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 Kapitel 3: Fruehling & Freude

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AutorNachricht
Akira
:: injured soul ::
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Alter : 20
Anzahl der Beiträge : 85
Umfeld : bei der Herde

BeitragThema: Re: Kapitel 3: Fruehling & Freude   Fr Aug 26, 2011 1:34 pm

Akira stand am Fluss. Sie lauschte auf das Rauschen und Plätschern des Wassers. Alles war so friedlich, dass man es eigentlich hätte genießen müssen. Die Przewalskistute konnte das nicht. Ihr war zu viel Schlechtes widerfahren. Sie hatte zu viel Schmerz, zu viel Trauer und dergleichen erlebt. Das Trauma und der Schock saßen tief, und es kam einem so vor, als ob sie nie wieder aus dem Trauma heraus aufwachte.
Mit leerem Blick schaute sie in die Welt, unerreichbar ihre Seele. Sie konnte und wollte nicht mehr. Akira senkte ihren Kopf, ohne mit einer Wimper zu zucken und ohne die Augen irgendwie zu bewegen. Ihr Blick war starr und leer, ihre Seele unerreichbar. Wahrscheinlich würde niemals jemand ihr Herz öffnen können, ihre Seele erreichen können. Das würde vermutlich niemand schaffen. Niemals.
Die Przewalskistute trank einige kräftige Schlucke, bevor sie sich dem Gras widmen wollte. Dann aber ließ sie es doch bleiben. Sie wollte nichts essen. Sie hatte ihren Appetit verloren. Doch tapfer rupfte Akira, entgegen ihres eigenen, nicht vorhandenen Willens, einige Grashalme vom Boden. Für das Fohlen wollte Akira es tun. Auch wenn es ungewollt war. Die Stute hob wieder ihren Kopf, stand nun in derselben Position wie vorhin auch. Leerer, verlorener Blick, unantastbare Seele. Gebrochener Wille. Geraubte Lebenslust. Akira atmete ruhig, als sie plötzlich zusammenzuckte. In ihrem Kopf tauchte ein Bild ihrer Vergangenheit auf. Akira schnaubte schwer, die Augen aufgerissen. Sie wollte davon nichts mehr wissen, wollte ihre Vergangenheit verdrängen. Erfolglos. Die Bilder verfolgten sie, ebenso wie die Stimmen in ihrem Kopf.
Die Falbfarbene senkte ihren Kopf, kniff die Augen zusammen. Diese Bilder und Stimmen bereiteten ihr fürchterliche Kopfschmerzen. Tapfer setzte Akira einen Huf vor den anderen, und plötzlich stand sie im Fluss. Sie tauchte ihren Kopf in das kühle Nass, froh, dass die Kopfschmerzen gemeinsam mit den Bildern und den Stimmen abklangen. Erleichtert schnaubte Akira. Sie drehte sich um und lief aus dem Fluss heraus, dann schüttelte sie sich. Von den warmen Strahlen der Sonne trocknete ihr Fell schnell, und ihr wurde angenehm warm.
Plötzlich riss Akira den Kopf hoch. Die Stute spitzte die Ohren und sah angstvoll in die Richtung, in der die Lichtung gewesen war. Sie hörte etwas. Pferde, die über die Lichtung rannten. Akira konnte hören, dass die Pferde bockten und treteten. Hoffentlich wurde keiner verletzt. Auf einmal konnte Akira hören, dass Hufe irgendetwas streiften. Ein Pferd. War es nun verletzt? Die Stute hielt den Atem an. Ein weiteres Mal wurde ein Pferd getroffen, als die Hufgeräusche plötzlich verstummten. Mit einem dumpfen Aufprall endete das Ganze. Kurz hörte man Stimmen, als zwei Pferde plötzlich auf den Fluss zurasten. Akira geriet in Panik. Dann brachen zwei Gestalten zwischen den Bäumen hervor. Akira riss den Kopf hoch, mit vor Angst aufgerissenen Augen wich sie zurück. Zum Glück rasten die Pferde an ihr vorbei, dennoch ging Akira rückwärts, auf sichere Entfernung zu den beiden Pferden. Sie waren jung, das konnte man sehen. Der eine war ein Schecke, der andere, beziehungsweise die andere war ein Fuchs. Mit anderen Pferderassen kannte Akira sich nicht aus, auf jeden Fall hatten die Jungpferde etwas Arabisches in sich.
Akira wich weiter zurück, dann blieb sie stehen, und beobachtete das sonderbare und interessante Verhalten der Jungpferde aus sicherer Nähe. Erst als die Fuchsstute vor ihr sich schüttelt und Akira ganz nass wurde, sah die Przewalskistute wieder mit ihrem leeren, verlorenen Blick in die für sie trostlose Welt.

[abwesend|trinkt, frisst etwas|bekommt Kopfschmerzen|geht Schwimmen|bemerkt Rocket und Dasher|gerät in Panik]
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BeitragThema: Re: Kapitel 3: Fruehling & Freude   Fr Aug 26, 2011 3:19 pm

When you feel like a wet dog - but Adrenalin flows through your body.. Mmmm -thats the best time in life


Schmerz, verwirrung und scham. Als dies durchflutete seinen Koerper als er sich auf den Weg zu der lathals lachenden Stute begab. Er hatte den Riesen einfach nicht gesehen! Es war nicht seine Schuld das dieses Ungetuem in seinem Weg gewesen war! Waere dasher groesser gewesen - davon ist er voellig ueberzeugt - dann waere die ganze Situation anders ausgegangen. Wahrscheinlich haette er diesen Goliath von Pferd einfach ueberrann, in Grund und Boden getreten, doch dasher war nunmal nur wirklich halb so gross wie dieser freak und diese tatsache Stimmte ihn mulmig, doch in Rockets naehe konnte man nie lange "mulmig" sein. Er sah sie ein letztes mal beschahmt und auch leicht verletzt an, doch dann Stimmte er in ihr lachen mit ein. Auf ihre Antowrt hin, was ihn geritten haette, antwortete er nun bloss mit:

"Mein Ego, was sonst?"

