nennen, doch die Schwarze war sich sicher, dass es etwas anderes war, soetwas wie eine zweite Seele, die den Körper mitbewohnte. Doch so genau wollte Alice nicht über die merkwürdige Stimme nachdenken, sie wollte von allem Abstand nehmen, was mit dem Wunderland zutun hatte, doch da die Stimme immer anwesend war und sie teilweise auch kontrollierte, war das nicht so leicht. Inzwischen hatte sie Stute ihre Bewegung fortgesetzt, stetig setzte sie einen Huf vor den anderen, nahm mit jedem Atemzug den Geruch der Fremden intensiver war. Und es dauerte nurnoch wenige Minuten, bis aus anfangs dunklen und hellen Punkten Pferde wurden. In großzügigem Sicherheitsabstand blieb die Schwarze stehen, sah misstrauisch zu den etwas weiter unten stehenden Wesen. Musste sie dort hin? Am liebsten wäre sie umgekehrt, doch die Stimme wollte umbedingt zu der kleinen Gruppe, die auf den ersten Blick etwas chaotisch wirkte. Alice dagegen war wie versteinert, stand stocksteif da und wagte kaum, sich zu rühren.

[wandert / kommt Gruppe um Leviathan, Aphrodite, Yu, Rana usw. näher / bleibt mit Sicherheitsabstand stehen]
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Marus
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BeitragThema: Re: Kapitel 2: Winter & Wunder   Di Jul 19, 2011 3:50 pm

Marus zitterte. Es herrschte eine eisige, klirrende Kälte. Na super. Da hatte er sich ja die richtige Jahreszeit für die Suche nach Gefährten ausgesucht. Warum hätte ich nicht einfach ´nen Winterschlaf halten können?, dachte er sich. Der kleine Fuchs steckte bis zur Brust im Schnee und schob seine beinahe abgestorbenen Beine durch die weiße Masse. Er war eben sehr klein, und eigentlich nicht schmächtig, aber diesen Tonen von Schnee, die seine Beine umhüllten...es war durch und durch zu viel. Er steckte kurz die Nase in den Schnee, nahm etwas von dem Schnee in den Mund und ließ ihn schmelzen. Marus schluckte das frische Wasser hinunter. Bah. Wasser aus Flüssen und Seen schmeckte einfach besser. Dann scharrte er mit dem Huf den Boden frei, und entdeckte - was für ein Glück - eine Stelle mit grünem Gras. Er holte Luft und tauchte seinen Kopf in den Schnee. Er buddelte die Stelle frei und begann zu grasen. Lecker! Das Gras schmeckte sehr saftig und Marus genoss es. Er kaute langsam, dann reckte er den Kopf. Was...dieser Geruch... . Pferde. Lebendige Pferde! Und nicht nur zwei oder drei, gleich mehrere! Marus wieherte und versuchte loszugaloppieren, konnte aber doch nur in stark versammelten Galopp durch den Schnee kriechen.
Dann sah er sie. Eine Gruppe von mehreren Pferden, und direkt vor ihm stand eine einzelne Friesenstute und sah in Richtung Herde. Marus stellte sich direkt neben sie.


"Warten sie auf etwas, Miss? Dürfte ich wissen, wie sie, meine reizende Dame, heißen? Mein Name ist Marus, Madame."


Marus klang sehr höflich und förmlich, wie immer zu Fremden. Er wartete noch kurz auf die Reaktion der Rappstute, dann lief er los und stellte sich vor eine weiße Araberstute, die zusammen mit dem nebenstehenden Rappen das Leittier sein musste. Marus verneigte sich - hier war der Schnee nicht mehr tief.


"Guten Tag, M´am. Mein Name ist Marus, und ich würde mich liebend gern dieser Herde anschließen. Ich habe bereits eine lange Reise hinter mir, und nun habe ich zu Ihnen gefunden."


