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 Kapitel 3: Fruehling & Freude

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BeitragThema: Re: Kapitel 3: Fruehling & Freude   Mi Sep 21, 2011 1:39 pm

» Saaaage mal ... bin ich hier die Einzige, die die lila Elefanten sieht?? «

    Der ernste, eigentlich schon fast lächerliche Ausdruck auf ihrem Gesicht hielt nicht lange. Es wäre auch ein Wunder gewesen, immerhin war Rocket nun einmal alles andere als geduldig - oder ernsthaft. Im Gegensatz zum immer ernst drein schauenden Shirerappen, der sie noch immer wachsam musterte, es jedoch dabei beließ. Noch immer wartete die Rote auf eine Gegenreaktion von einem der Pferde - bestenfalls natürlich von Aphrodite, an Dasher wollte sie leise gluckend erst mal nicht denken - als ihre Worte wohl endlich durchgedrungen waren. Allerdings nicht unbedingt als Erstes bei denjenigen, bei denen es am Wichtigsten gewesen wäre. Merde!

    '» Spinnst du eigentlich? - Nö, nicht, dass ich in letzter Zeit wüsste - Hast du noch alle Tassen im Schrank? - Hatte ich denn jemals wirklich tragfähige Tassen im Köfferchen, Dash?! - WAS FÄLLT DIR EIN MICH DAISY ZU NENNEN! - Ach, das war nur so ein Einfall ... sei nicht so empfindlich! - DU BIST SOWAS VON ERLEDIGT!!!! « ... Das glaubst auch nur du, Bou!'

    Innerhalb von Sekunden warf sie sich herum, sah noch das verschmitzte, wilde Funkeln in den vertrauten, orangefarbenen Augen ihres Freundes und grinste ebenfalls niederträchtig. Sie war klein und flink, er war groß und fett! Ha! Sie würde ... ja, was eigentlich? Ach, das könnte sie auch später noch beenden, der Gedanke war erst einmal unwichtig.

    » A-TTACKE! «

    schrie sie sogleich und warf sich Ihrerseits in das Getümmel mit dem Freund. Es war eigentlich schon fast eine Verschwendung, dass sie so lange rumstanden und rumgrübelten. Endlich geschah einmal etwas Gescheites, etwas Sinnvolles! Endlich, endlich kam ein bisschen Aktion in diese unerträgliche Ruhe. Das hielt ja kein Jungpferd aus!!
    Mit wild keilenden Beinen sprengte sie los, Grasbrocken flogen auf und der charmanten Weißen geradewegs entgegen, doch Rocket bemerkte das schon gar nicht mehr. Ausschweifend sprang sie auf Bou zu, senkte kurz herausfordernd Kopf und Brust, ehe sie an ihm vorbei rauschte und laut lachte. War das Lachen ihres rot gescheckten Freundes bereits hell, verriet sie ihr Lachen als Stute. Ach, auch unwichtig!

    Energisch bremste sie, rammte ihre schmalen Hufe in den Erdboden und spannte die Muskeln und Sehnen ihrer Beine an, um gleich wieder herum zu springen. Sie sah den Gescheckten, hielt auf ihn zu und bremste kurz und abrupt kurz vor ihm, um auf die Hinterbeine zu gehen. Sie warf eitel den Kopf zurück, blickte dann jedoch wieder aus funkelnden, entschlossenen Augen auf ihren 'Daisy'.

    » Komm schon, Daisy-Schatz! Dein großer Tornado ist hier und beschützt d-rrr «

    Sie lachte und warf sich in letzter Sekunde beiseite, spürte, dass etwas ihre Flanke streifte, dann keilte sie übermütig nach hinten aus und jagte zurück. Dabei sah sie über die Schulter zurück, warf den Kopf wiehernd in die Höhe und blickte wieder nach vorn.

    ' O je!'

    Ihre Augen weiteten sich, dann krachte sie unter lautem Stöhnen und Ächzen bereits in die schneeweiße Leitstute. O weh, das gab Ärger! In der Hoffnung, sich befreien zu können, strampelte sie und wusste nicht, wo ihr Huf und Kopf standen. Boo lag sehr ungünstig. Begraben unter der Weißen. Wie peinlich!

    » Äh ... «

    brachte sie hervor und sah sich nach Dasher um. Wo blieb der, wenn man ihn brauchte?!




[Bei Dasher # Will mit ihm Rangeln # Rennt Aphrodite um # Hilflos]
Ich hoffe, es stört dich nicht, Angy. Wenn doch, gib Bescheid und ich ändere meinen Post ,)
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BeitragThema: Re: Kapitel 3: Fruehling & Freude   Mi Sep 21, 2011 5:47 pm

Das Leben hat seine Höhe und seine Tiefen – und jetzt, jetzt stecke ich wirklich tief im Mistgraben.

Dasher warf sich mit einem gekonnten Satz auf Rocket, doch die war nun auch wieder nicht langsam, wäre sie es, wäre sie wohl ne Schnecke, oder eine Schildkröte. Obwohl man zugeben muss, das Schildkröten ebenfalls ziemlich schnell sein können wenn sie wollen... Um Haaresbreite verfehlte der junghengst die Rote und wirbelte herum. Er hörte noch wie sie "A-TTACKE!!" schrie, dann keilten sie auch schon wie wild aus und Erdklumpen und Grasbüschel flogen in der gegend herum. Doch dabei lachten die jungen Pferde ausgelassen und Dashers hohes lachen wurde von der noch höheren Stimme seiner Kameradin übertroffen. Als der feuerschecke enmal kurz stehen blieb, war Rocket schon vor ihm und hatte sich auf ihre Hinterhand erhoben und sah ihm übermutig in die orangenen Augen.

» Komm schon, Daisy-Schatz! Dein großer Tornado ist hier und beschützt d-rrr. «

Was hatte sie da gesagt? Diese verrückte Stute! Jemand musste der wirklich mal manieren beibringen! So konnte das doch wirklich nicht weitergehen. Ihrgendwann würde dieser Spitzname ja noch hängenbleiben und welcher hengst hieß schon Daisy? Das war eine Beleidigung 10 Grades. Ok, vielleicht doch nur 7 Grades, aber das war ja egal. Es war eine beträchtliche gefahr die umbedingt eliminiert gehörte. Wie der Blitz wirbelte Bou nocheinmal herum und keilte aus, so schnell das Rocket beinahe keine zeit hatte sich in sicherheit zu bringen und Bou konnte spüren das seine Hufe sie leicht streiften, aber eben nur leicht. Dafür jedoch keilte Rocket aus und traff Dasher der ja ziemlich nahe stand an der Flanke, doch zum Glück tat es nicht wirklich weh, Bou verging bloss für ein paar Sekunden das Lachen. Seine Augen blitzten auf als Rocket sich mitten beim Gallopieren umdrehte und ein zucken von bestürzung streifte sein Gesicht.

» PASS AUF!!!! «

Doch es war bereits zu spät. Rocket rammte die Leitstute. Die trächtige Leitstute. Beide fielen natürlich um und Rocket kam unten zu liegen. Dasher war jedoch schon unterwegs, als das erschrockene wiehern der leitstute schrill ertönte. Das war großartig. Jetzt hatte Rocket auch noch die Leitstute am gewissen! Der riesen Typ mit der weßen Blässe hatte jetzt allen Grund dazu Rocket und Dasher davon zu jagen. Nun ja, draufsetzen ging wahrscheinlich auch.


"Es ist unglaublich! Wir gehören nichteinmal 3 Minuten zu dieser herde und schon liegt die hoch schwangere leitstute am Boden die uns zuvor Freundlich und wohlgesonnen war. Das ist das Ende. Die drehen uns den Hals um. Aber zuerst drehe ich Rocket den hals um."


Diese Gedanken rasten dem Jüngling durch den kopf als er auf die beiden Pferde zuraste. Schlitternd kam er zum stehen und mildes entsetzen breitete sich auf seinem Gesicht aus. Er war ja nicht jemand der die Nerven so leicht verlor und die ganze Sache war ja schon ziemlich lustig. Rocket würde ganz bestimmt in die Weltgeschichte eingehen. Die 10 besten wege um die Leitstute zu ermorden, oder die 10 besten wege um aus einer Herde rausgeschmissen zu werden. Es war bestimmt die kürzeste herdenmitgliedschaft zweier Pferde in der ganzen Geschichte der ... der Pferde! Doch der Schecke beugte sich trozdem über die beiden Pferde und fragte mit besorgter Stimme – mit einem ironischen Unterton:

» Seid ihr in ordnung? «

Besorgt weil: die Leitstute wirklich nicht gut Aussah. Ironisch weil: es ihn nun wirklich nicht scherte ob Rocket nun okay war oder nicht.

[Rangelt mit Rocket ;; sieht was passiert ;; besorgt]
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Leviathan
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BeitragThema: Re: Kapitel 3: Fruehling & Freude   Mo Sep 26, 2011 3:54 pm

» Manchmal ist Schweigen tatsächlich erholsamer «

    Noch immer ummauerte kühles, ernstes Schweigen die ebenso harte, wie unnachgiebige Fassade des mächtigen Rapphengstes. Dessen Blick wanderte noch immer unwesentlich innerhalb dieser kleinen Gruppe umher, zum Einen, weil er sich noch immer um die trächtige Falbstute Akira sorgte, zum Anderen, weil die beiden Jungpferde keineswegs wussten, wie Manieren zu handhaben waren. Oder aber andere gesellschaftliche Gepflogenheiten. Zudem die Worte der jungen Roten tatsächlich wie zu erwarten die eines störrischen Jungpferdes sein mussten. Es war erstaunlich, dass Aphrodite eine solch beträchtliche Geduld mit diesen Störenfrieden aufwies, denn selbst Leviathan geriet allmählich in jene Phase, in welcher noch zwischen absoluter, vernichtender Wut und schlichter, nervlich angespannter Reizbarkeit unterschieden werden konnte. Ein Augenblick, der bisher noch nie wirklich in Kraft getreten ist, wie der hünenhafte Hengst sich in Erinnerung rief - somit konzentrierte er sich auf die Dinge seiner Umgebung. Lauschte dem Frühlingslied der Vögel, blickte sich um, betrachtete das seicht wippende, grüne Gras und roch das klare Quellwasser zu seiner Linken.

    Doch innerhalb der nächsten Minuten änderte sich mehr, als nur die Szenerie am Fluss. Zum einen bemerkte er anfangs das Fernbleiben von Sunbeam und deren fröhlichen Gelächter, sowie wilden Sprüngen. Wenig später bemerkte er ebenso das Fehlen von Persephone, was ihn wiederum beunruhigte. Eine Mutterstute mochte gewiss Kraft und die notwendigen Tricks besitzen, doch wie stand es um ein so junges Fohlen, welches in jeder Blume noch die Schönheit der Natur, nicht aber ihre Grausamkeit erkannte? Leviathan schnaubte einmal leise, widmete sich dann Aphrodite, doch just im nächsten Augenblick schlug die Jungstute 'Tornado' ebenso wie ein solcher in die hochträchtige Leitstute ein. Der Rappe war bestürzt, warf sowohl Rocket, als auch dem Gescheckten, einen kalten, warnenden Blick entgegen.

    Auf die gestellte Frage des Junghengstes erwiderte die Rote lediglich ächzend » Hör auf zu lachen und HILF mir! «, doch seitens der Weißen kam kaum eine Reaktion. Zutiefst besorgt, obgleich dies keineswegs seiner sonst so typischen Ruhe ähnelte, beugte er sich mit dem breiten Kopf sachte über die Verunfallten. Mit grimmiger Miene zerrte er das rote Ding hervor, ehe er sie mehr recht als schlecht neben den Gescheckten plumpsen ließ. Offenbar fehlte ihr nun jeglicher Mut, um dagegen zu protestieren, denn sie war nahezu starr vor Schreck. IHm sollte es Recht sein.

    'Wo nur bleibt die Heilerin, wenn man sie benötigt? Persephone, was trieb dich in den Wald, gemeinsam mit deiner blutjungen Tochter?'

    Wie es schien wurde er allmählich ein Teil dieser Herde, nicht nur platonisch und formal, sondern auch tatsächlich seelisch gesehen. Er sah sich inzwischen nicht mehr als Fremdkörper dieser Herde, als viel mehr als eine Art Mitreisender. Eventuell würde er auch über diesen Zustand eines Tages hinweg kommen, doch nun stupste er mit den großen, weichen Nüstern sachte an die Kiefernpartie der Leitstute.

    » Seht ihr, was ihr mit eurer kindlichen Unverfrorenheit und eurem kindlichen Übermut angerichtet habt?! «

    wandte er sich ärgerlich an Rocket und Dasher, nahm jedoch weder von ihnen, noch von deren Antwort richtig Notiz. Seine größte Sorge galt nun in erster Linie der Leitstute, in zweiter natürlich der Herde und erst an dritter Stelle dem Fohlen. Es war bisher ungeboren und auch, wenn es einen Verlust dargestellt hätte, so wäre der Verlust der Leitstute um einiges tragischer gewesen. Ebenso wenig hatte Leviathan die Vaterfreuden genossen, was ebenso bleiben konnte. Ein kurzer Gedanke galt Alice, dann Akira. Beide waren für ihn wie Töchter, doch obgleich dies nicht seine Art war, sorgte er sich um sie. Keiner von ihnen würde es je erfahren und das war durchaus sein Anliegen. Leviathan peccatum mortiferum agierte stets im Hintergrund. Nun jedoch musste er auf die schneeweiße Leitstute Acht geben.

    » Aphrodite? Könnt Ihr mich hören? Aphrodite? «

    Seine Stimme war noch immer ruhig und dunkel, angenehm und warm. Doch dieses Mal schwang unterschwellig und leicht zu überhören echte Sorge darin mit. Leviathan sorgte sich um Aphrodite und die Herde.





[Am Fluss # In Gedanken # Bemerkt den Unfall ]
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Aphrodite
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Umfeld : Beim See auf der Lichtung

BeitragThema: Re: Kapitel 3: Fruehling & Freude   Mo Okt 10, 2011 6:25 am

Often it is hard to see the beauty in someone


Aphrodite hatte  nicht aufgepasst was um sie herum passierte. Sie dachte nur daran, das es nun sicherlich wunderbar aufregend in der Herde sein würde, da die beiden jungen Pferde sicherlich viel leben in die Herde bringen würde und das allein zählte für die weiße Leitstute.  Da sie dachte die Geschichte hätte sich erledigt, drehte sie sich wieder zu dem Fremdling um und sah ihn freundlich doch auch leicht müde an. Ein schwaches lächeln umspielte ihre Mundwinkel. 