Und nun lachte er wirklich laut mit, seine Flanken begannen ebenfalls hoellisch zu schmerzen und Bou lehnte sich haltsuchend an die Rote, doch es half ihm nichts. Die wirbelte schon herumund galoppierte wie wild auf einen unsichtbaren - jedenfalls fuer ihn unsichtbaren - fluss hin. Doch da er sich an sie gelehnt hatte, fand er nicht so schnell halt und krachte zu Boden. Mit einem wildem Sprung war er jedoch wieder auf den Beinen und raste hinter Rocket her. Er streckte seine Beine so weit wie moeglich aus und lies seine Muskeln ihre volle kraft entfalten. Er liebte es so schnell zu galoppieren. Er liebte es seine Kraft zur schau zu stellen. dasher liebte es einfach, Jung zu sein und um nichts in der Welt wollte er diese tatsache aufgeben. Wiedereinmal in gedanken versunken, riss erst Rocktes Stimme in wieder in die Realitaet zurueck, frueh genug um ihm vor einer unliebsamen umarbung eines Baumstammes zu schuetzen. Es war ihm voellig egal das sie gewonnen hatte. Er wusste ja eh das er gewonnen haette. Und wahrscheinlich wusste sie das ebenso, deswegen schrie sie es ja so herum, damit es zumindestens die Anderen - ihm voellig schnuppe - hoerten und dachten, sie ware die Schnellste. Nun brach auch Dasher aus dem kurzen waldstueck hinaus und stuermte Boo hinterher. Die hatte sich schon in den Fluss geschmissen und trank in langen und durstigen Schueben. Aus den Augenwinkeln gewahrte der Junghengst eine aeltere Stute, eine Stute die er nie gesehen hatte. Die hatte ja einen Aphro!!! Doch er ignorierte sie fuer jetzt und sammelte seine Kraft fuer einen riesigen Sprung. Schon flog er durch die Luft, doch er hatte seinen Sprung falsch eingeschaetzt und nun flog er unaufhaltsam auf Rocket zu und ohne mit einem lautem keuchen krachte er in die Rote hinein. das wasser spritzte wie wild auf - als ob eine ganze Herde von Pferden hindurchstuermten - und Dasher wurde unter die wasseroberflaeche gesogen. Wild strampelnd und um sich tretend schaffte er es jedoch schnell wieder an die Oberflaeche und sprang - so gut es im tiefen wasser ging - zurueck zum Ufer. Dort stand er nun, keuchend und fuehlte sich wie ein begossener Pudel, doch es aenderte nichts an der tatsache, das das wasser wunderbar erfrischend gewesen war und das er sich nun lebendiger fuehlte den je. Pures Adrenalin floss durch seine Venen und er zitterte schon beinahe am ganzen Leib.



[beleidigt || hinter Rocket // kracht in sie hinein]

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Alice
:: Wonderland can wait ::
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BeitragThema: Re: Kapitel 3: Fruehling & Freude   Fr Aug 26, 2011 9:46 pm

"Sometimes the curiosity can kill the soul but leave the pain."

2 Stunden waren vergangen, seit die verletzte Przewalskistute zu der Herde gestoßen war. Nun befnd sie sich irgendwo in der Nähe des Flusses, zusammen mit Persephone, die sie hoffentlich gesund pflegte. Alice hatte die Fremde zwar stehen sehen, doch angesichts ihrer Verletzungen sorgte die Schwarze sich um die Stute. Im Moment konnte sie zwar gesund wirken, doch im nächsten konnte sie schon zusammenbrechen. Die Friesin wandte ihren Blick vom sanft schimmernden Fluss ab und blickte zu Marus neben ihr. Inzwischen standen sie alle eng beisammen, aus Angst vor Rana oder möglichen anderen Angreifern, die vielleicht Akira so zugerichtet hatten. Die Nähe würde sie am liebsten auskosten, doch sie bereitete ihr Angst, links von ihr stand ein Pferd, rechts von ihr ... auf der Suche nach einer passenden Ausrede blickte die Schwarze in den Himmel und sah die grauen Wolken aufziehen. Perfekt! Mit leiser Stimme wandte sich Alice an ihren Begleiter, suchte dabei den sanften braunen Blick des Fuchses:

" Marus, es sieht so aus, als würde es bald regnen. Sollen wir uns da hinten beim großen Baum unterstellen? "

Mit einer kaum sichtbaren Kopfbewegung deutete die Nachtschwarze auf einen größeren Baum der mittig des Lagers stand. Nicht zu weit am Rand, wegen den Angreifern, aber doch weit genug entfernt von der Gruppe. Ein Schaudern lief Alice über den Rücken, als sie die Berührung eines anderen Pferdes an ihrer Flanke spürte, jemand war wohl zu weit ausgerutscht ... . Als sie sich gerade umdrehen wollte und den Huf für den nächsten Schritt noch in die Luft hatte, spürte sie einen harten Aufprall an ihrem Körper. Erschreckt quiekte die junge Stute und wollte sich instinktiv umdrehen, geriet wegen mangelnder Koordination aber völlig aus dem Gleichgewicht und fiel einach um, als wäre sie vom Blitz getroffen worden. Die dunklen Augen der Stute waren panisch geweitet und sie ruderte mit den Beinen, um möglichst schnell wieder auf die Hufe zu kommen. Immer noch nicht hatte sie wirklich realisiert, was eigentlich passiert war. Schwer atmend rollte sie sich auf den Bauch, fühlte den Schmerz in ihrem Bauch und ihrem Rücken, dort wo sie gerempelt worden war und dort, wo sie hingefallen war. Ihr Blick irrte ziellos durch die Herde, bis sie zwei tobende Jünglinge im Visier hatte. Schnell begriff Alice, wer Schuld an diesem Übergriff gewesen war. Nicht etwa ein Raubtier, das die Friesin wegen ihrer Lahmheit schon längst getötet hätte, sondern ... Jungpferde. Die Nachtschwarze seufzte und versuchte runterzukommen, ihr Herz pochte gegen ihren Brustkorb und sie ließ sich eine Weile Zeit, um alles zu realisieren. Sie war gerempelt worden, von einem Junghengst, der nur halb so groß war wie sie und sie war umgefallen wie eine altersschwache Kuh. Wenn das kein Grund für die Herde war, sie zu hänseln. Ihnen wurde es ja schon fast auf dem Silbertablett präsentiert ... . Langsam richtete sich die Stute auf, fand zu ihrer alten Größe wieder und versuchte sich in einem tapfer den Lächeln, was kläglich scheiterte. Ihr Blick huschte zu Marus und sie stellte eine Frage, als ob ihr nichts passiert wäre. Schließlich war das die Einzige Möglichkeit, es irgendwie zu vertuschen, dass sie von .. einer halben Portion fast umgebracht worden wäre.