Marus stnad wieder auf und lächelte freundlich.
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Aphrodite
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BeitragThema: Re: Kapitel 2: Winter & Wunder   Mi Jul 20, 2011 1:10 pm



« Der Winter ist unser aller feind, darum müssen wir so gut es geht zusammen halten, den nur so können wir seiner eisigen Macht etwas entgegensetzen. »

Aphrodite blickte den rießigen Rappen immernoch an, als plötzlich ein anderer Hengst auf sie zukam. Aphrodite blähte die Nüstern, ihre schwarzen Augen weiteten sich und sie riss den Kopf in die Höhe. Wo kamen plötzlich diese Pferde her? versteckten sie sich genauso wie die Dreaming Shadows in den tiefen des Waldes? Aphrodite schüttelte ihren hübschen Kopf und konzentrierte sich auf den Neuankömling, da sie von dem großen hengst keine Antwort bekam und außerdem schien der Fuchs freundlich gesinnt zu sein. Sie lächelte ihm kurz zu, schob sich jedoch gleichzeitig durch den Schnee an dem Rappen vorbei und sprach gleichzeitig mit dem Fuchs.

"Es ist schön dich kennen zu lernen Marus, doch können wir weiteres später bereden. Ich muss einige meiner Mitglieder finden. Mein Gefährte ist weiter hinten beim Rest der Herde. Du kannst zu ihm gehen oder mir beim suchen helfen."

Als sie schon ein paar meter zurück gelegt hatte, drehte sie sich noch mal zu dem großen Rappen um und rief ihm mit klarer und eutlicher Stimme etwas zu.

"Sie da, Rappe. Wenn sie so freundlich wären und zu der Herde gehen würden. Sie können sie garnicht verfehlen. Wenden sie sich bitte an den Rappen dort, Moonlight. Er wird sich um sie kümmern."

Damit hatte die Schimmlin alles gesagt und trabte so schnell sie konnte weiter durch den Hohen Schnee, immer darauf bedacht in die richtige Richtung zu traben um so schnell wie möglich zu den anderen zu gelangen, den ihrgendwie hatte sie das gefühl das etwas passiert war. Warum wusste sie jedoch nicht. Vielleicht machte sie sich ja auch einfach zu viele Sorgen um die anderen. Sie konnten sich schon verteidigen und Yu würde sicherlich gu auf Firework aufpassen, also wieso machte sich die Schimmlin sorgen?

^^Du weisst ganz genau wieso du dir sorgen machst du blöde Stute! Dein lieber Sohn treibt sich hier herum und will uns alle töten! Deswegen machst du dir sorgen! das ist doch ganz natürlich! ... Mir wächst das ganze langsam wirklich über den Kopf...... Wären bloss magic und Aurora wieder hier, auf sie könnte ich hören, aber die beiden Müssen sich nun um ihre eigene familie kümmern, die ich selber wohl nie haben werde wenn das ganze so weitergeht...^^




[redet mit Marus || (Powerplay --> Leviathan zu Moonlight geschickt) || sucht die anderen]


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Marus
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BeitragThema: Re: Kapitel 2: Winter & Wunder   Fr Jul 22, 2011 12:30 pm

Marus tippelte Aphrodite hinterher. Er wollte helfen, so war er eben. Ein hilfsbereiter, kleiner Kerl. Er schnaubte, und der kalte Pulverschnee flog um ihn herum auf. Es nervte ihn, dieser viele Schnee, der meterhoch auf dem Boden lag, sowie der, der massenweise vom Himmel fiel. Das Schneetreiben wollte einfach nicht aufhören, und der kleine Fuchs fragte sich, wie lange das noch so weiterging.

"Ich würde dir gerne beim Suchen helfen. Wie sehen denn diejenigen aus, die du suchst? Damit ich weiß wonach ich suchen soll."