"Es tut mir leid, bei uns geht es nicht immer so schrecklich zu wie gerade jetzt. Normalerweise sind wird eher ziemlich ruhig, aber es kann ja nicht immer nur ruhig und still sein, nicht wahr? Aber sag mal, es tut mir leid, aber ich glaube ich habe deinen Namen nicht mitbekommen. Ich bin manchmal leicht vergesslich, also nimm es mir bitte nicht böse. Es scheint mir aber auch, als ob du nicht wirklich aus dieser Gegend zu kommen scheinst, doch du musst nichts sagen, wenn du nicht willst."

Aphrodite lächelte den Hengst schief, aber auf freundliche Art zu, doch plötzlich hörte sie Hufe die auf sie Erde schlug und gerade als sich die Stute umdrehte um zu sehen was da passierte, da krachte plötzlich dir junge Stute  die sich als Tornado vorgestellt hatte, in sie hinein. Alle Luft wurde aus sie heraus gepresst und in einem Gewirr aus Beinen und Hufen flogen die weiße, trächtige, Leitstute Aphrodite und die kleine, wilde Jungstute  Rocket durch die Luft. Die kleine Stute kam unter Aphrodite zum liegen, doch das bemerkte die Schimmel Stute  schon garnicht mehr. Ihr verstand hatte sich in der Bewusstlosigkeit gerettet, vielleicht um sie vor dem Schmerz zu beschützen, der im Moment wie Feuer durch ihre Venen ran. Auch merkte die Stute nicht wie die Junge  Stute von unter ihrem Körper hervor  wurde. Alles was die Stute wahrnahm war der schreckliche Schmerz und nichts schien von diesem Schmerz ablenken zu können. Selbst als die weit entfernte stimme von Leviathan zu ihr durchrang konnte sie die Bedeutung seiner Worte doch einfach nicht verstehen. Es wollte einfach keinen Sinn ergeben. Die Stute wünschte sich erwachen zu können und den Hengst zu fragen was er den wollte, zu fragen was ihn bekümmerte.  Es war als ob alles durch einen seltsamen Nebel hindurch passieren würde und das schlimmste waren die Stimmen und die Gestalte die plötzlich begannen durch ihren verstand zu Geistern. Sie hörte die Stimme ihrer schönen Jungen Schwester Zahra die ihr zurief sich ihr und ihren Brüdern anzuschließen und die gefahren ihrer eigenen Herde hinter sich zu lassen, doch bevor Aphrodite zustimmen konnte waren alle drei auch schon wieder verschwunden. Dann tauchte  plötzlich noch ein paar altbekannte Gesichter auf. Der alte  Knabbstrupper Magic  mit dem freundlichen grinsen und die Kämpferin Aurora an dessen Seite Aphrodite verschwommen eine Kleine Gestalt ausmachen konnte und die weiße Leitstute wusste das es das Fohlen der beiden war. Das flüstern der beiden war zuerst undeutlich, doch es machte der Stute Mut. Sie wusste das Magic und Aurora diese Herde muht vergessen hatten und das sie ihrem Fohlen von den gemeinsamen Abenteuern erzählten. Dann standen plötzlich Scalet, Mayflower, Amigo und Amethyst vor Aphrodite und eine ungeheuere Trauer umhüllte die Weiße. Die schwarze Beraterin sah mit einem schiefen lächeln zu Aphrodite hinab, Mayflower schien alles interessiert zu. Beobachten und Amethyst und Amigo schmiegten sich eng aneinander. Doch dann verschwand auch dieses Bild und Aphrodite war wieder alleine. Sie wollte nicht alleine sein. sie vermisste ihre alten Freunde. All diese Pferde die sie verloren hatte. Es war schrecklich, doch gleichzeitig wusste sie das viele Pferde glücklich  geworden waren und dieses Wissen gab der Stute die nötige Kraft um die Bewusstlosigkeit zu vertreiben und mit einem Mal öffneten sich ihre pechschwarzen Augen und erblickten Leviathan, Akira und die beiden Jungen Pferde. Doch gleichzeitig durchzuckte sie wieder ein schrecklicher Schmerz in der Bauchgegend und sie bekam plötzlich Angst. Als sie abermals ein heftiger Schmerz durchzucke, wusste sie das sie sich etwas gebrochen haben musste. Das war nicht gut. Das war wirklich nicht gut!

"Leviathan. Wo ist Perse? Schick jemanden um sie zu holen oder hol  einfach jemanden, ich glaube ich hab mir was gebrochen. Ich brauche einen Heiler! "

Angy versuchte ihren Kopf etwas zu heben doch schließlich lies sie ihr Haupt zitternd zu Boden sinken und versuchte nicht vor lauter Schmerz zu schreien. War es nicht ironisch? Das letzte was ihr fehlen würde, wäre das das Fohlen jetzt kommen würde, doch anscheinend meinte das Schicksal es nicht allzu böse mit Aphrodite. 



[redet || wird überrannt || wacht auf]


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Marus
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BeitragThema: Re: Kapitel 3: Fruehling & Freude   Di Okt 11, 2011 3:17 pm

Marus stand da und sah sich erschrocken um. Er war noch immer leicht schockiert von seinem grandiosen Abgang. Na Super. Das war echt richtig peinlich gewesen. Hoffentlich hatte es bis auf Alice niemand gesehen. Prüfend sah er ein Pferd nach dem anderen da. Ok, wirklich viele Pferde waren ja nicht mehr hier. Moonlight, Stormbreaker, Sunbeam…Sunbeam? Nein, sie war gar nicht mehr da. Marus schüttelte nur den Kopf. Sie war bestimmt irgendwo spielen, oder sie lag seitlich da und schlief. In dem Hohen Gras würde sie wahrscheinlich keiner finden. Aber das sollte ja nicht Marus´ Problem sein. Er hatte zwar schon X Fohlen gehabt, aber sich wirklich um eines gekümmert hatte er nie. Niemals. Wozu denn auch, sie waren ihm doch sowieso gleich weggenommen worden, den Großteil seiner Nachkommen hatte er ja nicht kennengelernt. Und er hatte viele, sehr, sehr viele Fohlen gehabt. Genauso viele wie Stuten. Aber geliebt hatte er doch keine einzige von ihnen. Für die Menschen war der kleine sowieso nur Mittel zum Zweck gewesen, damit bald schöne stolze Fohlen überall rumlaufen würden.
Angewidert schnaubte das Welsh Partbred. Er hatte diese Prozeduren so satt gehabt. Einzig seine kleine Freundin war damals der Grund gewesen, weshalb der elegante Fuchs nicht einfach abgehauen war. Er hätte doch immer wieder eine Gelegenheit gehabt, aber seiner Reiterin zuliebe war er dageblieben und hatte sich weiter als Mittel zum Zweck benutzen lassen.
Naja, Vergangenheit war Vergangenheit, dieser sollte man sich einfach nicht mehr widmen. Stattdessen sollte man das Leben genießen, denn schließlich lebte man nur einmal.
Der kleine Fuchs sah auf zu der großen Friesenstute Alice, die sich gerade totlachte. Als sie sagte, sie wären umgefallen wie zwei alte Knacker, musste der kleine Fuchshengst prusten. Es war schon zum Totlachen gewesen. Dann lachte sie sich schließlich auch noch schlapp darüber, wie die beiden ‚auf dem Boden rumgekugelt sind‘. Das brachte das Fass zum Überlaufen. Marus machte das Maul auf und lachte lauthals los. Er stützte sich an Alice ab, um nicht umzufallen, und lachte so laut, dass man es über die gesamte Lichtung hören konnte.

“Ja, das war wirklich einmalig gewesen! Aber der Schecke, wie der dann von Leviathan abgeprallt ist, das war noch viel besser! Oh mein Gott hahahha!!!“

Marus stampfte mehrere Male mit dem Huf auf vor Lachen, dann fing er sich langsam wieder und bemerkte, wie die kleine Sunbeam aufschreckte. Fragend legte Marus den Kopf schief. Dann rannte die kleine Stute in den Wald. Oh oh. Das würde Ärger geben.

[erinnert sich|lacht|redet mit Alice|bemerkt Sunbeam]
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BeitragThema: Re: Kapitel 3: Fruehling & Freude   Do Okt 13, 2011 2:47 pm



Philadelphia genoss die Ruhe auf der Lichtung und ruhte sich ein wenig aus. Das Reisen war er zwar gewohnt, aber trotzdem war er noch immer nicht unerschöpfbar und vor allem der Weg durch den Wald erschöpfte den Painthengst - er mochte keine Wälder. Sie waren dunkel, der Boden zu weich und alles hörte sich seltsam gedämpft an. Und richtig bewegen konnte man sich auch nicht. Aber es war gut, dass darin so viele Kräuter wuchsen. Hier könnte er sich mit Allem versorgen, was ein Heiler brauchte. Das war aber schon das einzig Positive an den riesigen Baumansammlungen.
Der große Schecke hatte den Kopf im Gras versenkt und genoss den saftigen Geschmack des Futters. Irgendwie mochte er diesen Ort hier, auch wenn er wusste, dass er nicht bleiben würde. Bleiben hieß für ihn lieben lernen, und die Liebe hatte er schon vor langer Zeit verloren. Er peitschte mit dem Schweif. Ja, vor langer Zeit hatte sich etwas in ihm verändert, das nicht wieder rückgängig gemacht werden konnte. Er hatte das verloren, was ihn am Leben erhalten hatte. Das, was ihm am Wichtigsten gewesen war. Und jetzt?
Er war nur noch ein Schatten seiner Selbst, das war ihm bewusst. Er war wesentlich dünner als in der Zeit vor jenem Tag, er war wirklich schon fast mager, wusste aber, dass seine Statur noch nicht krankhaft war, sondern eben nur dünn. Außerdem war er nicht mehr gern in Gesellschaft, obwohl er ein Pferd war, das in einer riesigen Herde groß geworden war. Er gehörte nicht mehr in die Gruppen, wo sich Beziehungen entwickelten und alle möglichen Leute Freundschaften und Liebschaften schlossen. Er war ein alleinstehender Hengst, der dabei auch noch furchtbar einsam war.
Aber was sollte Philadelphia tun? Sich niederlassen und riskieren, Pferde kennen zu lernen, die ihm etwas bedeuteten? Am Ende würde er sie ja doch wieder verlieren. Denn das war nun mal sein Schicksal - er brachte Unglück über diejenigen, die er liebte. Auch wenn es niemand wusste, letzten Endes war das doch einer seiner triftigsten Gründe, um immer zu reisen, immer allein zu enden.

Es verging nicht viel Zeit, bis sich Philadelphia wieder auf den Weg machte, jetzt bergab. Denn ein Windstoß, der ihn auf der Lichtung umweht hatte, hatte ihm etwas geflüstert, das ihm überaus interessant vorgekommen war: Pferde waren in der Nähe, eine ganze Herde. Vielleicht könnte er ja mal wieder einen kleinen Zwischenstopp einlegen und mal sehen, ob er gebraucht wurde. Immerhin wurden Pferde der Heilerkaste immer seltener.
Der Fuchsalbinoschecke fiel wieder in eben jenen raumgreifenden Trab, den er schon zuvor an den Tag gelegt hatte. Schlängelnd bahnte er sich einen Weg durch den Wald und lauschte dabei auf die Geräusche, die um ihn laut wurden. Er hörte aber noch keine Pferde, weswegen die Vermutung nahe gelegt wurde, dass sie sich nicht im Wald befanden. Was ihn zu noch größerer Eile antrieb, denn irgendwie hatte er kein sonderlich gutes Gefühl.
Warum? Nun, er hatte immer schon eine besonders enge Beziehung zum Herrn Schicksal gehabt, und immer, wenn etwas passierte, schien ausgerechnet Philadelphia davon zu erfahren. Er war ganz einfach feinfühlig genug, um dieses Säuseln im Wind zu hören, dieses Pfeifen in der Luft, dass von dem erzählte, was um ihn herum geschah.

Schon bald erreichte der hoch aufgeschossene Painthengst den Waldrand. Zunächst verbarg er sich noch in den lichten Schatten, beobachtete die Szene - eine eindeutig trächtige Stute lag dort. Er konnte ihren Schmerz bis hierher pulsieren fühlen, denn ein junges Pferd war über sie gefallen, während sie geschlafen hatte und jetzt war wohl etwas mit ihr passiert. Ein riesiger Rapphengst stand daneben und abseits noch einige andere Pferde, doch die interessierten den Heilerhengst reichlich wenig. Die kühlen blauen Augen waren einzig und allein auf die verletzte Stute gerichtet.
Er trabte wieder an, lief zügigen Schrittes auf die Schimmelstute und die herumstehenden Pferde zu. Seine Haltung war selbstbewusst und unterwürfig zugleich, als er bei ihnen anhielt. Er neigte seinen trockenen Kopf und blickte zuerst den Schecken, dann den jungen Fuchs, den großen Rappen und schließlich die verletzte Stute an.

"Seid gegrüßt. Mein Name ist Philadelphia der Weise, und ich habe das Gefühl, dass hier meine Hilfe benötigt wird. Nehmt Ihr sie an, Stute?"

{allein im Wald ;; wittert Herde ;; zu Aphrodite & Co. ;; will helfen}
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Leviathan
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BeitragThema: Re: Kapitel 3: Fruehling & Freude   Mi Okt 19, 2011 2:12 pm

» Hilflosigkeit ist ein entsetzliches Gefühl. Aber es ist notwendig, junger Freund. «
» Wieso? «
» Um Demut vor dem Leben zu lernen. «

    Es gab nie allzu viele Dinge, auf die der massige Shirehengst Acht geben musste. Zum einen schlichtweg Größe und Statur wegen, immerhin wagte sich selbst ein Rudel hungriger Wölfe nur ungern an ein Wesen, was dem ihnen gefährlichen Elch um einige zusätzliche Pfunde überlegen war, zum Anderen lag es wohl ebenfalls daran, dass Leviathan schlichtweg vermied, die Dinge sentimental zu betrachten. Doch nicht nur dies war einer der Gründe, aus welchen der Schwarze Emotionen vorerst aus seinem Leben bannte, den für seine Weltanschauung genügte meist lediglich Verstand und Logik. Nun jedoch, als er in die gläsern wirkenden Augen der schneeweißen Leitstute blickte, übermannte ihn das Gefühl der Einsamkeit. Der Furcht.