" I-ist alles in Ordnung ... mit dir Marus? "

Alice hatte den Schecken und das andere Jungpferd nicht kommen sehen und deswegen auch nicht bemerkt, ob sie Marus auch etwas angetan hatten. Sie hoffte, dass er zumindest weggeguckt hatte. Vor allem bei Marus wollte sie sich keinen Fehler leisten und ihren einzigen Freund verlieren. Wer waren diese Rüpel überhaupt? Alice schauderte es bei dem Gedanken, sie würden zur Herde gehören. Aber sie benahmen sich so, als würden sie schon immer dazugehören und schienen auch keinen Respekt vor anderen zu haben. Leviathan zum Beispiel. Mit einem riesigen, schadenfrohen Grinsen beobachtete Alice den Schecken, der völlig perplex von dem großen Shire abprallte. Für einen Moment hatte die Stute ihre kleine Peinlichkeit vergessen und meinte ohne einen Funken reue in der Stimme:

" Das geschieht ihnen mehr als recht. "


[ bei Marus / fragt / wird angerempelt / erschreckt sich & fällt um / schämt sich / versucht abzulenken / schadenfroh ]
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Leviathan
:: peccatum mortiferum - Todsünde ::
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BeitragThema: Re: Kapitel 3: Fruehling & Freude   Mo Aug 29, 2011 3:52 pm

    »Manchmal ist es klüger, den Verstand nicht zu nutzen. Denn manchmal kann er wahrhaft größeren Schaden anrichten, als körperliche Gewalt. Psychisch. Physisch. Seelisch.«

    In langsamen, erhabenen Schritten und dem dunklen, versiegelten Blick eines Admirals hielt der große Hengst noch immer auf den Fluss zu. Doch je dichter die stürmischen Jungtiere der verletzten Stute kamen, umso stärker wurde auch der Schritt des Shires. Obgleich ihn nichts mit dieser Stute verband, weder emotional, noch genetisch, war es ihr gegenüber doch ähnlich wie Alice. Wenngleich aufgrund längerer Aufenthaltsdauer sein Misstrauen der Schwarzen gegenüber ein wenig milder ausfiel als der Falbfarbenen gegenüber. Doch das würde sich sehr wahrscheinlich auch noch legen. So vermutete der Rappe zumindest.

    Wenig später erreichte er den Fluss, brachte seinen Körper zwischen Akira und die wild tobenden Jungpferde und spürte die Hufe dieser gefährlich dicht an seinem Körper entlang streifen. Man mochte sagen, was man wollte, doch mit jeder verbrachten Minute in Nähe dieser Wirbelwinde wurde sich Leviathan gewahr, dass ihnen sowohl Respekt, als auch Manier keinerlei Begriff war. Somit hieß es für ihn nun handeln. Kurz streifte sein dunkler, ernster Blick die Stute, zuckte über die nur leicht abgeheilten Schwellungen und Verletzungen an ihrem Körper und widmete sich nun wieder den beiden Jungpferden. Ganz gleich, dass sie jung waren und gewiss noch lernen mussten. Gab es keinen Lehrer, so würde dies gewiss nie geschehen. Das Resultat daraus stellten die Beiden bereits jetzt hervorragend zur Schau. Mit ruhiger, aber dunkler und weit tragender Stimme wandte er sich nun an die beiden Pferde, die Miene kühl und ernst, die Augen dunkel und mahnend.

    »Euch ist wohl nicht bewusst, dass dies bereits Gebiet einer Herde ist, Jünglinge. Sofern ihr also nicht mehr als nur Unfug anstellen wollt, tätet ihr gut daran, diesen Ort wieder zu verlassen.«

    Ob es nun die ernsthafte Ruhe war, die kühle Strenge oder aber die voluminöse und dunkle Stimmlage, dennoch vermittelte Leviathan unwillkürlich den Eindruck eines unbeugsamen Hengstes, dem Widerspruch in diesem Augenblick wohl keineswegs Willkommen war. Ebenso wenig wie diese beiden Plagegeister, schienen sie ohne Rücksicht auf Verluste zu agieren. In solch einem Moment - dem Moment, in welchem der ungestümen Jugend erstmalig Manier beigebracht wurde - lobte sich der schwarze Riese seine Masse und auch seine Größe. Sie wirkte imposant und durchaus einschüchtern. Doch ob er damit tatsächlich sehr weit bei diesen uneinsichtigen Jugendlichen kam, bezweifelte er tatkräftig.

    .o( Solch ein ungehobeltes Verhalten wäre nie denkbar gewesen! Entsetzlich, wie die Jugend heutzutage verroht ... »Lausche erst dem Lied der Bäume, ehe du ein Urteil über die fällst, mein Freund. Es könnte fatale Folgen mit sich ziehen.« ... )o.