Er sah sich um. Überall standen Pferde. Die meisten von ihnen waren jedoch größer als er selbst. Das wunderte ihn icht. Er war eben ein Pony. Und er hatte riesige Problem beim Laufen durch diesen Tiefschnee. Dem kleinen Hengst stand er ja bis zur Brust, irgendwelche Freiheit zum Bewegen der Beine? Fehlanzeige! Marus stampfte wütend mit dem Huf, halt, das hieß, er versuchte er. Seinen Huf bekam er nur wenige Zenitmeter vom Boden. Beim Aufstampfen wurde der Huf vom Schnee angehalten. Marus hasste dieses Wetter. Konnte das nicht endlich mal aufhören? Ihm war kalt, sein ganzer Körper zitterte.
Wenn das so weitergeht, dann erfrier ich hier noch. Dass es den anderen nichts ausmacht...?!, dachte er sich. Er beobachtete Aphrodite vor ihm. Sie schien sich ebenfalls durchkämpfen zu müssen, aber sie zitterte wenigstens nicht.
Der Fuchs schob sich weiter hinter Aphrodite durch den Schnee. Ob er hier ein Zuhause finden würde? Wahrscheinlich schon. Jedenfalls wollte er jetzt ersteinmal Aphrodite helfen, die verlorenen Pferde zu suchen. Und Aphrodite schien sich wegen irgendetwas sorgen zu machen. War da draußen etwa jemand gefährliches?
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BeitragThema: Re: Kapitel 2: Winter & Wunder   Fr Jul 22, 2011 1:19 pm

[der mustang hat nichts mit euch zu tun, ok? Smile]


Stormbreaker gab dem kleinen Mustang noch den letzten Tritt in den Nacken. Dann sah er auf den Hengst herab und lächelte zufrieden. Das Pferd vor ihm war tot. Aber es war kein liebes, fröhliches Lächeln. Es war ein Lächeln des Hasses, der Bosheit, alles, was Storm eben selbst war. Stark. Unberechenbar. Schnell. Kaltherzig. Gnadenlos. Ein richtiger Krieger, nein eher ein legendärer Mörder. Er hatte schon von anderen Mordenden Pferden gehört. Auch von dem großen Obscura Raná. Aber keines war so erfolgreich und kaltherzig wie Storm oder eben der Legende Raná.
Der Schnee um ihn und den Hengst herum war von rotem Blut getränkt. Stormbreaker schnaubte, drehte sich um und lief von dem reglosen, toten Mustang weg. In das Nichts. Alles hier war weiß. Und es war kalt, genauso, wie Stormbreaker es liebte. Sein Fell war noch von Blut befleckt, aber Storm machte das nichts aus, es war sein Markenzeichen.
Genauso wie seine Sichelohren. Sie waren Unikate, hier in dieser Umgebung gab es kein anderes Pferd, das auch nur annähernd solche hübschen Ohren hatte. Solche Pferde gab es nur in Indien. Mist!, dachte der Hengst. Sofort musste er sich, hervorgerufen durch den Gedanken an seine Heimat, an seine Vergangenheit erinnern. Shizafrina. Seine kleine, süße Kathiawari-Freundin. Seine ehemalige Liebste. Wegen ihr hatte er aufgehört zu morden. Eine Zeit lang, jedenfalls. Dann hatten Menschen auf Pferden sie getötet. Grundlos. Ohne jegliche Veranlassung. Nun hasste Stormbreaker die Menschen, ebenso wie die Pferde.
Bei dem Gedanken an seine Vergangenheit, liefen ihm ein paar Tränen die Ganaschen hinunter. Stormbreaker, der sonst so tapfere Mörder und Krieger, weinte. Um seine Shizafrina. Er vertrieb jeglichen Gedanken an sie aus seinem Kopf und spitzte die Ohren. Storm flehmte. Hatte er nicht eben Pferde gehört und gerochen?
Stormbreaker stig und stieß ein lautes, bedrohliches Wiehern aus, das einem das Blut in den Adern gefrieren ließ. Er spurtete los. Der Schnee war hier noch nicht so tief, zum Glück. Storm schüttelte immer wieder wild seinen hübschen, wohlgeformten Kopf. Er hatte den Schweif aufgestellt, nicht so hoch wie ein Araber, aber genauso hübsch. Und genauso elegant sah er aus, wenn der Rappschecke durch den Schnee raste.
Dann sah er sie. Er stand auf einem Hügel und betrachtete die Pferde, die da am Fuß des Hügels standen. Eine Schimmeldstute und ein Fuchs pflügten durch den Schnee, wahrscheinlich auf der Suche nach irgendetwas. Und am Fuß des Berges stand ein großer, schwarzer Hengst, mit Sicherheit der Leithengst.
Stormbreaker wieherte erneut drohend und unbarmherzig. Er wartete kurz auf eine Reaktion, doch dann rannte, nein er schlitterte, den Hügel hinunter und spurtete mit wenigen Sätzen durch die Mitte. Eigentlich würde man nichts dabei denken, doch die Blutflecken auf seinem gefleckten Fell, verrieten, dass der Hengst nichts Gutes wollte.
Er setzte auf die Schimmelstute zu, die neben einem kleinen Fuchs lief. Stormbreaker raste direkt an ihnen vorbei, dann blieb er einige Meter von ihnen entfernt stehen und sah sie drohend, gefährlich und kalt an.