    Energisch vertrieb er jenes Gefühl indem er den großen Kopf mitsamt dicken Langhaar ausschüttelte, dennoch blieb noch ein kleiner Keim eben jener Gefühle zurück. Der Gedanke erschreckte den Rappen, weshalb er sich sogleich augenblicklich in die ihm bekannte Welt flüchtete: Logik. Als nun ein junger, gescheckter Hengst erschien, der mit Verlaub durchaus ein unreiner Verwandter des unruhigen, rotgescheckten Junghengstes hätte sein können, kostete es Leviathan kaum Mühe oder gar Zeit, über diese Situation nachzusinnen. Ebenso schien es ihm nur glaubhaft, dass jener Hengst tatsächlich Interesse an der Genesung der jungen Schimmelstute besaß, denn sofern er auch andere - feindliche - Pläne gegen die Herde hegte, so würde er dennoch dafür Sorge tragen müssen, dass jene Leitstute wieder genesen würde. Dementsprechend blickte er dem Schecken, welcher anbei bemerkt um einige Manieren mehr erhaben war als jener nervlich anstrengende Junghengst, ernsthaft, jedoch vorerst ohne weitere erkennbaren Gefühle in die kühl wirkenden, blauen Augen.

    » Ganz gleich, ob Ihr nun lediglich vorgebt, ein Medikus zu sein oder aber tatsächlich einer seid - wir bitten Euch hiermit gnädigst um Eure Hilfe, da unsere Heilerin augenblicklich nicht zugegen ist. «

    Noch immer war seine Stimme ruhig und dunkel, sie glich beinahe der besänftigenden Stimme eines bärtigen, runden Mannes, sofern dieses Bild überhaupt Platz in den Gedanken des Riesen bekommen hätte. Nun jedoch widmete er sich wieder der tragenden, verletzten Stute, überdachte die Situation und fällte erneut eine kühle, als auch in seinen Augen logische Entscheidung. Das Leben eines Jeden war schützenswert, ohne Frage, doch eine Herde ohne Leitstute käme einem geteilten Wurm gleich. Ein Strang überlebte, der andere verstarb. Doch am Ende wäre es schlichtweg nur ein halber Wurm, weshalb Leviathan nun mit fester Stimme sprach, die keinen Widerspruch duldete.

    » Sofern Euch geholfen wurde und Philadelphia selbst keine weitere Gefahr mehr darstellt, werde ich mich auf die Suche nach Persephone und deren Tochter begeben. «

    Manch einem mochte die Kühle, welcher er inmitten all seiner imposanten Autorität verströmte, entsetzlich, erschreckend, gar grausam finden. Womöglich stieß sie auch wiederum zahlreiche Andere ab, dennoch war dies wohl eindeutig die logischste Schlussfolgerung. Wenngleich der Gedanke gewiss auf zahlreiche bösartig gemeinte Widerworte getroffen wäre, aber mit dem Erscheinen Philadelphias bliebe bei dem Ableben Persephones zumindest ein Heiler gegenwärtig. Was dann jedoch aus dem Fohlen wurde, an diese Konsequenz dachte der kühle Rappe vorerst nicht. Der Keim der Emotion begann augenscheinlich zu wurzeln.

    Knapp nickte er dem Gescheckten entgegen, blickte aus finsteren Augen schweigend auf Rocket und Dasher, ehe er diese rigoros ein wenig beiseite drängte, um Philadelphia den notwendigen Platz einzuräumen. Er selbst blieb dennoch in unmittelbarer Nähe, denn, sofern er es auch nicht laut eingestehen würde, so empfand er dennoch Sympathie mit der Leitstute. Sie war ihm wesentlich mehr geworden, als Führungspersönlichkeit und Erfüllung seiner Aufgabe. Es schien ihm beinahe, als habe er in ihr eine Freundin, eine kleine Schwester in Geiste gefunden. Ärgerlich über solche gefühlsduseligen Anwandlungen schüttelte er den Kopf, die dicke Mähne kam auf der breiten, weißen Blesse zum erliegen und teilte diese nochmals unregelmäßig auf.

    'Demut birgt weit mehr, als Hilflosigkeit, Meister. Aber beinahe glaube ich, dass du dies wusstest. Ob du jedoch geahnt hast, dass ich beinahe ein halbes Leben benötigen würde, um dies zu begreifen?'

    Nachdenklich hob er den Blick gen Himmel, sah einzelne, flockenhafte Wolken rasch vorbei ziehen und blies die Atemluft langsam aus den Nüstern aus. Seine Muskeln spannten sich leicht unter dem seicht glänzenden Fell an, ehe er auch jene Gedanken wieder vertrieb und sich Philadelphia als auch Aphrodite widmete. Wachsam blickte Leviathan auf die Bewegungen des Hengstes, verspätet fiel ihm die Unhöflichkeit ein, sich, als auch die restliche Bagage nicht vorgestellt zu haben. Schwach schüttelte er erneut den Kopf.

    'Es ist augenblicklich nicht von größerer Bedeutung, zudem ich nicht glaube, dass er allzu viel Hilfe unsererseits erwartet. Dennoch, ich werde später gewiss Rechenschaft ablegen müssen, schlichtweg ohne die Einwilligung der Leitstute entschieden zu haben.'

    Schwach zeichnete sich eine tiefe, beinahe traurig zu nennende Nachdenklichkeit über den ernsten Zügen des sanften Riesen aus, als vergäße er momentan sich selbst und auch seine Umwelt. Doch wo auch immer seine Gedanken nun waren - er schien noch immer ein wachsames Auge auf den Heiler zu haben. Womöglich misstraute Leviathan schlichtweg dem Wink des Schicksals, dass ausgerechnet zu jener Stunde, in welcher der Heiler der Herde verschwand und ich eines der wichtigsten Mitglieder stark verletzte, ein junger Heiler zu ihnen stoßen sollte. Misstrauisch beäugte der schwarz gefärbte Riese den Wald.



[Bei Aphrodite & Co # Philadelphia # Spricht # In Gedanken]
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BeitragThema: Re: Kapitel 3: Fruehling & Freude   Sa Okt 22, 2011 2:55 pm

Vor dem riesigen Rappen, der zuerst mit ihm sprach, neigte der große Fuchsschecke den Kopf. Es war eine Geste der Unterordnung, aber auch des Respekts. Nichts anderes wollte Philadelphia damit ausdrücken. Er war nicht hier, um Unruhe zu stiften, und leichtes Misstrauen ihm gegenüber war er gewöhnt, weswegen ihn die Situation nicht weiter mit nahm. Er lauschte den Worten des Shires, die an die zierliche, trächtige Stute am Boden gerichtet waren. Als er jedoch in Erwartung einer Reaktion in das Gesicht der werdenden Mutter schaute, bemerkte er, dass sie in Ohnmacht gefallen war.
Das war seiner Meinung nach alles andere als gut. Wenn nun ihr Lebensgeist umkippen würde, wusste er, wie er sie retten könnte - aber für das Leben des Fohlens wollte und konnte er nicht garantieren. Dieses Risiko wollte er nicht eingehen, deswegen kontrollierte er ihre Lebenszeichen. Doch ihr Atem ging gleichmäßig und ihr Herz schlug kräftig.
Beinahe hätte Philadelphia erleichtert aufgeatmet.

Jetzt schweifte der Blick seiner eisigen blauen Augen ab und er suchte nach dem, was er für die Heilung der Stute brauchte. Auf der Lichtung würde er die Kräuter gegen den Schmerz und zur Erhaltung der Lebensenergie finden, doch das war ein langer Weg und zu riskant, ihn wirklich zu gehen. In der Zeit könnte die Schimmelstute ihren Lebensgeist verlieren und sterben, wenn er nicht in der Nähe war.
Dann ging er doch ein paar Schritte zurück in den Wald, wo er schließlich das fand, was er suchte - diese leicht bläulichen Kräuter, die sie betäuben würden, ohne sie oder das Ungeborene in Gefahr zu bringen, und die großen weißen Blüten, die sie stärken würden. Beide hatten schmerzlindernde Wirkung, sodass er sie problemlos zusammen einsetzen konnte.

Philadelphia zerkaute die Kräuter ordentlich, bevor er sie der weißen Stute einflößte. Es war eine schwierige Prozedur, weil sie bewusstlos war, aber er merkte, dass sie schluckte - immerhin war er geübt darin, die Pferde zu heilen. Jetzt war es nur noch eine Frage der Zeit, bis sie wieder aufwachen würde. Er richtete sich zu seiner vollen Größe auf und wirkte dennoch klein neben dem großen Rappen, dem er jetzt ins Gesicht sah.

"So, sie wird wieder. Ist nur halb so wild, vermutlich war sie vorher schon nicht ganz so gut drauf gesundheitlich, was wahrscheinlich an ihren Umständen liegt. Aber macht Euch keine Sorgen um sie."

{bei Aphrodite & Leviathan ;; gibt Aphrodite Kräuter ;; spricht zu Leviathan}
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Akira
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BeitragThema: Re: Kapitel 3: Fruehling & Freude   Sa Okt 22, 2011 9:21 pm

>>Ich muss von hier weg Shamal! Ich fühl mich hier nicht wohl...<<
>>Ich werde mit dir gehen, Akira. Ich werde auf dich aufpassen...<<
>>Shamal? Shamal!!!<<

Abseits, einsam und irgendwie allein stand sie da. Die kleine falbfarbene Przewalskistute, die praktisch ihrer Seele beraubt wurde, teilnahmslos durch die Gegend schlenderte, zu nichts Lust hatte oder irgendetwas dergleichen. Akira, deren Wille so gut wie nicht mehr vorhanden war. Sie stand einfach unbeteiligt da, so als würde sie zu dieser Herde nicht dazugehören. Leer und verloren starrte sie vor sich her, ohne irgendeinen Ausdruck. Diese Leere in ihrem Blick, der konnte einen schon wahnsinnig machen. Er hatte etwas verrücktes, zumindest für andere. Als ob diese kleine Stute nicht von dieser Welt käme, mit solch einem Blick und dann mit diesem Bauch...
Akira träumte, erinnerte sich an ihre Vergangenheit. Shamal...er war ihr bester Freund gewesen, ihr Retter in der Not. Der Araber war der einzige Lichtblick in ihrem zerstörten verlorenem Leben gewesen. Er war für Akira wie eine Insel gewesen...nein...mehr. Er war tatsächlich Akiras große Liebe gewesen. Die beiden waren unsterblich ineinander verliebt gewesen...bis Coop sie getrennt hatte.
Die Stute schüttelte den kleinen Kopf und dachte nicht an diesen kriminellen Hengst...sie dachte zurück zu Shamal. Sie hatte nie begriffen, wie ein solch edler Araberhengst sich in eine hässliche kleine Przewalskistute verlieben konnte...sie verstand es einfach nicht. Aber Shamal wollte es so. Akira war ein ganzes Stück kleiner gewesen, doppelt so breit, dreimal stämmiger und hatte nicht solch einen schönen, feingliedrigen Körper. Aber Shamal hatte sie dennoch geliebt. Shamal, dieser Chameur mit dem rotbraunen Fell und der goldenen Mähne, welches in der Sonne so schimmerte. Akira hatte sich oft bei ihm ausgeweint, und Shamal hatte sie getröstet. Aber es half doch alles nichts. Als einzigste Stute in einer Herde junger, unkontrollierter Hengste...da hatte man einfach kein schönes Leben, nicht einmal mit einem so guten Freund wie Shamal. Als dieser gegangen war, hatte sich alles noch verschlimmert.
Akira schnaubte traurig, schloss die Augen und senkte den Kopf. Es hatte doch alles keinen Zweck. Sie sollte davonlaufen, sich von irgendwelchen Raubtieren fressen lassen. Wieso war sie überhaupt noch am Leben? Eine Frage, die sie sich immer wieder stellte. Im Grunde eine Frage ohne Sinn, eine Frage, die sich von selbst beantwortete. Irgendwann jedenfalls.
Plötzlich spürte Akira einen ziehenden Schmerz in ihrer Bauchgegend. War es etwa schon so weit? Nein, einen Monat hatte Akira doch noch Zeit. Dennoch ließ der Schmerz nicht nach. Die Przewalskistute kniff die Augen zusammen und stöhnte, dann ließ sie sich mit einem dumpfen Aufprall auf die Seite fallen. Flach lag sie am Boden. Aber sie wusste, das Fohlen würde nicht kommen. Es war mehr ein Schmerz, wie man es von Magenkrämpfen kannte. Keine Wehen. Das Fohlen würde nicht kommen.
Akira atmete flach und hektisch. Sie ließ die Augen zugedrückt, ihr Körper war schweißgebadet. Die Przewalskistute brauchte Hilfe, aber sie meldete sich nicht zu Wort.
Sie dämmerte doch sowieso schon vor sich hin, wieso also um Hilfe bitten? Es würde ihr doch sowieso keiner helfen. Zum Glück schien der Schmerz allmählich nachzulassen, aber Akira blieb weiter am Boden liegen. Sie war müde und erschöpft, ihre Wunden schmerzten anhaltend. Erträglich war anders.

[erinnert sich//bei Levi, Angy & co.//hat Schmerzen//denkt]
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Lean on Pete
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BeitragThema: Re: Kapitel 3: Fruehling & Freude   Mi Okt 26, 2011 2:41 pm


"Until you find something worth dying for, you are not really living!"