    Die Worte seines Lehrmeisters ließen ihn reumütig eingestehen, dass wohl jedes junge Pferd zu viel Energie für den eigenen Körper besaß. Dennoch, ganz gleich, wie jung sie auch waren, innerhalb einer fremden Herdengemeinschaft ließ sich das nicht dulden. Ein kurzer Blick galt Alice, die zu seinem Entsetzen umgefallen war ob der ungewollten Attacke des jungen Schecken, doch nun stand sie wieder. Mit ernster Miene sah er sich nun nach Akira um, ehe er mit finsterer, kalter Miene auf Dasher und Rocket sah. Er war gespannt, welchen geistreichen Kommentar er dazu zu erwarten hatte.




[Nähe Fluss ;; Bei Akira, Dasher & Rocket ;; Spricht ;; Denkt]
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BeitragThema: Re: Kapitel 3: Fruehling & Freude   Fr Sep 02, 2011 11:27 am

»Pass doch auf!« »Ist doch langweilig!«

    im ersten Moment hatte sie sich ihrem Spiegelbild gewidmet, im nächsten Augenblick hob sie den Kopf und sah Dasher geradewegs auf sie zustürmen. Er spannte seine Muskeln, stieß sich ab und - flog! Fasziniert folgte Rocket diesem Sprung mit den Augen und registrierte viel zu spät, WO der Hengst landen würde. Mit einem vernehmlichen Krachen und lautem Stöhnen und Ächzen landete er auf der Roten, die unter Wasser gedrückt wurde und sich schmerzhaft den Kopf anstieß. Dann kam sie prustend wieder hochgeschossen und riss sich und Dasher dabei beinahe fast schon wieder von den Hufen. Himmel, was war das für eine Aufregung!

    Ausgelassen lachte sie, stemmte sich empor und schüttelte sich ausgiebig, ehe sie sich suchend in alle Richtungen nach Bou umsah. Sie erkannte das feuerfarbene, gefleckte Fell und machte einen plötzlichen Satz auf ihn zu, sprang ihn an und sprang wieder zurück, als wolle sie einen eigenartigen, rüpelhaften Tanz mit ihm durchführen. Lachend warf Boo ihren Kopf in die Luft, drehte sich in Wild-West-Manie halb um sich selbst und spritze ihren besten Freund dabei nochmals ordentlich nass. Natürlich absolut unabsichtlich ...

    »Und was sagt dein übergroßes Ego jetzt dazu, du Gipfelstürmer?!«

    rief sie lachend, keilte übermütig nach hinten aus und blieb überrascht schnaubend stehen, als sie das erste Mal richtig Akira gewahr wurde. Mit nachdenklich gerunzelter Stirn legte sie mehrmals den Kopf schief, betrachtete die falbfarbene Stute wie ein Insekt unter dem Mikroskop und schüttelte dann schnaubend den Kopf, während sie diesen wieder zurückzog. Ein eigenartiges Insekt. Sehr eigenartig. Egal.

    Sogleich sprang sie wieder herum, sah Dasher herausfordernd an und scharrte wild platschend mit dem Huf durch den Fluss, als sei sie der wilde Stier und Bou der Torero. Hießen die Dinger so? Kurzweilig abgelenkt erschrak sie zutiefst, als sie mit einem Mal den Schatten des gewaltigen Shirehengstes auf Dasher fallen sah und riss die Augen auf.

    'Verdammt noch mal, Rocket! Was bist du, ein Weichei oder ein Hengst! Nur Feiglinge zeigen ihre Angst!'

    schalt sie sich sogleich und war bemüht, selbstsicher aufzutreten. Sie reckte die Brust ein wenig, streckte die langen Beine dem Boden aus und hielt den Kopf bemüht weit oben getragen, doch wirkte es mehr wie die Tat, die sie tatsächlich war: Eine Verzweiflungstat. In der Hoffnung, niemand bemerke ihre plötzlich fehlende Selbstermutigung oder aber gar noch schlimmer, die aufkeimende Angst. Nur unter größter Kontrolle konnte sie ein Zittern der Beine unterbinden, trat wider aller Fluchtinstinkte zu Dasher und somit in die Nähe dieses Riesen. Sie sah an ihm vorbei, was nicht so einfach war, wie es klang, denn immerhin überbot er sie beinahe um das Doppelte und sah das Fell der Stute aufblitzen. Hatten sie ihr etwa etwas getan, überlegte Rocket, ehe sie den Gedanken verwarf. Iwo!

    »Ist das deine ... äh ... Eure Gefährtin?«

    fragte sie aufs Geratewohl, wohl mehr, um ein wenig abzulenken. Sie stupste Bou sachte mit dem Körper an, er sollte ihr verdammt noch mal helfen! Irgendwie!



[am Fluss ;; Unfall mit Dash ;; Will kämpfen ;; Leviathan ;; Angst]
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BeitragThema: Re: Kapitel 3: Fruehling & Freude   Sa Sep 03, 2011 10:13 am

Sometimes it doesn't help to be scared - push out your chest, make yourself big and face the damn fear

Dasher stand bloss da und sah zu diesem riesigen Kolossen hoch. Er konnte einfach nicht fassen wie ein Pferd SO groß sein konnte. Solche Größe sollte eigentlich verboten werden! Dasher war es nicht gewöhnt sich so kleinlich vorzukommen also hatte er keine Ahnung was er tun sollte. Er konnte ja schlecht weglaufen, das wäre wirklich das letzte, auch wenn sein ganzer verstand ihm zuschrie, er sollte sich aus dem Staub machen, so konnte er seinen Körper doch zu keiner einzigen bewegung auffordern. Er war wie gelähmt, zu Stein geworden, doch natürlich keineswegs vor Angst erstarrt. Dafür war Bou doh viel zu mutig! Dasher nahm das planschen hinter ihm wahr, spürrte einmal wie Rockets harten Hufe seinen Rücken streiften und wie sie ihn einmal kurz anrempelte und lachte. Er wollte ihr zurufen sich aus dem Staub zu machen, doch das wäre doch einfach nur lamm. Erst als der rießige, schwarze Hengst die beiden Ansprach, konnte dasher hören, das Boo endlich bemerkte, dass sie nicht alleine waren. Sie merkte wohl auch erst jetzt die kugelrunde, falbene Stute und schien enauso wie er eis uns eins zusammen zu zählen. hengste mochten es nicht wenn man ihre Gefährtinen belästigte, besonders nicht wenn diese Schwanger waren und dieser hengst schien etwas gegen die beiden Jpnglinge zu haben, also musste er wohl ihr Gefährte sein, doch trozdem sagte ihm etwas, das das einfach nicht sein konnte. Zu seiner erleichterung spürte er Rocket neben sich und als er auch noch ihre orte hörte, schöpfte er genug mut um seinen Feuergescheckten Körper aufzurichten, seine Brust aufzupumpen und seine wilden, organgenfarbenen Augen dem Blick des Riesen aufzuzwingen.