[tötet::denkt::bemerkt Herde::rennt los:: droht Aphrodite und Marus]
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Moonlight
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BeitragThema: Re: Kapitel 2: Winter & Wunder   So Jul 24, 2011 12:02 pm

    "All die Zeit war meine Welt so grau, wie an einem Wintertag.
    All die Zeit fehlte ein Teil von mir ich wusste nur nicht was es war"

    Der wunderschöne, schlanke Rapphengst stand entfernt von dem Rest der Herde.
    Oder das was eien herde sein sollte um es mit Ranás Worten zu umschreiben. Er schnaubte verächtlich. Er hatte diesne Hengst geliebt ihn behandelt wie seinen eigenen Sohn, für ihn gesorgt und sich um ihn gekümmert, ihn letzendlich sogar ausgebildet und nun? Alles was er für all diese Zeit zurückbekam war Hass, Gleichgültigkeit und Verachtung? Das ließ er sich nciht bieten. Nicht er. Er war imme rnoch der Leithengst dieser Herde udn er würde si nicht so einfach Obscura Ranàs tödlichen Blicken aussetzen.

    Entschlossenheit lag in seinem Blick als er langsam vorwärtsging und auf einem Hügel zum stehen kam. Von hier aus hatte er eine gute Aussicht auf die gesamte Herde. Etwas weiter entfernt sah er den großen Schimmelhengst, der nun nur noch ein kleienr Punkt war, sodass er gar nicht mal mehr so beängstigend wirkte. Aber erneut keimte es in Moonlight auf. Die Scheu und die Angst, wenn der Schimmel vor ihm stand. Damals war er noch klein gewesen, unbeholfen und einfach nur zuckersüß, aber nun war er groß, grausam und muskelbepackt. Moonlight war sich sicher, dass es für ranà ein leichtes sein würde ihn und Aphrodite gleichzeitig auf den Rücken zu legen. Halt! So durfte er nicht denken. Er war doch wer. er war nicht verweichlicht, er hatte Verantwortung für diese Herde und er würde sie schützen. Wenn nicht zuletzt mit seinem Leben. Er war imme rnoch Moonlight. er hatte Ranà schon einmal ausgetrickst. Wenn er es nicht mit körperlicher Kraft schaffte, denn das war ziemlich unwahrscheinlich, da Ranà ein gutes Stück größer und muskulöser as er selbst war, dann musste er ihn eben in Sachen Köpfchen besiegen.

    Moonlight blieb weiterhin bei dem Rest der Herde und sah dem ganzen Schauspiel aus einiger Entfernung zu. immer mehr Pferde gesellten sich zu Aphrodite, wo kamen sie alle plötzlich her? Es war ihm egal. Jetzt. Hauptsache, die Herde hielt zusammen. Der große Rappe, der fast ein bisschen größer war als Ranà, schien ihm recht sympathisch. Die Leitstute sprach mit ihm, dann kam ein Fuchshengst zu ihr und verfolgte sie. Moonlight schnaubte verächtlich. Dieser Narr sollte bloß die Finger von seienr Angy lassen.