Was hätte er tun sollen? Hätte er einfach weitergehen sollen? So tun, als hätte er nichts bemerkt?
Nein, das war unmöglich. Die Weiße hatte ihn nahezu, wie sollte man es nennen? Sie hatte ihn jedenfalls gefunden. Er hätte ihr das Angebot Mitzukommen unmöglich abschlagen können. Nicht nach all dem, was passiert war. Und das war eine ganze Menge. Genauer, es war eigentlich zuviel, als dass er hätte noch länger alleine bleiben können. Und die Stute war von Anfang an sympathsch gewesen. Irgendwie. Sie strahlte eine gewisse Autorität aus. Ein Pferd, dem man sich besse rnicht widersetzen sollte, außerdem war sie äußerst freundlich gewesen. Der Rappe wusste, dass man sich den Höheren niemals wiedersetzen sollte. Er hatte schon viel durchgemacht in seinem, recht kurzen Leben. Zuviel, wie dass man es hätte rückgängig machen können, oder für immer aus seinen gedanken löschen. Dazu war niemand imstande. Es hatte schließlich auch tage gegeben, an denen hatte er sich entweder auf den Modn gewünscht, oder gleich ins Grab. Er hatte oft von den Schauergeschichten gehört, die über den tragischen Tod von Rennpferden erzählt wurden. Ein gebrochenes Bein - Kopfschuss. Eine gezerrte Sehne - Kopfschuss. Warum nur? Warum waren sie so grausam? So vollkommen ohne Liebe? Und war er das längst nicht auch schon? Er kannte die Antwort darauf nicht, doch langsam glaubte er nicht mehr an die Liebe, oder gar an soetwas, dass man Leben konnte. Etwas wofür es sich lohnte, weiterzumachen.

Er war ihr gefolgt.
Lean on Pete war Aphrodite ohne weitere Widerworte gefolgt. Bis sie schließlich zu den beiden Jungpferden und einem imposanten Shire Horse kamen. Die Weite und die wilde Schönheit dieser Gegend, war dem Schwarzen noch immer etwas befremdlich, doch er machte einen recht gefangenen Eindruck. Langsam beobachtete er, die Pferde um ihn herum, ließ aber alles mehr oder wneiger an sich vorbei ziehen. Aphrodites Bemerkung, dass es hier nicht immer so durcheinander zuging, nahm er mit einem Nicken hin. Innerlich atmete er jedoch auch etwas erleichtert auf, denn ihm war das ganze Toubabouw nicht so ganz geheuer. Auch wnen diese beiden jungen Pferde ganz reizend waren, so waren sie auch widerstrebend und unaufhaltsam. Jung, frei, wild. So wie er es einst war. Aber da slag lange zurück. Lean konnte sich nciht mehr daran erinnern, wann er zuletzt glücklich gewesen war. Für ihn hatte sein zuvoriges Leben nur aus Rennen, Training, Sporen, Peitschen, Transportern udn einer scheinbar nicht zu entkommenden Dunkelheit bestanden. Doch nun war er wieder am Licht. Oder zumindest gab es wieder soetwas wie Licht.
Aber Plötzlich snak die schöne Weiße fast in sich zusammen. Kurz zuvor war ein lustig aussehender Schecke zu ihnen gestoßen. Die Wortwahl des neuen und die des großen Shires, als sie sich miteinander unterhielten, war für Pete doch sehr befremdlich. Mit leicht zusammengekniffenen Augen musterte er die beiden. Aphrodite verlangte nach eienr Heilerin, doch niemand kam, schließlich bot sich der Schecke an ihr zu helfen. In Lean erwachte das Misstrauen, doch als sich der Neue um die Leistute kümmerte viel die Besorgnis von ihm ab. Er war sich sicher, dass dieser Hengst, der sich als Philadelphia vorgestellt hatte keine Bedrohung darstellte.

Ratlos stand Lean on Pete neben dem Treiben, er wusste nicht, was er tun sollte. er war noch nie in eine Herde aufgenommen worden. Udn niemand gab ihm hier irgendwelche Anweisungen, wie er es kannte. Da sah er etwas Abseits eine kleine, gelbbraune Stute stehen. Es war wohl eine Przwalskidame. Der Schwarze sah sich noch einmal nach Aphrodite um, vergewisserte sich, dass sie auf dem Wege der Besserung war und schlenderte dann hinüber zu der Stute. Er war noch weit von ihr entfernt, als sie zusammenbrach. Der Schock stand Lean in die AUgen geschrieben, doch er zögerte nicht lange. Aus dem Stand sprang er los, mit weitem Gallopsprünngen, einem, zwei, drei, dann war er bei ihr. Stand über der Stute, die dort so hilfslos am Boden lag. Mit zusammengekniffenen Augen. Schweißgebadet. Ihr Bauch hob und senkte sich flach. Angst schüttelte ihn.

    oO( Nicht schon wieder! Warum nur? Warum muss der Tod immer so shcnell kommen? Oder holt er dich gar nicht. Du armes Wesen, geht es dir wie mir? Bist du auch schon längst verlassen, von allem Guten dieser Welt. Wünscht du dir auch den Tod?)Oo

Das Vollblut stand reglos bei der Hellbraunen. Dann ging ein Ruck durch ihn. Sanft berührte er ihre Stirn mit den Nüstern. Als es ncihts half, drehte er den Kopf um und zum ersten Mal, brachte er den Mut auf, seine Selbstzweifel zu überwinden und rief. Für die STute, denn Leid hatte er schon zu viel in seinem Leben gesehen. Leid, gegen das er nichts hatte tun können. Ein Punkt, den er noch ändern musste, bevor er starb.

"Philadelphia! Schnell ... bitte ... es ist dringend, diese Stute hier ... ihr geht es nicht gut!"

{bei Levi&AngyPhil&Co | in Gedanken versunken | beobachtet Phil kritisch | bemerkt Akira | geht zu ihr | ruft um Hilfe }

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Moonlight
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BeitragThema: Re: Kapitel 3: Fruehling & Freude   Mi Okt 26, 2011 3:09 pm


"A world full of silence. But i just hear your call!"


Wie lange genau es schon her war, dass er sich bewegt hatte, wusste der LEithengst nicht. Doch als Moonlight seine Gliedmaßen einmal wieder durchstreckte, durchzuckte ihn der Schmerz. Es schien, als seien jegliche Organe udn Muskeln seines Körpers eingeschlafen und wollten einfach nciht mehr aufwachen. Er biss die Zähne zusammen.
Langsam verebbte der rsch eingetretene Schmerz wieder. Zu seiner eigenen erleichterung. Der Rapphengst sah über die Herde. Es waren nciht mehr allzuviele dort, genaue rgesgat, eigentlich waren nur noch Marus, Stormbreaker und Alice zu sehen. Moonlight seuftzte. Was war er eigentlich für ein Leithengst? Nicht einmal diese paar Pferde konnte er hüten. Er schnaubte und sah sich um, doch er konnte niemanden weiter entdecken, also begann er mal seine letzten Informationen zu durchwühlen. Also:
Aphrodite war gegangen, um sich diese beiden Jungpferde vorzunehmen, die vor Kurzen in das Gebiet gekommen waren. Leviathan war als erstes bei ihnen gewesen udn hatte sie zu Rede gestellt. Soweit so gut.
Was Moonlight viel mehr beunruhigte, war die Frage wo Persephone und Sunbeam waren. Auch wenn er die Haflingerstute nciht sonderlich gut ausstehen konnte, gehörte sie dennoch zur Herde. Und somit stand sie auch unter dem Schutz dieser. Wo Sunbeam war, war ihm ebenfalls schleierhaft, er meinte jedoch mitbekommen zu haben, wie sie in den Wald gerast war. In den Wald! Sein Blick wurde starr udn seine Nüstern blähten sich. Rana! Wenn die beidne bei ihm waren, würde er sich da snie verzeihen. Niemals. Doch wie sollte er sie finden? Er musste zu Angy, sofort, sie mussten einen Suchtrupp zusammenstellten, eienr alleine konnte sich dem gigantischen Weißen nciht stellen. Der Schnee war zwar fort, Ranas Tarnung war also im Wald nur noch halb so gut, dennoch. Der große Hengst war jahrelang alleine gewesen udn er betrachtete jedes Gebiet in dem er war als seines. Der Rappe mit dem Stern auf der Stirn preschte dne Abhang hinunter. er trabte flott zu Marus und Alice hinüber.

" Marus, Alice! Ich muss zu Aphrodite. Sunbeam und Persephone sind weg, wie ihr ebstimmt ebenfalls schon bemerkt habt. Bleibt hier, ebenso wie Stormbreaker. Wenn irgendwas ist, kommt runter zum Fluss. Ansonsten komme ich zurück. Verstanden? Und haltet euch fern vom Wald. Wir haben in letzter Zeit genug Mitglieder verloren!"

Zwar schwang etwas Angst in seiner Stimme mit, doch an und für sich, war Moonlight immer noch der starke, stolze Leithengst, zu dem ihn Aphrodite einst ernannt hatte. Er nickte den beidne Pferden noch einmal kurz zu. Er wusste zwar, dass sie nciht in den Wald einfach so gehen würden, oder er hoffte es zumindest, doch sicher war sicher. Er gallopierte los hinunter zum Fluss.

Schon von weitem sah der Rappe, dass etwas nicht stimmte. Er beschleunigte udn sein langhaar flog hinter ihm her, wie ein Schatten, nur der STern auf seienr Stirn leuchtete, wie eh und je, hell und klar. Als er näher kam, sah er, dass Angy am Boden lag. Angst packte ihn. Das Fohlen! was wenn ihm etwas passiert war? oder gar Angy selbst? Der Schock musste ihn in den Augen stehen, aber rasch fing sich der Leithengst wieder. er beäugte etwas misstrauisch einen fremden Rappen, der bei ihnen stand, aber nichts sagte udn recht eingeschüchtert wirkte. Gut, um den konnte er sich später kümmern. Viel wichtiger war Angys Zustand. Wo war eigentlich Perse wenn man sie einmal brauchte? Wütend shcnaubte er, doch da machte sich ein fremder Schecke schon an die Arbeit udn ehe Moonlight wiedersprechen konnte, war der andere auch schon fertig mit seienr Tätigkeit. Also noch ein Heiler. Etwas kritisch sah Moonlight ihn an. Dann wandte er sich an Leviathan, an den er von allen anderen hier, die bei Bewusstsein waren, am meisten Vertrauen hatte.

" Sag mir, was hier vorgeht, Krieger! Wer um alles in der Welt sind diese beiden und was gibt ihm das Recht sich um Aphrodite zu kümmern, obwohl er kein Heiler ist? ich weiß, dass Persephone unauffindbar ist, aber das ist für uns doch wohl noch lange kein Grund einen Fremden unsere Leitstute behandeln zu lassen."

Seine Stimme war ruhig, keinesweges feindseelig. Sie wollte nur eine Antwort. Er wusste nicht, was er von den beiden Neuen halten sollte. Und noch bevor er weiterreden konnte, sprang der Rappe auch schon fort. Elegant und mit eienr Geschwindigkeit, wie man sie nur bei - wie hießen diese Pferde doch gleich? - Rennpferden? sah. Moonlight sah ihm anerkennend nach, wollte sich gerade wieder dem Shire hengst zuwenden, da rief der Schwarze hinter seinem Rücken nach Hilfe. Als sich Moonlight umdrehte sah er, dass Akira wieder zusammengebrochen war und am Boden lag. Der Rappe mit dme Stern seuftzte schwer. Es wurde Zeit zu handeln. Hauptsache Angy bekam bald ihr Bewusstsein wieder. Akira stand endlich wieder auf und jemand kümmerte sich um sie. Da hatte er gleich eien Aufgabe für den neuen Schwarzen udn was war überhaupt mit den Jungpferden?
Moment, mahnte er sich selbst.
Eines nach dem anderen. Also wartete er ersteinmal auf Leviathans Antwort, doch mit einem leichten Nicken, bedeutete er dem Schecken Akira zu helfen. Denn schließlich schiene r Angy auch nichts Schlechtes getan zu haben.



{ döst | erwacht | verwirrt | denk nach | Alice&&Marus | geht zu Angy&Levi&Lean&Co | geschockt | sauer | spricht | bemerkt Akira | bedeutet Phil ihr zu helfen}


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Leviathan
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BeitragThema: Re: Kapitel 3: Fruehling & Freude   Do Okt 27, 2011 12:09 pm

» Hast du je über deine Zukunft nachgedacht? «
» Nein, nie. «

    Schweigsam, aber dennoch physisch präsent, ragte der mächtige Rapphengst neben dem Schecken namens Philadelphia in die Höhe, blickte diesem wohlweißlich lediglich dann über die Schulter, wenn er sich sicher war, dass eben dieser sich dadurch nicht verunsichern ließ und behielt auch weitestgehend die nähere Umgebung im Auge. Allmählich, je intensiver sich der Schecke um die noch immer ohnmächtige Leitstute kümmerte und ihr offenbar keine weiteren Schäden zuführte, drang eine dunkle Unruhe durch den muskulösen Körper des Hengstes. Leviathan hob den breiten Rammskopf, blähte die Nüstern und sog die Dürfte der Umgebung auf, doch ganz gleich, wie intensiv und angestrengt er dies auch tat, nie witterte er den stärkeren Anflug der Haflingerstute und deren Fohlen. Es schien, als seien sie schlichtweg vor einigen Stunden vom Erdboden verschwunden, doch dies war physiologisch nicht weiter möglich, weshalb die Beunruhigung des Kriegers weiterhin stieg. Umso schwächer der Duft wurde, umso länger waren beide Mitglieder dieser Herde fort, umso länger stromerten sie womöglich vollkommen hilf- oder orientierungslos umher, in panischer Hoffnung, baldigst gefunden zu werden. Was mochte bereits geschehen sein, seit dem Leviathan sie so sträflich aus den Augen gelassen hatte? Die Ungewissheit nagte an dem ernsten Rappen, dessen Blick noch um einiges dunkler zu werden schien, je länger er darüber nachsann. Schlussendlich war es einzig ihm zuzuschreiben, da er in der Pflicht als Oberster Krieger stand, alle Mitglieder dieser Herde gleichermaßen zu schützen, ganz gleich, welchen Rang sie bekleideten. Ein tiefes, ernstes Seufzen entrang sich seiner Kehle. Es war so vollkommen untypisch, weshalb das knappe Kopfschütteln wenig später ebenfalls sichtbar wurde.
    Erst die Worte des gescheckten Philadelphias vermochten den ruhigen Riesen aus seinen düsteren Gedanken zu reißen, sodass eben diese Gedanken sich nun einem ebenso unerfreulichen Thema zuwandte. Der Verletzung der Leitstute. Dankbar nickte er dem Schecken entgegen, blickte auf die nun ein wenig ruhiger wirkende Atmung der Leitstute und beobachtete den schneeweißen, dicken Bauch, der sich langsam und kontinuierlich hob. Offenbar schienen Krämpfe und Schmerzen tatsächlich abgeklungen. Kurz warf er der jungen Fuchsstute, die bereits ein wenig abseits der kleinen Gruppe stand, einen durchdringenden, mahnenden Blick. Für einen kurzen Augenblick glaubte er sie beinahe unter seinem Blick erschrocken zusammenzuzucken, ehe sie einen zweifelnden Blick auf die schneeweiße, am Boden liegende Stute warf. Wenig später widmete er sich Philadelphia.