»Hey, dies ist ein freies Land! Wir haben doch keinem was getan, oder? Schillt mal ein wenig! Wir werden euch schon nicht umbringen! Und wie Boo schon sagt, falls die da hinten zu dir gehört, ich schwöre das wir ihr kein haar gekrümmt haben. Wir wollen nur unseren spaß! Und noch was, ich hab keinen Bock diesen Ort zu verlassen! Mir gefällt es hier. All diese Leckeren Apfelbäume, Wasser, wunderschöne Wiesen. Ich für meinen Teil hab keinen bock darauf diesen Ort zu verlassen, ob es dir nun passt oder nicht!«

Dashers Stimme, die ihm viel zu hoch vorkam, hallte vom Wasser wieder und seine leuchtend orangenfarbenen Augen schienen seine Worte zu bekräftigen, doch nun da sein aufgebrachter Wortschwall zu ende war, hatte er keine Ahnung was weiter passieren würde. Wenn er Glück hatte, dann war der Riese in Guter Stimmung und tat ihm nichts, wenn er jedoch in keiner guten Stimmung war, dann hatte dasher ein echtes problem. Jetzt musste er wieder auf Rockets beistand hoffen. jetzt musste sie mit dem reden weitermachen. Vielleicht konnte sie den Typen ja überzeugen. Und Dasher wollte wirklich niemandem wehtun, doch es war einfach so toll unter anderen Pferden zu sein. Es war einfach wunderbar sich die Möglichkeiten vorzustellen. So viele Pferde an denen Dasher und Rocket ihren Drang zum spielen, und Kräftemessen ausleben konnten, auch wenn der Shire nicht zu Bous favoriten Zählte. Außerdem schien er nicht wie der leithengst der herde zu sein. Er hätte das sonst hinzugefügt. Wohl eher der beschützer, was Bou wirklich gut verstehen konnte. Außerdem hatte der Feuerschecke noch einen ganz anderen Wunsch.

Oo.Ich will nicht immer umherziehen müssen. Ich will wieder ein teil einer herde sein. Ich kann ja trozdem mit Boo herumtoben, aber es wird auch andere Pferde zum spielen geben. Ich kann mir sogar nen richtigen mentor suchen, der mir das Kämpfen beibringt. das wäre so toll! Und dann würden Rocket und ich wieder gehen, unsere eigene Herden zusammentrommeln und über das Größte Land herrschen und alle Pferde würden zu uns aufsehen. das wäre einfach nur total cool!.oO

[bei Boo & Leviathan ;; redet ;; denkt nach]
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Marus
:: Herzensbrecher ::
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Anzahl der Beiträge : 35

BeitragThema: Re: Kapitel 3: Fruehling & Freude   Sa Sep 03, 2011 11:25 am

Marus stand neben Alice und döste. Es war eigentlich ein recht schöner Tag. Die Vögel zwitscherten, die Blumen bedeckten die eigentlich saftig grüne Wiese. doch der Schein trügte. Sie standen recht eng beieinander, die Angst vor IHM war groß. Marus hatte ihn zwar noch nie zu Gesicht bekommen, doch das, was man ihm erzählt hatte, reichte. War er wirklich so unbarmherzig und ungnädig wie alle sagten? Wie konnte ein Pferd morden? Ein Schauer lief ihm über den Rücken, als ihm einfiel, dass der Marwarihengst Stormbreaker genau dasselbe getan hatte. Davon zeugten die immernoch vorhandenen, aber schwach schimmernden Blutflecken auf dessen schwarz-weiß-gefleckten Fell.
Marus schüttelte sich, dann bemerkte er Alice´ Blick auf ihm. Er drehte seinen Kopf und sah zu der großen imposanten Friesin auf. Sie schien sich hier in der Enge und Gemeinschaft der Herde nicht sonderlich wohlzufühlen. Das konnte der kleine Fuchshengst an ihrer Frage merkten. 'Marus, es sieht so aus als würde es bald regnen. Sollen wir uns da hinten beim großen Baum unterstellen?' Marus sah zum Himmel auf. Einerseits hatte Alice recht, am Himmel zeigten sich langsam kleine graue Wolken, die sicherlich bald auch den Regen hierherbringen würde. Andererseits wollte Alice scheinbar von hier weg, zumindest weg aus dieser Enge. Marus fühlte sich auch nicht sonderlich wohl, er neigte zu Platzangst. Also nickte er Alice zu.

"Von mir aus. Du fühlst dich nicht sonderlich wohl hier in dieser Enge, oder?"