    Zu des Rappen Entsetzen jedoch kam noch ein Hengst. Ein Schecke, etwas kleienr, als er selbst, aber dennoch imposant. Er schlitterte einen Hügel hinunter udn wirbelte Schnee auf, direkt auf Aphrodite zu. Moonlight erkannte von seinem Standpunkt aus, dass der Schecke immer wieder drohte und die kalten Finger der Angst um seine Geliebte packten ihn. Doch sie waren zu weit weg. Er konnte nicht hören, ob sie etwas sagten. Erst jetzt bemerkte er die roten Flecken auf des Fremden Fell. Blut. Ein Schauder lief ihm den Rücken hinunter. Er hatte oft Blut gesehen, aber hier war es ihm unbehaglich. An Ranàs Hufen klebte Blut, aber dieser hengst schien ebenfalls nicht recht bei Sinnen zu sein. Trotzdem wusste Moonlight, dass er zu spät kommen würde, falls der Fremde Angy etwas antun würde. Er beobachtete das ganze aus zusammengekniffenen Augen und blieb als Leithengst bei seiner Herde. Aphrodite war ja nicht wehrlos, sie würde das schon schaffen. Hoffte er zumindest.


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Aphrodite
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BeitragThema: Re: Kapitel 2: Winter & Wunder   Di Jul 26, 2011 2:03 pm






"Meine Liebe, koennte es sein das du langsam paranoid wirst?"
"Paranoid? Wie um Himmels willen kommst du den darauf?"
"Ich mache mir nur sorgen um dich, meine Liebe."
"Aber wieso? beobachtest du mich? hast du gesehen das mich jemand beobachtet? Wird mir etwa etwas passieren?"
"Ach, weisst du was, lassen wir das lieber sein..."



Die Kaelte war ein maechtiger Feind. Sie konnte selbst den wildesten Krieger auf die Knie zwingen und das heisseste Feuer loeschen. Jeder wusste das und vieles Leid koennte eingedemmt werden, wuerde das eis weichen, doch der Winter gehoerte nunmal zum Leben. Es vollendete den grossen kreislauf des lebens und nur die staerksten, die die sich durchkaempften, wuerden ueberleben. All dies ging der weissen Leitstute durch den Kopf waerend sie sich den Weg durch den Hohen Schnee bahnte. Wieso mussten ihre Mitglieder auch alle verschinden? Dafuer hatte Aphrodite wirklich keine Zeit! Zuerst der stress mit Rana, dann verschwanden die meisten Pferde und jetzt ging auch noch ihre Beraterin mit ein paar anderen Mitgliedern floeten! Wollte das Schicksaal ihr etwa einen sreich spielen? Wollte es sie auf die probe stellen? oder wollte das leben sich einfach daran vergnuegen, die chimmlin leiden zu sehen? Aphrodite wusste es nicht, doch desto laenger sie ueber ihr Leben nachdachte, desto klarer wurde ihr, das sich da jemand gegen sie verschworen hatte. Zwar wusste die Leitstute nicht wer, es koennte jeder sein! Vielleicht das Schicksal, oder das Leben selbst! Oder doch nur ein dunkler Schatten aus ihrer vergangenheit! Vielleicht war es ja ihr gestuerzter Halbbruder! Aphrodite hatte lange nicht von ihm gehoert, ausser das sich die meisten Herden aus seiner Gefangenschaft befreit hatten und ihn gestuerzt hatten. Vielleicht war er ja sauer auf sie! Vielleicht war es auch mand anderes... jemanden aus ihrer Kindheit der sie nicht mochte, auch wenn sich Aphrodite an keine Feindschaft mit jemanden erinnern konnte. Es koennte natuerlich auch so sein, dass dieser Wald es auf sie abgesehen hatte und gemeine kleine Spielchen mit der Stute spielte! Vielleicht hat der Wald selbst Rana zu ihr gelockt! langsam aber sich wurde die Schimmlin von paranoien durchzuckt und ein gehezter ausdruck breitete sich auf ihrem Gesicht aus. Als dann auch noch ein wildes und schrilles wiehern erschallte zuckte die Schimmlin entgueltig in sich zusammen und stolperte leicht. panisch blickte sie auf und erwartete schon zu sehen wie ihr Sohn durch den Schnee sprang und sich auf sie stuerzte, doch es war Nicht rana der da angesaust kam, sondern ein schwarz weisser Schecke mit seltsam verdrehten Ohren, wahrscheinlich irgend eine Art von Marwari Pferd. Eigentlich sah der Hengst ja ganz in ordnung aus und Aphrodite wollte schon entspannt ausatmen, doch dann sah sie die Blutflecken. ueberall am Koerper des Hengstes rann Blut herab, doch es schien nicht so als sei es sein Blut da er nicht verlezt zu sein schien, also musste es sich um das Blut eines anderen geschopfes handeln!