    » Hab vielen Dank, Philadelphia. Dass du der Leitstute geholfen hast, obgleich es nicht bindend für dich war, ist ebenso bemerkenswert wie zu Dank verpflichtet. «

    Die Andeutung eines schwachen Lächelns stahl sich auf seine ernsten Gesichtszüge, kurz neigte er nochmals respektvoll den Kopf, denn er selbst, dessen war er sich sicher, hätte Persephone gewiss niemals frühzeitig genug gefunden, um der Leitstute somit eventuell das Leben retten zu können. Ebenso wenig verfügte er über heilendes Wissen, weshalb es durchaus gelegen kam, dass der Schecke ihren Weg kreuzte. Dennoch, noch immer schien Leviathan diesen Umstand recht misstrauisch zu betrachten, denn solcherlei Glück schien nahezu unmöglich, wenngleich es dennoch geschehen war. Allerdings hieß es nicht umsonst, man solle sein Glück überstrapazieren, weshalb der schwarze Riese es bei diesen höflich gesprochenen Worten beließ.

    Dann jedoch, als wolle das Schicksal seine Gedanken Lügen strafen, durchdrang der ängstlich klingende Ruf einer noch recht fremden Stimme die noch immer bedrückte Stille. Augenblicklich fuhr sein Kopf empor, das dicke Langhaar wurde kurz vom Wind erfasst und beiseite gedrückt, als wolle es ihm einen besseren Blick ermöglichen. Wenig später erblickte er Akira, am Boden liegend und offenbar Schmerzen leidend. Aus dunklen, ernsten Augen sah er Philadelphia an. Ob dieser nochmals der Herde helfen würde, obgleich dies keineswegs in seinen Aufgaben als wild umherziehendes Pferd stand? Wenngleich er durchaus seinerseits Forderung nach Entschädigung hätte stellen können, da Philadelphia gelinde gesagt etwas gut bei der Herde hatte, da dieser immerhin noch kein Mitglied war.

    Nichts desto Trotz überflog Leviathan nochmals jegliche Mitglieder, die in unmittelbarer Reichweite standen, als auch schemenhaft in der Herde sichtbar blieben. So gesehen hatte er schlichtweg zwei recht kleine Tiere dieser Herde übersehen, doch dies ließ seinen Fehler nicht minder grausam erscheinen. Schwer schnaufte der Rappe, reckte kurz seinen kräftigen, kurzen Hals und blickte mit wachsam aufgestellten beinahe sehnsuchtsvoll auf die naheliegenden Wälder. Es schien, als wolle er die Wiederkehr beider Stuten einzig aufgrund seiner Gedanken erzwingen. Dann drang ihm ein noch immer recht fremder, aber zumindest doch vertrauter Geruch in die Nüstern und Leviathan blickte leicht über die Schulter auf den Leithengst dieser Herde. Sein Entsetzen ob der Entdeckung seiner Gefährtin spiegelte sich anfangs in seinen Augen wieder, ehe sich das Paar dunkler Augen auf ihn richtete.

    'Nun also werde ich besagte Rechenschaft ablegen müssen ... So sei es!'

    Angstlos, wenn auch noch immer respektvoll blickte er auf den Kleineren, lauschte diesem mit leicht geneigten Kopf und hörte die milden, aber wohl gerechtfertigten Vorwürfe in der ruhigen Stimme des Hengstes Moonlight. Sobald dieser geendet und Philadelphia trotz seines gerechtfertigten Misstrauens die Möglichkeit einräumte, sich um Akira zu kümmern, fing er den Blick des Schwarzen auf.

    » Ihr habt durchaus Recht mit Euren Argumenten, Moonlight. Auch ich habe anfangs gehadert, Aphrodite in die Hufe eines vollkommen Fremden zu geben, das gebe ich ehrlich zu. Doch war ich mir ebenso bewusst, dass das Ableben unserer Leitstute fatale Folgen gehabt hätte, womöglich weitreichend fatalere, als wenn wir das Risiko einer Fremdbehandlung eingingen. Es galt mir lediglich, das Leben Aphrodites zu retten, wenngleich ich durchaus für diese recht eigensinnige Entscheidung die Konsequenzen tragen werde. «

    Kurz hob er den breiten Kopf, die weiße Blesse zeichnete sich schneeweiß ab und bildete beinahe das größere Pendant zu Moonlights Stern und blickte aus ernsten, wachsamen Augen auf Philadelphia. Wenngleich dieser durchaus seine Worte gehört haben konnte, ebenso, dass Leviathan ihm noch immer zu Teilen misstraute, so glaubte der Riese dennoch, dass er ihn durchaus verstehen könnte. Ganz gleich, ob dem so war oder nicht, der Rappe wendete seinen Blick wieder auf Moonlight und beendete mit ruhiger Stimme seine Ausführung.

    » Es glich einem erstaunlichen Zufall, als Philadelphia wenig später hier vorbei kam, nachdem Aphrodite zusammenbrach, doch wider der Natur eines ungebetenen Gastes wollte er sich die Zustimmung der Leitstute zu deren Behandlung erfragen. Ich war es, der die Zustimmung dazu gab, aus den soeben genannten Gründen, als auch, weil Aphrodite unlängst der Ohnmacht erlegen war. «

    Es mochte irritierend sein, dass Leviathan im Grunde genommen seinen eigenen Prozess führte und sich selbst zum Angeklagten erhob, wenngleich diesbezüglich noch keine weiteren Thesen gestellt worden waren. Doch viel mehr als diese Tatsache schien der Fakt zu schockieren, dass der Rappe mit ruhiger, wenn auch ernster Stimme dies vortrug, als ginge es nicht ein wenig um die eigene Existenz in dieser Herde. Ihm war durchaus bewusst, dass dies Grund genug gewesen wäre - aufgrund Gefährdung der Leitstute und auch der Herde - um ihn schlichtweg zu verbannen. Ein zaghaft hervorschiebender Fleck am Rande seines Augenwinkels ließ ihn alarmiert den Kopf empor reißen, doch dann erkannte er Rocket. Mit zerknirschtem Gesicht und unsicher gesenktem Kopf blickte sie zu ihm auf. Kurz danach stand sie beinahe neben ihm, wagte jedoch nicht nochmals, ihn anzusehen. Ihre Worte verblüfften den Rappen ehrlich.




[Bei der Gruppe um Ange # Spricht mit Phil # Später mit Moon # Bemerkt Rocket]
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BeitragThema: Re: Kapitel 3: Fruehling & Freude   Do Okt 27, 2011 12:25 pm

» Was soll ich denn nur machen?! «


    Mit unsicher angelegten Ohren und geduckter Haltung näherte sie sich den beiden Hengsten, welche in ihr Gespräch vertieft gewesen waren. Obgleich die rote Jungstute wusste, dass es sich im Grunde der Höflichkeit gar nicht gehörte, einfach so dazwischen zu platzen, konnte nicht einmal mehr der recht entsetzt wirkende Dasher sie zurück halten. Als sie ihm ihren Plan, ihr schlechtes Gewissen, mitgeteilt hatte, wirkte er erstaunlich schockiert, als könne er nicht glauben, dass ausgerechnet sie, Boo, die Mutige, Angst haben sollte vor noch nicht festgesetzten Strafen. Zudem der riesige Shirehengst nicht ein Wort über ihre Mitschuld an Aphrodites Zustand verloren hatte. Boo kaute unruhig, blickte kurz Hilfe suchend zu Bou und erinnerte sich ein wenig verärgert an seine Reaktion.

    'Spinnst du? Hast du sie noch alle?! Wieso solltest du das tun, hä? Du bist wirklich nicht zu retten!'

    Gewiss waren seine Worte darauf gedacht, sie zurückzuhalten und ein unbeschwertes Leben in der Herde mit allerlei von ihnen verursachten Unfug anzurichten, doch Rocket konnte einfach nicht länger mit diesem nagenden Gewissen leben. Nun also stand sie mit gesenktem Kopf neben dem Shire, welcher offenbar zutiefst erstaunt war, sie zu sehen. Doch nach ihren Worten legte sich eine noch erstauntere Schweigsamkeit über ihn und Rocket wagte es nicht mehr, aufzusehen. Weder, um nach Dasher zu sehen und sich somit Mut zu machen, noch, um nachzusehen, wie ihre Worte gewirkt hatten.

    » Es ... Das war nicht die Schuld von Leviathan. Es war ... ich bin Schuld. «

    Jetzt war es also endlich raus, doch noch immer quälte sie das Gewissen und sie fand, dass es Schlimmer nicht mehr kommen könnte. Also stemmte sie ihre schlanken Glieder in den Boden, atmete tief ein und sah geradewegs in das dunkle Augenpaar des Riesen, welches sie ernst und nachdenklich musterte.

    » Es tut mir Leid, dass Sie dafür ... naja, dass Sie für Alles verantwortlich gemacht werden. «

    Sie lächelte scheu, zittrig und schluckte schwer, ehe sie sich vom unbewegten Shirehengst zum unbewegten Leithengst wandte. Kurz holte sie Luft, dachte daran, was sie angerichtet hatte und daran, wie sie alles wieder ins rechte Lot rücken würde. Sie schluckte erneut. Dasher würde sie damit bestimmt ewig aufziehen. Ihre Beine zitterten schwach, als friere sie und tatsächlich glaubte sie sich zehn Grad kälter.

    » Ich war es, die Aphrodite umgerannt hat, weshalb sie dann umgefallen und gestürzt ist. Jetzt ist sie ohnmächtig und ... Leviathan ... er hat nur versucht, meine Fehler auszubügeln ... Aber ich habe sie eben nicht gesehen! «

    Beinahe trotzig sprach sie das Letzte, spürte ihre Gliedmaßen, die zunehmend mehr zitterten und stieß einen erstickten Klagelaut aus, ehe sie herumpreschte, geradewegs auf den kritisch auf sie blickenden Dasher. Stürmisch galoppierte sie ihm entgegen, bremste abrupt und schmiegte ihren Kopf Hilfe suchend unter seinen, verbarg ihn regelrecht darunter. Heftig atmete sie, spürte ihr Herz wild vibrieren und starrte auf ihre zitternden Hufe auf dem Boden.

    » Bitte sag jetzt einfach nichts dazu, Dash. «

    flüsterte sie eise und atmete seinen beruhigenden Duft ein. Allmählich spürte sie ihre altgewohnte Stärke zurückkehren und dankbar schnaubte sie leise, als Zeichen, dass sie Dasher dies nie vergessen würde. Sie zeigte sich selten so verletzlich, dachte sie darüber nach, hatte sie es bisher nur einmal getan und sogleich bereut, weshalb sie beschlossen hatte, härter zu werden. Oder eben ein Hengst. Abrupt schnellte ihr Kopf empor und ein wenig verunsichert blickte sie den Rotgescheckten an, dessen Kopf sie regelrecht empor gejagt hatte mit ihrem eigenen. Entschuldigend sah sie ihn an, ehe sie gemeinsam lachten. Leise. Unsicher. Wie Fohlen. Und doch spürte Rocket die Stärke, die das in ihnen hervor rief. Sie war erstmals wirklich stolz auf sich und Dasher.






[Etwas abseits # Nähe Dasher # Später bei Moon & Levan # Wieder bei Dasher]
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BeitragThema: Re: Kapitel 3: Fruehling & Freude   Do Okt 27, 2011 1:12 pm

Philadelphia war auf einmal von Pferden umgeben. Ein schwarzbrauner Hengst wollte von ihm, dass er eine weitere Stute behandelte, der es nicht gutging. Dies war kein größeres Problem, er half gern. Schon wollte der Schecke sich auf den Weg machen, doch dann kam ein anderer Rappe an - so, wie er auftrat, war dieser Hengst eindeutig der Leithengst. Delphi bemerkte die Sorge um die Schimmelstute im Verhalten des Leithengstes. Also war die Schimmelstute niemand anderes als die Leitstute. Das war doch mal eine Überraschung.

Aufmerksam lauschte der Schecke den Worten der Pferde und stellte fest, dass der Shire sich auf seine Seite schlug, weswegen eine kleine Fuchsstute, offensichtlich noch recht jung, alle Schuld auf sich nahm. Überraschend, wirklich überraschend. Es war nett von dem Shire, dass er ihn verteidigte, aber irgendwie kam es dem Schecken auch überflüssig vor. Er tat nur seine Arbeit, wenn die nicht gewollt wurde, könnte er auch wieder gehen.

"Entschuldigt, aber ich würde auch gern etwas dazu sagen. Leviathan - ich gehe davon aus, ich habe den Namen richtig aufgefangen? - hat nur versucht, das zu tun, was seiner Meinung nach das Beste war. Ich bin Heiler und Eure Leitstute war nicht so schwer verletzt, als dass ich sie nicht retten könnte. Und, sofern ich mir ein Urteil erlauben darf, schien es wirklich nur ein Unfall und Ihr, junge Stute, braucht Euch keine Sorgen um die Schimmelstute zu machen."

Der langbeinige Hengst atmete einmal ruhig und tief ein und aus, der Blick seiner eisblauen Augen lag jedoch weiter auf dem Rapphengst, dessen dunkle Augen mit seinen zu fochten schienen. Der Leithengst schien ihm ein von Natur aus misstrauischer Hengst zu sein, wogegen Philadelphia jedoch nichts einzuwenden hatte, war er ja selbst nicht anders. Dann jedoch senkte er den Blick, ebenso wie den Kopf, seine liebste Respektgeste.

"Und wenn Ihr nun erlaubt, ich würde gern der Falbstute dort hinten meine Dienste anbieten, um sie von ihren Schmerzen zu befreien. Ich nehme mir Eure Erlaubnis heraus, werter Leithengst."

Mit diesen Worten drehte er sich weg von Leviathan, Moonlight und der bewusstlosen Aphrodite, um sich dem Rappen zuzuwenden, der um Hilfe gebeten hatte. Er nickte ihm grüßend zu, bevor er in seinem festen, raumgreifenden Schritt zu der am Boden liegenden Falbstute ging. Noch eine tragende Stute, die am Boden lag. Das wurde ja immer besser. Nur diese war noch nicht bewusstlos. Deswegen senkte er seinen Kopf zu ihrem, um mit ihr reden zu können.