Marus legte den Kopf schief und lächelte sie an. So erging es ihm doch auch. Er fand die Gequetschtheit in dieser Herde nicht sonderlich berauschend, also war es ihm ziemlich recht, dass Alice ihn das gefragt hatte.
Er wollte aber noch auf die Reaktion von Alice warten, und so verlagerte er sein Gewicht von dem rechten Hinterbein auf das linke, wobei er das rechte entlastete und angewinkelt ließ. Wenn ihn jetzt jemand schubsen würde, würde er höchstwahrscheinlich umfallen. In dieser Position dauerte es, bis man sein Gleichgewicht wieder gefunden hatte.
Der Fuchs ließ entspannt die Ohren zur Seite fallen und die Unterlippe hängen. Bis auf die Enge und den wenigen Platz, den er momentan hatte, gefiel es ihm sehr gut.
Dann bemerkte Marus, dass Alice sich umdrehte und tat er ihr gleich. Doch plötzlich, Marus hatte noch ein Vorderbein in der Luft für den nächsten Schritt, streifte ihn etwas an der Flanke. Es war nicht sehr fest gewesen, und doch genug, um den Fuchs umzustoßen. Marus strauchelte, schließlich fiel er um und lag kurz auf dem Rücken, wo er panisch mit den Beinen ruderte und strampelte. Sein hoher Widerrist ließ aber nicht zu, dass er so liegenblieb, und Marus kippte auf die Seite, die Hufe direkt neben der ebenfalls am Boden liegenden Alice. Marus setzte seine Vorderhufe auf und zog sich mühsam hoch, der Schock hatte seine gesamte Kraft genommen. Er stand aufmerksam da und blickte um sich. Seine Befürchtung, dass der vermeintliche Angriff von einem vermeintlichen Feind stammten, lösten sich in Luft auf, als er zwei tobende Jungpferde entdeckte. Sie jagten und buckelten und ärgerten sich gegenseitig. 'Oh je, für sowas bin ich zu alt', dachte der kleine Hengst und beobachtete mit Schadenfreude, wie die kleinen Mistviecher in den riesigen Shire Leviathan hineinkrachten.
Marus lachte, dann sah er, dass Alice auch wieder auf den Beinen stand. Besorgt fragte sie ihn nach seinem Wohlbefinden.

"Ja, mir geht es gut. Haben sie dich auch erwischt?"

Marus log. Seine Flanke schmerzte etwas von dem Schlag, den sie abbekommen hatte. Es waren eindeutig Hufe gewesen, die ihn da getroffen hatten. Da war er sich ganz sicher.
Mit geweiteten Augen sah er, wie die jungen Araber sich von ihnen entfernten und in Richtung Fluss rannten. Gut, dann waren sie die beiden weinigstens los. Halt. Am Fluss war doch diese verletzte Przewalskistute. Marus klappte die Kinnlade herunter. Erleichtert sah er, wie Leviathan, der sich bei dem Unfall mit ihm kein Bisschen gerührt hatte, in Richtung Fluss lief. Gut, dann war Akira wenigstens sicher.

"Gut, Leviathan guckt nach den Beiden. Gehen wir zu dem Baum?"

Er sah Alice an, die sichtlich immer noch unter Schock stand. Er bedeutete ihr, mitzukommen und entfernte sich zu dem Baum, den Alice gemeint hatte.

[b]"
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Akira
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BeitragThema: Re: Kapitel 3: Fruehling & Freude   Sa Sep 03, 2011 5:37 pm

Akira stand wie gelähmt da und sah den beiden tobenden Jungpferden zu, wie sie rangelten. Die Przewalskistute hatte Angst, panische Angst. Angst. Was war das? Eines der wenigen Gefühle die sie noch empfinden konnte. Angst, Trauer, Einsamkeit. Das war´s. Keine Freude. Keine Wut. Niemals mehr würde sie diese Gefühle empfinden können. Die Ereignisse der letzten Wochen hatten ihr hart zugesetzt. Ihre Welt war trist, einsam, kalt. Nicht mehr als ein Film, den sie sah. Akira nahm nicht mehr richtig am Leben teil. Sie lebte es nicht. Sie sah lediglich zu.
Und das im Moment war wie ein Film, ein schlechter Film aus billiger Produktion. Auch wenn Akira mit dem Wort Film nichts anfangen konnte, sie hatte es schon oft gehört und wusste in etwas was es bedeutete. In ihrem damaligen Herdenleben, ein Leben, in dem sie noch nicht bei der Hengstherde gewesen war, hatte sie viel mitbekommen und war die Labertasche schlecht hin. Die Erfahrungen in den letzten Wochen hatte ihren Charakter verformt.
Akira blickte teilnahmslos in die Gegend. Ledglich das Geschehen vor ihr bekam sie mit. Mit leerem Blick, in dem aber ein riesiger Schuss Panik und Angst lag, beobachtete sie das ganze Geschehen. Die beiden erinnerte sie an die Hengste. Cooper und seine Kumpanen, sie waren genauso gewesen, hatten sich fast genauso verhalten. Wild, unzähmbar. Ein einziger Hengst war damals normal gewesen, hatte sich Akira gegenüber normal verhalten. Shamal war nett gewesen, hatte sich mit Akira angefreundet. Akiras einzigster Funke Hoffnung in dieser verlorenen Zeit. Aber Shamal hatte niemals in diese Gruppe gepasst, Shamal hatte anders ausgesehen. Der Hengst selbst hatte damals gemeint, er sei ein 'Arabisches Vollblut'. Daher konnte Akira deuten, dass die beiden tobenden Jungpferde vor ihr ebenfalls Araber waren. Aber sie waren nicht so wie Shamal es gewesen war. Shamal hatte sie beschützt, beschützt vor diesen teuflischen Hengsten. Anfangs. Cooper hatte das nicht gut gefunden, und kurzerhand hatte er Shamal umbringen lassen. So war die Welt der Przewalskis nunmal. Przewalskis waren aggressive, unbändige Pferde. Kaum ein Mensch hat es geschafft, ein Przewalski zu zähmen. Wegen ihres unbändigen Willens. Diesen Willen hatte Akira verloren. Dank diesen dummen Hengsten.
Abrupt wurde Akira aus ihren Gedanken gerissen, als ein mächtiger, schwarzer Shire vor ihr begann zu sprechen. Wo um alles in der Welt war er hergekommen? Akira hatte ihn vorher nicht einmal bemerkt. Achso, sie hatte ja nachgedacht.
Prompt kam auf die Worte des Shirehengstes eine sehr verzweifelt klingende Antwort der jungen Fuchsstute. Sie hatte mittlerweile aufgehört zu rasen und zu treten und stand nun dem großen Shire gegenüber. Sie bezeichnete Akira doch tatsächlich als Gefährtin des Shires! Doch die Przewalskistute konnte sich drüber nicht aufregen. Ihr fehlte die Emotion Wut.
Nach einer kurzen stillen Pause, begann der feuerrote Scheckhengst neben der Stute zu sprechen und beklagte sich darüber, dass der Shire etwas gegen ihr herumtoben hatte.
Akira setzte einen Huf nach vorne, zog ihn aber sofort wieder zurück. 'Nein Akira, du schaffst das, du kannst das, du hast Mut!' Die Stute kniff die Augen zusammen und öffnete sie kurz darauf wieder. Sie machte einen Schritt nach vorne. Und noch einen. Und irgendwann stand sie kleinlich neben dem imposanten Shirerappen. Akira sah zu ihm auf und öffnete das erste mal seit sie hier in dieser Herde war ihren Mund.