^^Oh Gott. Oh Gott! Ihr Goetter! Wieso tut ihr mir das an! Wieso straft ihr mich so! Was habe ich euch jemals getan? was habe ich je falsch gemacht?^^

Der Stute kam eine idee. das einzige was sie je getan hatte, war diese herde ueberhaupt zu gruenden! Von da an war ihr Leben nurnoch bergab gegangen! Siue hatte seit damals so viel leid ertragen! Ein teil von ihrem verstand schrie ihr zu, sie solle die verdammte herde vergessen und einfach verschwinden, doch die andere Haelfte erinnerte sie an ihre Pflicht, also blieb Aphrodite wo sie war und blickte bloss den hengst an der auf sie und dem Fuchs hinter ihr zukam. Aus reinem Instinkt heraus nahm die Leitstute ihre stolze Fuehrerhaltung ein und versuchte sich so gross wie moeglich zu machen. Aus funkelnden, mitternachstschwarzen Augen blickte sie dem hengst entgegen und als er vor ihr zum stehen kam zog sie bloss einmal scharf die Luft ein, auch wenn sie das danach bitter bereute, den der geruch nach Blut und Tod ging vom Schecken aus. Wieder einmal verwuenschte sich Aphrodite dafuer, nicht zumindestens etwas groesser zu sein um mindestens einmal einem hengst direkt in die Augen sehen zu koennen, aber nein, so gross sie sich auch machte, der hengst sah trozdem auf sie herab und dies entfachte eine gnadenlose Wut in der Stute, die sie jedoch zu unterdruecken versuchte.

"Hengst. Wir suchen keinen Streit. Ich bitte dich sofort diesen Wald zu verlassen und wenn du dem nicht nachkommst, werde ich leider meinen kriegern beauftragen muessen dich hinaus zu begleiten und dies werden sie tun, auf die Harte oder auf die sanfte Tur. Wir koennen naemlich keine Stoerenfriede hier gebrauchen. Die Dreaming Shadows wollen wie schon gesagt keinen Streit mit dir."

Aphrodite hatte klar signalisiert das sie nicht wollte das der hengst hier weiter verweilte da er bloss eine gefahr fuer die gesammte verbliebene Herde darstellte! Sie konnte es sich nicht leisten noch mehr Pferde zu verlieren! Ein leztes mal versicherte sie sich das Marus hinter ihr stand, dann blickte sie wieder zu dem Schecken und betete das dies hier glatt ging, den auf die krieger die sie ihm bersprochen hatte, konnte sie lange warten...




[denkt nach || paranoid || sieht stormbreaker || redet]


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BeitragThema: Re: Kapitel 2: Winter & Wunder   Sa Jul 30, 2011 9:16 am

  1. War es dir auch manchmal so, das du Risiken eigenen musst? War es dir auch manchmal
    so als ob das Leben einer anderen wichtiger ist als deins? War es dir auch manchmal so,
    als würdest du gleich sterben auch wenn du nicht in Gefahr bist? War es dir auch manchal
    so, du währst an allem Schuld sein? Du hast nur einen Weg herauszukommen....
    tu was dein Herz dir sagt.