"Werte Stute, mein Name ist Philadelphia, ich bin Heiler. Ihr müsst aufstehen, was auch immer los ist. Denn wenn es eine Kolik ist, wäre es sehr gefährlich für Euch und Euer Fohlen, wenn Ihr liegen bliebet."

{bei Moonlight, Leviathan, Aphrodite & Rocket ;; geht mit Lean on Pete zu Akira}
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BeitragThema: Re: Kapitel 3: Fruehling & Freude   Do Okt 27, 2011 4:34 pm

Akira lag am Boden, schnaufend, mit geschlossenen Augen. Alles um sie herum nahm sie nicht mehr wahr, sie wollte es nicht wahrnehmen. Es war doch sowieso alles unnötig, alles gehabe um sie, sie wäre schwach und ihr Fohlen bräuchte Hilfe, alles unnötiges Getue. Die Przewalskistute wollte keine Hilfe, sie brauchte sie einfach nicht. Für was denn auch. Es wollte sie doch sowieso niemand hier haben, also konnten alle die Stute in Ruhe lassen.

Akiras Herz wanderte zu Shamal, ihrem Shamal. Sie sah sich gemeinsam mit ihm über eine riesengroße Wiese galoppieren, eine Wiese mit vielen verschiedenen Blumen in allen möglichen Farben. Es war ein Traum. Akira wusste, sie musste tot sein. Nur so war es möglich, dieses Wiedersehen mit Shamal. Ihrem Shamal, dem charmanten Lichtfuchs. Ein reiner Araber, der Traumschwiegersohn. Die beiden Pferde lachten, hatten Spaß, auch Akira lachte, als der Wind durch ihre kurze Mähne strich. Wunderbar, einfach wunderbar. Es schien alles perfekt, die beiden Pferde waren von allen ihren Sorgen befreit, keiner dachte an irgendwas, nur an das Hier und Jetzt. Sie genoss es, das Zusammensein mit Shamal. Ihr jetziges Leben rückte weit in den Hintergrund, dieses alte, nervende Leben das einem den Willen und die Seele raubte, dieses Leben mit dieser schlimmen und gravierenden Vergangenheit.

Einige Böen streiften über ihren Körper und umhüllten ihn, es waren kalte Böen. Also ob sie nach Akira griffen, sie mitnehmen wollten in die kalte Welt. Zurück in die Gegenwart, in der Hoffnung, sie würde die Augen aufmachen und nicht mehr leer durch die Welt laufen. Oder wollten sie Akira mit in das kalte Reich des Todes nehmen, wo sie letztendlich, ihre Meinung nach, auch hingehörte? Akira konnte mehrere Stimmen hören, Hufe, die auf sie zuschritten. Eine Stimme, die etwas rief, doch die Przewalskistute verstand die Worte nicht. Sie klangen dumpf, unklar. Akiras Ohren zuckten, doch ihre Augen blieben geschlossen. Dann kamen weitere Schritte, und schließlich sprach eine Stimme zu ihr. Die Stimme war nah, direkt über ihrem Kopf und Akira konnte jedes einzelne Wort verstehen. Vorsichtig öffnete sie die Augen. Die Lichtstrahlen drangen in ihr Auge und ließen Akira alles sehen. Ein Paint Horse stand mit gesenktem Kopf vor ihr und sah sie an. Von diesem Hengst war wohl auch die Stimme gekommen. Die trächtige Stute schnaubte. Der Schecke hatte ihr gesagt, sie solle aufstehen, er sei ein Heiler. Akira drehte sich auf den Bauch und richtete sich auf, dann stemmte sie ihren Körper nach oben. Klein und leeren Blickes stand sie vor den beiden Pferden, dem Schecken und einem Rappen.

Der Schecke war um einiges größer als die Przewalskistute, und so starrte Akira stumm geradeaus auf dessen Schnauze. Ein kurzer Schmerz durchzog ihren Bauch und die Falbstute trat mit dem Hinterhuf dagegen, bevor sie wieder normal stand und ihre Seele weiterhin verwahrt und unantastbar blieb.
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BeitragThema: Re: Kapitel 3: Fruehling & Freude   Fr Okt 28, 2011 7:21 am

Philadelphia beobachtete die Stute, die jetzt langsam ins Leben zurück zu kehren schien. Ihm zog sich das Herz zusammen, als er die Leere in den Augen der Stute sah. Sie musste einen großen Verlust erlitten haben. Unmerklich flatterten seine Augenlider. Er konnte erahnen, wie die Przewalskistute sich fühlen musste, ging es ihm ja selbst nicht besser. Sein Herz begann zu rasen und er dachte für einen kurzen Moment an die Zeit seiner Ausbildung, wo er glücklich gewesen war. Aber er zwang sich, sich auf die Stute zu konzentrieren, die keine Kraft mehr für ihr Leben zu haben schien.

"Bitte, werte Stute, bewegt Euch ein bisschen. Die Bewegung wird entkrampfend wirken, auch wenn Ihr es nicht zu glauben vermögt. Ich werde euch einige Heilkräuter suchen."

Sein Blick war weich, er lächelte beruhigend. Er wollte dieser Stute das Gefühl geben, dass sie in Sicherheit war, dass sie bei ihm nichts zu befürchten hatte. Dass es ihr wieder gutgehen würde. Alles würde irgendwann besser werden. Der Schmerz wurde dumpf, sodass man ihn für einige Zeit vergessen konnte. Aber weggehen würde er nie. Merkte er ja soeben am eigenen Leib.

Phil wandte sich von der kleinen Falbstute ab und zwang sich, sich wieder auf seine Aufgabe zu konzentrieren. Er würde wieder in den Wald müssen, um an passende Heilkräuter ran zu kommen, oder er müsste näher ans Wasser. Beides beliebte ihm nicht sonderlich, nicht, dass die Stute auf die Idee kam, sich wieder hinzulegen. Aber vielleicht würde sie das nicht tun, sie erschien ihm nicht wie eine Stute, die Befehle missachtete. Obwohl das eben eher ein Rat gewesen war.
Aber vielleicht konnte der Rappe ja helfen? Er wusste nicht, wer dieser Hengst war, aber er hatte Hilfe für die Stute geholt, also musste er sie doch wohl akzeptieren und sich um sie sorgen. Sollte er das wirklich tun, würde er für den Heilerhengst von großer Hilfe sein. Also wandte sich Philadelphia ihm zu.

"Ihr, werter Hengst, würdet Ihr über Eure Herdengefährtin wachen, während ich die Kräuter suche? Sie muss stehen bleiben, wenn es geht, soll sie sich bewegen? Achtet Ihr darauf, bitte?" Mit diesen Worten machte er sich auf die Suche nach den passenden Kräutern.

{bei Akira ;; zu Lean on Pete ;; sucht Heilkräuter}
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BeitragThema: Re: Kapitel 3: Fruehling & Freude   So Okt 30, 2011 4:11 pm

" Ganz ohne Licht
Taumle ich blind durchs dunkle Tal"



Der Tod gehörte zum Leben, ebenso wie die Geburt dazugehört. Und dennoch ist Letzteres ein viel Schöneres Ereignis, als das zuerst genannte. Lean on Pete war sich dem natürlich bewusst. Auch wenn er in sienem Leben schon viel mehr Leid gesehen hatte, als er hätte ertragen können, doch irgendetwas hatte ihn immer dazugetrieben, einfach weiterzulaufen. Doch nun, allmählich, verblasste dieses Etwas immer mehr und er konnte sich nicht wehren. Sosehr er sich auch bemühte es aufzuhalten, es wollte ihm nicht gelingen und das machte ihn nahezu krank. Die Stute zu seinen Füßen, schien ebenso mutlos wie er selbst zu sein, das trug nciht gerade dazu bei, dass er sich besser fühlte, oder gar Hoffnung schöpfte. Warum war immer an dem Ort, an dem er sich aufhielt Leid und Krankheit? Trug er diese mit sich, als würde ein böser Fluch auf ihm lasten, von dem er selbst nichts wusste?
Angst kann einen erdrücken. Lean on Pete wusste nur zugut, wie viel Wahrheit in diesen Worten steckte. Die Erschöpfung machte sich immer mehr in seinem Körper breit und bahnte sich ihren Weg durch seine Glieder, doch noch wollte e rnicht zur Ruhe kommen. Seit meheren Tagen hatte e rnicht geschlafen und auch sein Körper war sehr ausgemergelt, doch der Schwarze nahm schon längst keine Rücksicht mehr auf sich selbst, oder seine eigenen Bedürfnisse. Ob er darin keinen Sinn mehr sah, es schlicht vergessen hatte, oder selbst dazu keine Lust mehr hatte? Es war ungewiss. Dennoch wollte er irgendwie, dass diese Stute nicht ebenso endete wie er. Natürlich war es ihm bewusst, dass seine Tage bald gezählt sein würden, er spürte neben dieser Stute nahezu schon, wie ihm der Tod die Beine hochschlich, aber er hatte noch etwas Zeit, wenn auch nciht alzuviel. Und bis er endgültig die Augen schließen würde, sollten zumindest diese Pferde hier glücklich sein. warum er das unbedingt wollte, wusste er selbst nicht. Bisher hatten ihn die meisten herden nur verpöhnt und verspottet. Aber Aphrodite hatte ihn bereitwillig und freundlich aufgenommen. Und auch sonst hatte er hier noch kein feindseliges Wort gehört. Aber das konnte ja noch kommen. Er war sich sicher, dass e rnoch längst nicht die komplette Herde kannte und wie überall, gab es bestimmt auch hier "schwarze Schafe".

Pete hörte Schritte hinter sich. Und als er den Kopf wandte, sah er mit erleichterung, dass sich Philadelphia auf den Weg zu ihm gemacht hatte. Er bat die Stute freundlich aufzustehen udn tatsächlich stand die trächtige Przwalskidame auf. Nur ihr Blick blieb leer und abwesend wie eh und je. Es war, als würde ihr Blick den von Lean on Pete spiegeln, denn in den Augen beider Pferde, war nichts weiter zu erkennen, als unergründlich Leere umhüllt von tiefer Dunkelheit. Ohne Licht. Ohne Freude. Ohne eine Gefühlsregung.
Die Stute stand also. Fast zugleich wandte sich der Schecke an ihn. Als er ihn ansprach zuckte Lean zusammen. Lange Zeit hatte er mit niemandem mehr geredet. Gut mit Aphrodite vor Kurzem, aber dass war eine Ausnahme gewesen. Jedoch schine der "Heiler" keien Antwort von ihm zu erwarten, dnen er wandte sich schon ab um die besagten Kräuter zu holen. Konnte dem Rappen nur recht sein. Er nickte nur.

Abwartend stand er bei der Cremefarbenen. Weder sie noch er sagten ein Wort. Was war das hier eigentlich? Selbstbemitleidung? Hoffnungslosigkeit? Beides in einem?
Der Hengst hielt dennoch für sinnvoller dne Mund zu halten.



{ Akira | in Gedanken | Phil | allein mit Akira }
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BeitragThema: Re: Kapitel 3: Fruehling & Freude   Mo Okt 31, 2011 12:04 pm

oOSterben ist friedlich, Leben ist schwer.Oo

Akira hörte die Worte der anderen Pferde dumpf, unverständlich,
klanglos. Wie ihr Leben. Es war eintönig, ohne Sinn, und Akira
konnte nie verstehen wieso der Pferdegott sie nicht erlöste, sie
einfach sterben ließ. Es wäre für sie einfacher, für andere vielleicht
besser. Es wollte sie doch sowieso niemand haben, keines der an-
deren Pferde scherte sich doch groß um sie. Nur wenn es ihr
schlecht ging, sammelten sich die Pferde in Scharen um sie. Als
wäre sie eine Attraktion, etwas besonderes. Akira konnte so etwas
nicht verstehen. Das Leben war zu kompliziert für sie, Sterben war
viel einfacher. Einfacher als alles. Sterben würde für Akira die Erlö-
sung bedeuten, die Erlösung von allem Übel und allem Leid. Ster-
würde sie zu Shamal, ihrem geliebten Shamal zurückbringen.
Shamal. Wäre er doch bloß nicht gestorben. Akira wäre lieber ge-
storben, anstelle des Palomino Hengstes.

oO(Anstelle zu sterben von jemandem den man liebt, scheint mir
ein guter Weg zu sein, um zu gehen.)Oo

Oft hatte die Przewalskistute diese Worte vor sich her gesagt, und
es stimmte. Auch wenn sie Shamal damit vermutlich verletzt hätte,
wäre es doch einfacher für sie gewesen, ihn gehen zu lassen. Es
wäre alles um einiges einfacher geworden.
Aus der Leere ihres Blickes, gefangen in ewiger Dunkelheit, die sich
wie ein Schleier über Akiras Blick legte, beobachtete sie das Trei-
ben vor ihr. Der Scheckhengst beauftragte den Rappen vor ihr, auf
sie aufzupassen, bestenfalls dafür zu sorgen, dass sie sich beweg-
te. Dann ging der Schecke in den Wald, wahrscheinlich um irgend-
welche Kräuter für sie zu besorgen. Akiras Gedanken schweiften ab.
Sie überlegte, würde sie jemals wieder glücklich sein? Irgendwann
wieder? Nein. Nicht einmal, wenn ihr Fohlen käme, denn dieses Foh-
len war ungewollt. Sie würde es bestimmt niemals lieben können.
Mit einem Ruck landete Akira wieder in der Gegenwart, weit ab von
Gefühlen und dergleichen. Zwei schwarze Augen schauten sie an,
der Blick ebenso leer wie der ihrer eigenen. Da traf es die Stute wie
ein Schlag. Das wäre doch die perfekte Möglichkeit, Kontakte zu
knüpfen. Doch irgendetwas in ihr sträubte sich dagegen, den Rap-
pen anzusprechen.
Akira wusste, sie musste ihren inneren Schweinehund besiegen.
Langsam trat sie einen winzigen Schritt auf den Rappen zu, der
Blick ängstlich und verlegen.

"Äh....entschuldige...wie ist dein Name?"

Akiras Stimme klang zart und zerbrechlich, aber hell und klar wie
die Töne eines Glöckchens.