"Ä-ä-äh...Herr Shi-ire...diese...Pf-pferde haben mir...nichts geta-an."

Akira hatte dieser eine Satz eine Menge Überwindung gekostet. Zum ersten Mal seit langem war sie wieder Stolz auf sich. Sie hatte sich getraut, mit jemandem zu reden, jemanden anzusprechen. Es war ein Riesenschritt für sie. Nun stand sie weiterhin mit gesenktem Kopf und hängenden Ohren gegenüber von den zuvor noch tobenden Jungpferden. Sie waren größer als Akira, und so fürchtete sie sich vor ihnen, ebenso wie vor dem riesigen Shire neben ihr.

[denkt|hat Angst|neben Leviathan|traut sich ihn anzusprechen]
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BeitragThema: Re: Kapitel 3: Fruehling & Freude   Mo Sep 05, 2011 2:38 pm

»Ich habe keine Angst! - Lass uns ... etwas weiter weg spielen.«

    Erleichterung durchströmte die Fuchsstute in ihrer reinsten Form, als Bou neben ihr endlich begriff, was sie von ihm verlangte. Ungern gestand Rocket sich eigene Schwäche ein, doch gegenüber ihres besten Freundes - und auch nur einzig ihm gegenüber - ließ die Schmach ein wenig nach. Aber nun einmal auch nur ein klein wenig. Ein stolzer Junghengst fürchtete sich doch nicht vor einem Fremden!

    'Das lässt sich so einfach sagen ...'

    dachte sie zweifelnd und warf einen respektvollen BLick auf die unglaublich großen Hufe des Hengstes. Ein einziger Schlag und Boo´s Kopf wäre zermalmt wie ein kleines Gerstenkorn. Sie schluckte mühsam, reckte jedoch ihren Kopf ei wenig höher und versuchte so, ihre aufsteigende Angst zu kompensieren. Ein toller unerschrockener Junghengst war sie!

    Dann jedoch veränderte sich die Situation mit einem Mal. Bou sprach schrill, auch er schien gehörigen Respekt zu besitzen und ein wenig erleichtert ob dieser Beobachtung drängte die Rote sich etwas dichter an ihren gescheckten Freund. Gemeinsam sind wir stark! Als sie nun den noch immer ruhigen, aber erschreckend ernsten Ausdruck der dunkelbraunen, fast schwarzen Augen auf sich ruhen spüre, setzte sie zum Sprechen an, doch verließ sie unter dieser genauen Beobachtung kurzweilig der Mut. Dann spürte sie jedoch das warme Fell Dashers an ihrem eigenen Körper und beinahe explosionsartig erwachte ihr leichtsinniger Mut. Sie machte einen kleinen Schritt nach vorn, blickte ein wenig unsicher zum Shire auf und holte dann einmal tief Atem. Ihre Flanken wölbten sich, ehe sie endlich die richtigen Worte - für sie waren es zumindest die richtigen Worte - fand und aussprach.

    »Genau! Nur weil wissen, wie man Spaß hat und ihr nicht den Mut dazu findet, müsst ihr euren Frust doch nicht an uns auslassen. Außerdem hat Bou Recht; hier steht nirgendwo, dass dieses Land der Herde der Mürrischen Pferde gehört.«

    Okay, vielleicht war sie ein wenig zu weit gegangen. Aber nur ein klein wenig! Der Blick des Rappen wurde beinahe noch dunkler, obwohl es eigentlich nicht mehr möglich sein sollte. Rocket wich wieder zurück neben Dasher und spürte ihr Herz wild gegen das Brustbein klopfen. Immer wider, Bumm bumm, Bumm bumm. Als wolle es ihr beweisen, dass sie wirklich leichtsinnig gehandelt hatte. Aber hey, ein Leben ohne Risiko war ja langweilig, nicht wahr?!

    'Herr ... Shire? ... Was ist DAS denn bitte?!?'

    Die augenblickliche Verblüffung über die Worte der kleinen Falbstute war weit größer als sie momentane Angst eben dem Hengst gegenüber. Wenn sie auch noch immer präsent war. Offensichtlich verwirrt blickte sie erst in Dashers orangene Augen, dann in die des Hengstes, welcher seinerseits allerdings die Stute musterte. Irgendwie hatten sie sich gerade verhaspelt. So kam es Boo zumindest vor. Kurz blickte sie Akira an.

    'Na, mit der werden wir wohl bestimmt keine große Freude haben ... und an diesem wichtigtuerischem Riesen auch nicht ... ist es denn zu viel verlangt, ein wenig mehr Spaß im Leben zu haben?! Immer nur rumstehen und fressen ... wie langweilig! Das ätzt doch!'

    Aufgrund dieser Gedanken wieder etwas mutiger, schnaubte sie, stieß Dasher kräftig gegen die Schulter und wollte sich eben wieder umdrehen, um diese ganze Sache einfach fortzuschweigen, als der Shire sich zu Wort meldete. Auf seine Worte allerdings fand Rocket dieses Mal keine gescheite Antwort.