    Wie ein Blitz durchfuhr es sie. Ein Biltz aus unbrechbarem Eis, so kalt wie
    die Dunkelheit. Ihre Hufen schwagen und brachten sie Richtung Wald. Be
    vor sie denken konnte war sie schon tief in dem Schatten der Bäume gefa
    ngen. Ein kalter Schauder durchlief sie, und sie wusste das sie nun nicht
    mehr zurückkonnte. Sachte bewegte sie sich vorwärts, sprang über Äste
    die ihr den Weg versperrten. Sie fühlte sie wild, auch wenn sie nicht stark
    war. Die Briese der Freiheit wähte ihr ins Gesicht, und ihre Mähne spielte
    mit ihr. Diese Kombinationen machten sie verrückt, und sie zerbrach die
    Stille. Der Hinterhuf knallte gegen einen Baum. Dieses Echo, das den im
    mer scheinenden Wald durchtönte, schien die Bewohner aufzuwecken,
    denn Vögel und andere Kleintiere krochen aus ihren Höhlen und berachten
    das Pferd. Das schwang sich mit voller Wucht in die Höhe, angeberisch.
    Doch dann fieh ihr wieder ein warum sie hier war.

    [ist in den Wald gegangen um die Kräuter zu holen]
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Aphrodite
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BeitragThema: Re: Kapitel 2: Winter & Wunder   Fr Aug 05, 2011 5:34 pm



WICHTIG:
# Scalet und Yu haben sich abgemeldet. Das heisst ihre Charaktere sterben. Weiteres unten.
# Es wird Zeit fuer einen neuen Plot. Bitte postet eure ideen im dafuer vorhergesehenem Thread.

Uebersicht:
Firework und Chizakura sind weiter entfernt von der Herde. Leviathan hatte Sclaet auf seinem Ruecken Richtung Herde getragen, doch als Aphrodite kam hatte sie ihre Beraterin nicht auf seinem Ruecken bemerkt. Marus ist dazugestossen und etwas weiter mit Aphrodite mitgegangen. Nun ist Stormbreaker zu den beiden gestossen. Yu ist in den Wald Kraeuter holen gegangen und kann nun von rana getoetet werden, oder sie verunglueckt einfach.Scalet stirbt, entweder bei Leviathan oder erst bei der Herde. leviathan hat das zu entscheiden.

LG
eure Admina



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Leviathan
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BeitragThema: Re: Kapitel 2: Winter & Wunder   Mi Aug 10, 2011 1:39 pm

»Spürst du ihre Neugier, ihre Nervosität, ihren Kummer? Als dies sind sowohl Waffen, als auch Schwächen. Merk dir dies, mein junger Freund.«


Merklich leichter fiel es dem großen Rapphengst, je tiefer er in den Wald kam, durch den Schnee zu pflügen. Zum einen, weil er durch zahlreiche Hufe und Körper bereits ein wenig aufgewirbelt wurde, zum anderen auch aufgrund seiner stattlichen Größe. Die großen Hufe hinterließen eigenartige, kraterähnliche Spuren im Tiefschnee, welche sich sogleich wieder mit neuen Schneemassen zu füllen suchten. Ein kurzer Blick zurück. Seine Spuren glichen kleinen, unbedeutenden Wunden im Gefüge des Schnees, welcher sich rasch wieder erholen würde, käme erst der nächste Schneefall.
Der schmale Körper der noch immer ohnmächtigen Stute ruhte ruhig auf seinem breiten Rücken. Es gäbe wohl keinen sichereren Ort als jenen, an welchem sie sich momentan befand, dennoch kamen allmählich Sorge und Zweifel in ihm auf. Leviathan spürte eine Veränderung, die langsam, schleichend, aber andauernd voran ging. Als breite sich ein gefährliches Gift langsam durch die Blutbahnen der Stute aus und brachte ihre Atmung ins Stocken. Beunruhigt wurden seine Schritte schneller, ehe er sogleich von einer kaum im Schnee erkennbaren Stute begrüßt wurde. Deren Name schien Aphrodite und ihre Sorge galt dem Geruch, der an ihm haftete. Mitglieder der Dreaming Shadows, ihrer Herde, wie es schien. Doch ihm versagte die Stimme, lauschte er doch angestrengt auf den immer schwächer werdenden Herzschlag jener Stute, die einer Leiche gleich über seinem breiten Kreuz hing. Leviathan blickte aus ernsten Augen auf die zwei Pferde, ehe sein Blick dem der Leitstute folgte.