[denkt | bei Pete | fast Entschluss | spricht zu Pete]

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BeitragThema: Re: Kapitel 3: Fruehling & Freude   Mi Nov 02, 2011 2:23 pm

» Schön und gut, Schuldigkeit erfüllt ... was jetzt? «

    Noch immer standen die beiden Zweijährigen dicht beisammen, während die Rote ihren Kopf ein wenig tiefer hängen ließ, beobachtete Dasher das Geschehen wohlweißlich argwöhnisch. Man wusste immerhin nie, welche Konkurrenz eventuell gerade geboren wurde, um einen den Rang als Plagegeist abspenstig zu machen. Ob nun willkürlich oder unwissentlich war dabei ohne größeren Belang. Die Fuchsstute schnaubte leise auf, schüttelte träge den Kopf und schloss sachte die Augenlider ein wenig, während sie nun also leise vor sich hin schlummerte; döste. Allerdings hielt das nicht lange an, denn bald schon spürte sie einen beherzten Kniff in ihre Flanke und erschrocken quietschte Rocket auf.

    'Was denn jetzt?!'

    dachte sie im ersten Augenblick ein wenig empört, war sie mit den Gedanken noch bei Bou und einer Rangelei mit ihm, während die große Herde sie missbilligend oder begeistert ansah. Manche der Fohlen hatten sogar vollauf begeistert gerufen, sie angespornt, sie nie aufgeben lassen. Ja, es war eigentlich ganz passabel gewesen, zumal Dasher und somit auch wieder Rocket eine hohe Stellung innerhalb der Jungtiere besaßen. Es hatte einfach nur Spaß gemacht.
    Ein weiterer Zwick, diesmal kräftiger und energischer, riss sie aus den Gedanken zurück in die Gegenwart und ärgerlich schnaufte sie, blähte ihre Flanken kräftig auf und setzte dem wild auflachenden Dasher hinten drein. Ihr Körper genoss das Laufen, sie spürte deutlich ihre Muskeln arbeiten und sah auch unter dem rotgescheckten Fell ihres besten Freundes die Muskeln und Sehen arbeiten. Von wilder Entschlossenheit gepackt, unter dem Einfluss eines kriegerischen Kampfeswillen streckte die junge Stute ihren schmalen, grazilen Körper weiter, jagte dem Gescheckten nach und schlug dabei unbemerkt wieder Bögen um die verteilten Mitglieder der Herde.

    » Na, warte, du kleine Daisy! Ich krieg dich noch und dann mach ich dich fertig! «

    rief sie mit entschlossener Stimme, hörte sein provokantes Lachen und legte die Ohren flach an den Kopf, senkte den Kopf tiefer und spurtete umso schneller voran, holte auf und erkannte bald schon wieder den Ort, an welchem sie aus dem Wald auf die Lichtung gebrochen waren.

    » Versuch es doch, du lahme Ente! «

    rief Dasher, Rocket wieherte hell und viel zu unmännlich, buckelte im Lauf einmal kräftig und setzte ihrem Freund nach. Als sich dieser dem Ende der Lichtung näherte, mutmaßte Rocket schlichtweg über seine nächste Laufrichtung, wurde selbst jedoch unwesentlich langsamer. Allerdings nicht langsam genug, denn als der Gescheckte sich herumwarf und aus grinsenden, funkelnden Augen auf sie wartete, wollte Boo panisch abbremsen, doch es brachte nichts. Dasher krümmte sich vor Lachen, als Rocket - wieder einmal - am Boden lag, übersät von Grünzeug, Pflanzen und etwas, was verdächtig stark roch. Hasendung oder Fuchskot, nichts desto Trotz nutzte Boo nun ihre Chance. Perplex starrte der Schecke sie fassungslos an, als sie ohne Murren und Schimpfen aufsprang, nach hinten auskeilte und ihm somit eine kräftige Ladung Mist entgegen warf. Bald lachte Rocket übermütig, sprang ihrem Freund entgegen und wieder von ihm weg, um seinem mistbeschmückten Körper zu entkommen und jagte lachend wieder zurück, Dasher dicht hinter sich. Nun war er es, der ihr die Kampfesansage entgegen schrie, nicht, ohne ein erhitztes, aber fröhliches Lachen in der Stimme.

    » Na, warte, du kleine Kröte! «

    Sie drehte den Kopf zurück, kurz verdeckte ihre kurze Mähne den Blick, dann sah sie die orangefarbenen Augen ihres Freundes. Boshaft grinste sie, streckte sie Zunge heraus und trat nochmals nach dem Erdreich, sodass Dasher gezwungen war, den auffliegenden Erdbrocken auszuweichen. Es kostete ihn Zeit und er büßte Geschwindigkeit ein, sodass Rocket mit gestecktem Kopf und fliegendem Langhaar voran schoss. Vergessen war das Dilemma. Tja, jung musste man wohl sein. Jung, unerfahren und vollkommen unbeschwert. Von allem schienen Rocket und Dasher im Augenblick genügend zu besitzen.







[Bei Dasher # Kurz in Gedanken # Treibjagd 1 # Kleiner Waldunfall # Treibjagd 2]
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BeitragThema: Re: Kapitel 3: Fruehling & Freude   Fr Nov 04, 2011 3:32 pm

"Entschlossenes Handeln am Rande des Wahnsinns!"


Die Turbulenzen die hier herrschten hätten eigentlich schon längst viel mehr Aufmerksamkeit verdient gehabt. es war ja das reine Chaos, das hier herrschte. Moonlight schnaubte. Wütend, war er nicht wirklich, auf wen, oder was sollte er auch wütend sein. Auf Leviathan? Nun, der konnte dem großen Rappen wirklich rein gar nichts zu Schulden kommen lassen. Zumal der Rappe sein Vertrauter war. Auch wenn sie kein sonderlich starkes Verhätnis zueinander hatten, so war es doch der Respekt gegenüber dem anderen, der sie zusammenschweißte. Oder vielmehr, der Moonlight das Gefühl gab, dem Shire Hengst vertrauen zu können.
Die Sorgen um Persephone udn ihr Fohlen waren immer mehr in seinen Hinterkopf zurückgedrängt worden, denn im Moment beanspruchte das hier seine komplette Aufmerksamkeit. Während er wachsam bei Aphrodite stand und sie immer wieder sanft mit den Nüstern anstieß lauschte er den Worten des obersten Kriegers. Ab und an nickte der Leithengst und erst als Leviathan geendet hatte sah er wieder auf.

" Ich gebe dir keine Schuld, Krieger. Es war lediglich meine Absicht zu erfahren, was hier los ist. Du musst dich nicht für das, was geschehen ist verantwortlich fühlen. Ich denke du hast recht und hast richtig gehandelt in einer solchen Situation. "

Die dunklen Augen des etwas zierlichen Rappen musterten den muskulösen, großen Hengst ihm gegenüber. er glaubte den Worten des anderen, zumal er keien andere Version parat hatte, die sich ereignet haben könnte. Und wenn sie Glück hatten würde Aphrodite bald, hoffentlich sehr bald, wieder zur Besinnung kommen. Denn auch das Fohlen würd enicht mehr allzulange auf sich warten lassen. Nach einem weiteren Blick auf die weiße Stute wandte er sich weder dem Shire Hengst zu.

"Gut, ich werde Philadelphia für seine Hilfe danken, soweit sie etwas gebracht hat. Auch dir danke ich, dass du entschlossen genug warst zu handeln, nicht jedes Pferd hätte dies sofort getan. Doch es war wohl für Aphrodite das Beste ...!"

Auf einmal trat eines der Jungpferde neben Leviathan und sprach zuerst mit diesem, ehe es sich an Moonlight wandte. Der Schwarze musterte die junge Stute, die ihm dort gegenüberstand ausgiebig. Sie sagte, es sei ihre Schuld, dass Aphrodite in einer solchen Verfassung war. Doch ehe der Rappe aufbrausend werden konnte, oder gar die junge STute zur Rechenschaft ziehen konnte, besann er sich eines bessern und sah sie lange ausgiebig an. Was hätte es gebracht ihr ihre Schuld an den Kopf zu werfen, Vorwürfe zu machen ? Mit Sicherheit nichts, außer, dass sie sich vielleicht schämte, aber das schien sie ohnehin schon zu tuen. Dennoch konnte er soetwas doch nciht einfach durcgehen lassen oder?

"Jedes Pferd, jedes Wesen, macht Fehler. Sei es dahingestellt ob du sie gesehen hast oder nicht. Zumindest warst du aufrichtig genug es zuzugeben.
Wie ist dein Name?"


Doch noch bevor er eien Antwort erhielt war die Stute auch schon wieder fort. Der Leithengst störte sich nicht weiter daran, da es andere Dinge gab, die von größerer Bedeutung waren, als der NAme dieses Pferdes, um die er sich kümmern musste. Er sah hinüber zu Akira, der andere Rappe stand noch bei ihr, während von dem Schecken weit udn breit keien Spur war. Moonlight schüttelte den Kopf.

"Wer ist er?"

Mit einem deuten in die Richtung des anderen Schwarzen, stellte er die Frage Leviathan.


{bei Angy&Leviathan | hört Letzterem zu | spricht | Rocket | beobachtet Lean | spricht zu Leviathan }



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BeitragThema: Re: Kapitel 3: Fruehling & Freude   Fr Nov 04, 2011 3:55 pm

"Ich bin ein Krieger
So verwundet kämpf ich längst nicht mehr!"


Die Zeit schien still zu stehen. Es regte sich nichts. Gut etwas abseits von ihnen, war noch immer die kleine Gruppe bei dem riesigen Rappen versammelt zu de rnun ein weiterer gestoßen war, den Lean on Pete jedoch nciht kannte. An des anderen Auftreten allerdings, hatte er gemerkt, dass dieser wohl eine recht große Autorität hatte und Ansehen innerhalb der Herde genoss. Von Aprodite ging jedoch ebenso wneig Regung aus, wie von Lean selbst. Die weiße STute, die ihn so mir nichts dir nichts aufgenommen hatte. Es tat ihm weh, sie da so liegen zu sehen.
Der Schecke war nun endgülig in den Wald verschwunden um Kräuter für die Stute zu suchen, die ja mittlerweile stand. Und damit war er dann auch wiede rin der Gegenwart angelangt.

Der schwarze Vollblüter seuftzte tief, dann sah er langsam wieder zu der hellen Stute auf. Diese stand ihm nun direkt gegenüber udn sah ihn unverwandt an. Als er dies bemerkte musste er schlucken. Hatte er etwas Falsches getan? Doch in ihrem Blick zeigte sich kein Hass, und auch keien Wut, oder gar Zorn. Lediglich ihre etwas kühle Art ließen ihn schaudern. Lean war gerade wieder damit beschäftigt darüber nachzudenken, wie er am besten endlich dieses Leid beenden konnte, da vernahmen seine Ohren eine glockenhelle, wunderbare Stimme. Er drehte den Kopf herum und sah, dass sie der Cremefarbenen gehörte. Etwas perplex sah er sie an. Sie hatte doch sonst noch kein Wort gesagt. Nun, vielleicht sollte er sich einen Ruck geben und ihr antworten. Er war ja eigentlich ein stiller Geist, aber sie war krank und irgendetwas an ihrer ängstlichen und doch bittenden Art trieb ihn dazu, den Mudn aufzumachen, anstatt ihr die Antwort zu verwehren.

"Ich ... mein Name ist Lean on Pete. Und wie lautet der Ihre?"

Rein aus Höflichkeit udn weil er es einfach nciht anders kannte, sprach er die Stute mit Sie an. Es erschien ihm falsch und respektlos, einfach so sie zu duzen, wo sie sich doch eigentlich gar nicht kannten. Es stand doch nciht in sienem Recht, oder tat man das in eienr Herde so, dass man jedne duzte? Lean wusste darauf keine Antwort, doch Höflichkeit war ja wohl besser, als unfreundlich zu wirken.


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BeitragThema: Re: Kapitel 3: Fruehling & Freude   So Nov 06, 2011 5:45 pm

Akiras Gedanken wanderten weg, weit weg. Im Grunde fragte sie sich
selbst, weshalb sie so leicht aus der Fassung zu bringen war. Vielleicht
aber war der einzige Grund, weshalb ihre Gedanken so oft abschweiften,
ihre tragische und traurige Vergangenheit. Das klang für manche etwas
Absurd, und man sagte ja auch, mann solle seine Vergangenheit hinter
sich lassen und nach vorne blicken, doch wie, wenn man es nicht wagt,
über seinen eigenen Schatten zu springen? Wenn man es einfach nicht
schaffte, aufgrund einiger Ereignisse, die für manche undenkbar
Scheinen? Das weiß dann wiederum keiner. Von vorne beginnen? Wieder
schier unmöglich, doch sollte sie wirklich von vorne anfangen? Das, was
war, einfach hinter sich lassen? Akira bezweifelte, dass das klappen
würde. Viel zu lange war sie in diesem Zustand, umhüllt von Leere und
Dunkelheit. Keiner könnte sie jemals hier heraus holen...oder doch?

Ihr Blick wurde klarer und sie bemerkte den schmalen Rappen vor sich,
der zart und freundlich mit ihr sprach. Sollte sie antworten? Ja, denn als
Stute war man ja nicht unhöflich, sondern eher im Gegenteil. Akira musste
schwer schlucken; das ganze kostete sie eine Menge Selbstüberwindung,
doch sie wusste, sie konnte es schaffen. Angspannt stand die Stute da
und atmete tief ein.Ein leichtes, kurzes Lächeln huschte über ihre Züge,
dann öffnete sie ihren Mund.

"Ich...mein Name ist Akira."

Zufrieden mit sich, schnaubte sie erleichtert und sah dem größeren Rappen
in die Augen. War ihr Blick auch so kalt und unnahbar wie der dieses
Hengstes? Mit Sicherheit, aber das konnte sie nicht selbst beurteilen.
Dieser Blick ließ einem einen Schauer über den Rücken laufen, doch jetzt
fiel ihr ein, dass ihr Blick genau dieselbe Wirkung auf andere Pferde hatte.
Beängstigend, dieser Gedanke. Doch an dieser Stelle musste die Stute
feststellen, wie die Emotionen langsam wieder zurückkamen, ihr Kopf klar
wurde und sie fast wieder normal denken konnte. Ein Wunder? Oder die
Tatsache, dass sie ein fremdes Pferd angesprochen hatte? Akira wusste es
nicht, und doch war sie froh darüber. Lean on Pete schien ihr ihre Kräfte
zurückgegeben zu haben.
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BeitragThema: Re: Kapitel 3: Fruehling & Freude   Di Nov 08, 2011 12:43 pm

Stormbreaker stand noch immer etwas abseits von der Herde, würdeigte sie beinahe keines Blickes. Fast so, als ob die anderen Pferde überhaupt nicht existieren würden. Stets war er mit seinen Gedanken wo anders, dorthin, wo seine Seele ihn trug, sein Herz sich nach dorthin sehnte. Der Marwari wusste nicht, wo das war, doch er wusste eines: Er wollte sein eigenes Leben, sein früheres Leben wieder zurück. Diese öde, eintönige Leben, in dem alle brav waren, war einfach nichts für ihn. Doch seiner alten Leidenschaft nachgehen - würde das etwas bewirken? Für ihn? Für andere? Wohl kaum, denn was brachte es ihm und anderen Artgenossen, wenn er einen nach dem anderen abschlachtete? Nichts, nichts und wieder nichts.