Ganz gleich, was ihn dazu veranlasst hatte, doch wider der Erwartung folgte er nicht dem Weg zum Leithengst dieser Stute, sondern tauchte ein wenig tiefer in den Schnee des Waldes ein. Ruhe umgab ihn beinahe vollkommen, doch der Duft von Pferden mischte sich unter den harzigen Geruch der Baumrinde dicht neben ihm. Langsam ließ der große Rappe die Stute von seinem Rücken gleiten, beobachtete die erstaunliche Nachgiebigkeit ihres Körpers, was sie wiederum wie zähflüssiges Gummi wirken ließ. Doch selbst zu diesem Zeitpunkt noch haftete ihr eine ganz eigene Eleganz an, gut gepaart mit Stolz und Charakter.
Schweigend stand er nun dort, wachte über ihren langsam starr werdenden Körper, hatte er bereits auf seinem Weg gespürt, wie das Leben aus ihr wich. Ganz gleich, welche große Heilkunst auch möglich wäre, der Tod hatte seine eisigen Klauen bereits nach ihr ausgestreckt. Ein letztes Mal stockte ihre Atmung, ein letztes Mal hörte er den stolpernden Schlag ihres Herzens, ehe auch der letzte Glanz ihres Lebens erlosch. Zurück blieb die nun leere Hülle einer schwarzen Stute, deren Fell sich so makellos vom Schnee abhob wie auch ein Großteil seines eigenen Körpers.

Den Blick hebend, blieb er über ihr stehen, wenngleich ihm dies keineswegs ähnlich sah. Totenwache entsprach nicht unbedingt den Dingen, die er allzu häufig getan hatte, doch dieses Mal schien es hm angebracht. Die Stute mochte ungestüm ihm gegenüber gewesen sein, eventuell etwas forsch und ausgesprochen unhöflich, dennoch gebot es ihm die Höflichkeit, ihr die letzte Ehre zu erweisen. Mit noch immer ernstem Blick senkte der Riese seinen Kopf, berührte sachte mit den weichen Nüstern den sich rasch auskühlenden Körper der Stute und hob den Kopf wieder.

»Mögest du Frieden finden, Scalet.«

Ein anderes Mitglied hätte eventuell mehr Worte gefunden, um die gewiss großen Taten dieser Stute zu ehren, doch Leviathan selbst schwieg. Mit ruhiger Miene betrachtete er das nun beinahe friedlich scheinende Gesicht der jungen Stute, ehe er sich langsam herum wandte. Noch immer stand er scheinbar schützend an ihrer Seite, obgleich jeglicher Schutz nun auch nicht weiter notwendig wäre. Sein Blick suchte Freunde, Verwandte und Liebende dieser Stute, doch vermochte er nicht zu erkennen, welchem dieser Pferde der Tod der Schwarzen am meisten Schmerzen bereitetet. Somit blies er eine Atemwolke in den Himmel hinein, die dunklen Augen noch ernsthafter als zuvor und schwieg. Den Toten gebührte Respekt und eben diesem erwies der Hengst nun auf seine Art. Schweigen, in Gedenken an die Verstorbene. Wenngleich er nicht allzu viel an Scalet denken mochte, da er sie nur kurz kennen gelernt hatte. Dennoch, früher oder später würde eines der Herdenmitglieder ihren Tod gewiss bemerken. Leviathan rührte sich nicht.



[Nähe Herde ;; Scalets Tod ;; Letzte Ehre ;; Schweigt ;; In Gedanken]
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Kapitel 2: Winter & Wunder
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