Der Hengst schnaubte und senkte seinen Kopf, als plötzlich zwei ungestüme Jungspunde herangerast kamen und wild bockend über die Lichtung gasten. Stormbreaker legte die Ohren an und wollte den beiden drohen, doch da rannten die beiden Araber, wie der Marwari feststellte, schon in den riesigen Shire Leviathan hinein. Stormbreaker gab seine Haltung auf und wollte schon wieder weiter grasen, als die Jungpferde weiter hinunter zum Fluss rannten. War da nicht diese trächtige und erschöpfte Przewalskistute? Storm schluckte, wollte sich in Bewegung setzen und zu der Przewalskistute zu gehen, doch da folgte Leviathan den beiden schon. Stormbreaker schüttelte den Kopf und wandte sich wieder dem Gras zu. Er sah noch kurz auf, zu den anderen Pferden. Da waren nur noch Sunbeam, Marus und Alice. Sunnys Mutter musste in den Wald sein. Vermutlich, um etwas Kräuter zu finden. Beruhigt graste der Marwari weiter.

Doch plötzlich schreckte er auf, als Sunbeam aufsprang. Offenbar hatte sie einen Albtraum gehabt, als nichts, was einem Sorgen bereiten würde. Doch dann rief sie nach ihrer Mutter und folgte ihr in den Wald. Aber Persephone war doch schon eine Ewigkeit im Wald...Stormbreaker schauderte, dann entschloss er sich dazu, der kleinen naiven Haflingerstute zu folgen. Mit großen, weiten Schritten ging er ihr hinterher.

Der Wald war düster, über ihn lag eine bedrohliche Stimmung. Hätte er Sunbeam nicht folhen sollen? Doch, so war es besser, denn alleine war sie leichte Beute für Raubtiere und andere bösartige Kreaturen....auch für IHN. Angewidert schnaubte Stormbreaker. Ein hässlicher, fetter Shire der rumschleicht und kleine Kinder erschreckt...ode tötete er doch? Es herrschte ja fast schon eine Massenpanik vor IHM, also musste er etwas grausames getan haben. Auch der Schecke wurde nun unruhig, da selbst er gegen einen Shire keine Chance hätte. Er trat durch das Dickicht, und da entdeckte er vor sich Persephone, Sunbeam und einen weißen Shire....das musste ER sein. Ohne lange und groß nachzudenken, legte Storm instinktiv die Ohren an und stürmte in Drohhaltung auf den Shire Hengst zu. Der Marwarihengst hatte die Lippen zurückgezogen, man konnte die Zähne sehen.

"Du mieser haariger Fettkloß! Lass bloß diese Stute und ihr Fohlen in Ruhe, oder haben sie dir etwas getan? Bist du so hobbylos, dass du nichts besseres zu tun hast, als anderen Pferden Angst einzuflößen und sie zu ermorden?"

Kurz stockte Stormbreaker, denn genau das war ja auf ihn auch zutreffend...egal, jetzt tat er es ja nicht mehr. Kurz vor dem Shire blieb der Schecke stehen und baute sich drohend vor ihm auf...auch wenn ER Stormbreaker um einiges überragte. Schützend stand er so vor Persephone und Sunbeam, breitbeinig, wütend schnaubend und mit angelegten Ohren.
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Leviathan
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BeitragThema: Re: Kapitel 3: Fruehling & Freude   Di Nov 08, 2011 4:08 pm

» Sometimes I think about dreaming ... and how it would be, to dream ... «


Schweigend hatte er dem Schlagabtausch gelauscht, welcher sich bald schon zwischen den beiden Jungpferden entwickelte, ganz gleich, wie es um sie herum wütete. Nichts schien diese beiden, unbedarft jungen Leben zu verwirren, nichts schien sich allzu negativ auf sie auswirken zu können und eben diese jugendliche Naivität verdiente an sich bereits Respekt. Nichts desto Trotz beließ es der massige Rapphengst Leviathan schlichtweg bei einem ernsten, nachdenklichen BLick, welcher - wieder einmal - den beiden Jungpferden galt, die nun keine drei Minuten später ausgelassen über die Wiese sprangen, ungeachtet der Dinge und Konsequenzen, die daraus resultierten. Sachte zuckte eines seiner Ohren gen Moonlight, welcher soeben geendet hatte und aus dunklen Augen blickte er seinem Leithengst dankbar entgegen, wenngleich jene Dankbarkeit noch im Maß Leviathans lag und dementsprechend nicht allzu überschwänglich ausfiel.

» Habt Dank, Moonlight, aber nichts desto Trotz ... «

Leviathan hielt inne, betrachtete nachdenklich die Ferne und schüttete sachte, kaum merklich den Kopf. Es blieb dabei, ganz gleich, was auch noch gesagt oder getan werden würde, es würde ebenso wenig seine Einsicht verändern. Es mochte womöglich an seiner Lehre liegen, womöglich an seinem alten Meister, Gott habe ihn gnädig. Doch stets würde der ruhige Rapphengst die Dinge auf eigene Art betrachten, uneinsichtig und sturköpfig, wie er ab und an zu sein pflegte, ohne allzu auffällig dabei zu werden. Es schien viel mehr eine subtilere, manipulativere Art der Dickköpfigkeit sein, die nicht unbedingt sehr aufdringlich, aber umso stärker auftrat. Auf die Frage an die junge, rote Stute stahl sich ein verbotenes, kleines Schmunzeln auf seine Züge. Deutlich erinnerte er sich an deren Vorstellung, wenngleich er inzwischen glaubte, die wahren Namen beider Jungpferde erfahren zu haben. Ein wenig neigte er sein hoch aufragendes Haupt dem Rappen neben sich entgegen, wobei einzelne, dicke Haarsträhnen über die breite Blesse fielen und diese bedeckten.

» Die Rote stellte sich selbst und ihren Begleiter als Tornado und Daisy vor, wenngleich Daisy angesichts seines Namens ein wenig ... nu, pikiert wirkte. Sofern ich es recht verstanden habe, sind dies Rocket und Dasher. «

Es mochte nicht ganz ohne leisen, schleichenden Stolz einher gehen, dass er dies unlängst wusste, wenngleich die Ernüchterung sogleich kam, sobald er sich an Persephone und deren Fohlen erinnerte. Vage hatte er ebenfalls gesehen, dass der gescheckte Marwarihengst, welcher kaum ein Wort von sich gegeben hatte und Leviathan somit nicht allzu unähnlich gewesen war, ebenfalls seinen Weg in den Wald gesucht hatte. Nichts desto trotz vermochte dieser Umstand seine Beunruhigung nicht zu mindern. Kurzweilig abgelenkt blinzelte er Moonlight verwirrt entgegen, ehe er dessen Deuten folgte und den Rappen betrachtete, welcher offenkundig die Lebensgeister der Falbstute Akira ein wenig zu vitalisieren schien. Leise schnaubte er, deutlich spürte er noch die milde Sorge um die tragende Stute, ebenso um Alice, welche gewiss bei Marus Unterhaltung und Freude genoss, dennoch vermochte dies Leviathan nicht allzu sehr zu beruhigen. Es schien ähnlich seinem Vater und ihm zu sein oder aber seinem Lehrmeister und Leviathan, dass jener solche Sorge bezüglich der Schwarzen entwickelte. Rasch wandte er sich von jenen Gedanken ab, die ihn nur tiefer in ein Gewirr aus Sorge und Selbstzweifeln trieb. Neben der Sorge an Alice und auch Akira hatte sich nun ebenfalls eine aufkeimende Sorge zu Persephone und deren Tochter gesellt, ebenso zu Aphrodite und deren ungeborenes Fohlen. Leise seufzte er auf, ehe er dem Leithengst leise antwortete.


» Auch hier kann ich lediglich veruten, er stieß gemeinsam mit Aphrodite zum Fluss. Sofern ich mich nicht verhörte, hieß er Lean on Pete oder etwas Ähnliches. «

Wenig später nahmen ihn erneut jene ungewohnten Regungen der tiefen Sorge gefangen, sodass er schlussendlich resigniert aufseufzte und erstmals dem Gefühl denn dem Verstand nachgab. Schließlich war es jener Verstand, welcher ihm riet, es dabei zu belassen, zudem nicht einzig er fähig wäre, ein Fohlen zu verteidigen. Doch eben dieser Gedanke schürte die Sorge zunehmend. Beide waren ungewöhnlich lang fort.

» Moonlight, womöglich maße ich mir nach diesem Vorfall zu viel an, dennoch möchte ich Euch darum bitten, mich Persephone und Sunbeam suchen zu lassen. Es scheint mir ungewöhnlich, dass beide so lange Zeit fort bleiben, wo gewiss lediglich Kräuter die eine und die Mutter die Andere gelockt haben. «

Aus dunklen, ernsten Augen blickte er auf den rappenen Leithengst hinunter, der dicke Schopf verbarg zum Teil den leicht gerammsten Pferdekopf, dessen Nasenrücken eine weiße Blesse zierte. Es erschien recht seltsam, dass ausgerechnet der sonst eher reservierte, distanziert wirkende Shire Hengst nun ausgerechnet Sorge verspüren sollte - doch die Zeit in jener Herde hatte mehr als nur seinen Blickwinkel verändert.





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Sisco
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BeitragThema: Re: Kapitel 3: Fruehling & Freude   Fr Dez 09, 2011 9:46 pm

Der schwarze Hengst ging mit gesenkten Kopf dicht am Waldrand entlang. Sein Schopf fiel ihm über die dunklen Augen so das ihre Kälte nicht erkennbar war. Dennoch gab es ihm eine wohl nicht besonders vertrauenswürdige Erscheinung. Sein Körper schon jetzt von Narben gezeichnet obwohl er erst zarte 3 Jahre jung war. Doch nicht nur diese Verbergen sein wahres Alter, auch sein Körperbau, stahlharte Muskeln von den vielen Kämpfen mit diversen Raubtieren. Nur wenige waren von Pferden. Von drei Pferden wohlgemerkt. Nur wegen ihnen hatte er das harte Training auf sich genommen. Dieses Training... es war noch nicht beendet. Noch lange nicht. Die Suche nach einem Lehrmeister nahm den großteil seiner Zeit in anspruch. Keinen gab es den er für fähig gehalten hätte, es gab auch keinen der ihn gewollt hätte. Sisco war jung, gezeichnet, ein Ausenseiter. Nur diese drei Hengste waren daran schuld. Aber was brachte es sich jetzt darüber aufzuregen? Nichts, aus diesem Grund verbannte er diesen Gedanken fürs erste aus seinem Kopf.

Die Schritte des Hengstes verlängerten sich, taktrein und erhaben, wie es sich für einen Friesen gehörte. Sein Kopf war nun ganz zum feuchten Boden gesunken. Die dunklen Nüstern suchten ihn nach einem Geruch ab, ein Wesen für sein Training oder ein Pferd. Es war ihm gleich. Bei Beiden käme er zu einem Ergebniss. Und tatsächlich, ein Hauch mehr war es nicht, und doch unverkennbar ein Pferd. Jedoch keines welches ihm bekannt vorkam. Wenig später drangen noch mehr Gerüche von Artgenossen an seine Nüstern. Er schnaubte sie wieder aus und hob seinen Kopf. Sisco hatte nun ehrlich gesagt wenig Lust auf eine ganze Herde zu treffen. Er blieb stehen und heftete den Blick auf die Bäume neben ihm. Sie wirkten bedrohlich, als würde darin der Tod warten. War es der den er suchte? Kein Geruch deutete darauf hin. Und wenn doch dann wären diese Pferde bereits tod. Jedoch war dies hier bestimmt nicht das Reich der drei Friesen die seinen Hass auf sich geszogen hatten. Wenn er sich recht erinnerte sollte hier irgendwo ein gefährlicher weißer Shire sein. Wie klein die Wlet doch war, sollte dieses Pferd hier in diesem Wald leben so war es dumm hinein zu gehen. Sisco war stark, mutig aber auch intelligent genug um zu sehen was schlau war und was nicht.

Gerade wollte er sich abwenden als ein lautes Wiehern erneut die Aufmerksamkeit auf den Wald lenkte. Allen Anschein nach gab es da drinnen eine angespannte Situation. Sollte er der Sache auf den Grund gehen? Es hörte sich nach einer Stute an, konnte er das schon allein als Grund nehmen nachzusehen? Vielleicht, sie könnte ein Fohlen haben und in Gefahr sein. Der Friese wägte die Situation kurz ab, ehe er beschloss der Sache auf den Grund zu gehen. Er hoffte das es sich hierbei nicht nur um reine Zeitverschwendung handeln würde wärend seine, mit üppigen Behang, geziehrten Hufe elegant einen Weg durch das Gestrüpp suchten. Möglichst ohne nachher hunderte von Kletten und Zweigen darin verhangen zu haben. Irgendwie schaffte er das auch, und so langsam wehte ihm der Wind den eindeutigen Geruch von Pferden zu. Er lief ihm direkt entgegen und war schnell in der Lage die Pferde zu sehen. Zwei Haflinger, wobei eines der Beiden ein Fohlen war, ein Marwari und... ein eindrucksvoller weißer Shire. Sisco blieb im Windschatten, sowie im Schatten der Bäume stehen um unentdeckt zu bleiben. Er wollte die Situation beobachten, wie sie sich entwickeln würde. Notfalls würde er, zum Schutz des fremden Fohlens, vielleicht einmischen. Aber das sollte sich erst zeigen.

[ geht am Waldrand entlang | denkt nach | hört ein wiehern | einige Meter entfernt von Rana&Co ]
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