[Bei Dasher, Leviathan & Akira ;; Unsicher ;; Spricht ;; Denkt nach]
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Leviathan
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BeitragThema: Re: Kapitel 3: Fruehling & Freude   Mo Sep 05, 2011 3:06 pm

»Erwartungen werden nur allzu oft enttäuscht. Demnach betrachte die Dinge lieber neutral und ohne Erwartung.«

    Noch immer regte sich kein einziger Muskel am Körper des massiven Hengstes, dessen dunkelbrauner Blick nun beinahe belehrend auf den beiden Jungpferden ruhte. Ob es nun lediglich ihrem Spaßerwerb diente oder aber schiichtweg der körperlichen Ertüchtigung, so hatten sie dennoch ein gewisses Maß an Vorsicht walten zu lassen. Denn das nichts geschehen war, ließ sich nur allzu leicht widerlegen.

    Nun jedoch entfloh den ungehörten Gedanken der Roten ein ebenso abstruser wie irrwitziger Gedanke und beinahe hätte der ernste Rapphengst trocken aufgelacht. Eine Gefährtin hatte er nie besessen und derweilen betrachtete er diesen Zustand keineswegs als negativ. Viel eher vertrat er den Gedanken, dass es durchaus angemessen war, wenn er seiner Aufgabe als Krieger nicht unnötig im Wege stand, indem er beständig Gedanken an eine schöne Stute verwarf. Es würde die eigene Konzentrationsfähigkeit nur unnötig einschränken. Dann jedoch erhob der Gescheckte die Stimme, erstaunlich hell und beinahe glaubte Leviathan, eine sachte Spur von Angst durchschimmern zu hören, doch beließ er es dabei. Der Sinn hinter seinen Worten entging ihm keineswegs und doch musterte er den Hengst nun beinahe geringschätzig.

    »Niemandem etwas getan ist wohl ein wenig übertrieben, Jüngling. Immerhin sind wegen eurer unvorsichtigen Keilerei zwei unserer Mitglieder verletzt worden, ob nun mit folgenschweren Schäden oder nicht ist dabei unerheblich. Und du irrst dich, wenn du glaubst, dies sei ein freies Gelände. Sofern es dir nicht aufgefallen ist, erhebt eine Herde Anspruch auf die Apfelbäume und seine Flüsse. Somit dürfte selbst dir sich die Erkenntnis eröffnen, dass somit Äpfel, Wasser und ja, auch Gräser und umliegende Bäume dem Schutz dieser Herde unterstehen. Und somit durchaus als deren Besitz angesehen werden können.«

    Nun erstarb seine Stimme, die großen, dunklen Ohren drehten sich auf die nähere Umgebung, um notfalls reagieren zu können, sollten sich unbemerkt Feinde herangeschlichen haben. Kurz darauf lenkte der kleine Gescheckte nochmals seine Aufmerksamkeit auf sich, indem er mehrmals betonte, er wolle diesen Ort nicht verlassen. Ein leises Lächeln flog kurz über sein Gesicht, erhellte die grimmigen, ernsten Züge jedoch nicht wirklich, ehe er darauf hin erwiderte

    »Nun, das ließe sich regeln. Schließt euch dieser Herde an und ihr werdet Äpfel und Fluss nicht mehr missen müssen.«

    Aus dunklen, ernsten Augen sah er auf Dasher und Rocket, nieder, als sich mit einem Mal Akira neben ihn schob. Ängstlich, scheu und beinahe, als sorge sie sich, dass man aufgrund ihres Einwurfes eine neue Strafe einführte, eigens für sie. Leviathan schnaubte leise, nickte und blickte der Falbstute schweigend in die Augen. Er begriff, dass die beiden Jünglinge ihr körperlich nichts angetan hatten, psychisch jedoch zutiefst verschreckt haben mussten. Sein breiter Kopf wendete sich erneut den beiden Jungtieren entgegen und dieses Mal blickte er voller Grimm auf sie nieder. Es waren nicht einzig die Worte, die dem Maul der Fuchsstute entflohen, als auch vielmehr die Umstände, unter welchen sie zu ihnen gestoßen waren. Rücksichtslos und vollkommen verantwortungslos. Ganz Jungpferd nun einmal.

    »Spaß zu haben verstehen wir durchaus, doch anders als euch ist uns die Gesundheit und das Wohlbefinden anderer Mitpferde wichtig. Und nein, ein Schild wirst du nicht finden, aber nenne mir eine Herde, in welcher du ein solches findest.«

    Sie schwieg, sah geschlagen zu ihm auf und Angst schimmerte in ihren dunkelbraunen Augen, dass Leviathan selbst an seinen harschen Worten zu zweifeln drohte. Hatte er am Ende zu viel Ernst und Logik walten lassen? Nun, es war wohl nie früh genug, um die ersten Lektionen des Lebens zu lernen.

    »Euch ist wohl keineswegs bewusst, welcher Gefahr ihr euch und auch dieser Herde hättet aussetzen können. Der Lärm, den ihr im Spiel macht, könnte Raubtiere anlocken, von deren Existenz ihr nicht einmal zu träumen wagt.«

    Ein weiterer Blick galt den beiden Jungpferden, dann Akira und schlussendlich sah er nochmals aus dunklen, ernsten Augen auf beide hinab. kurz darauf senkte sich der breite Kopf und in langsamen, wohldosierten Zügen trank er aus dem Fluss. Leviathan blickte auf sein verzerrtes Spiegelbild und fragte sich zugleich, wann er zum ersten Mal ähnliche Worte gehört hatte. Beunruhigt bemerkte er, dass er sich daran kaum noch erinnern konnte - in einem Leben von beinahe zwölf Jahren.




[Am Fluss ;; Bei Akira, Dasher & Rocket ;; Spricht ;; Innerlich aufgewühlt]
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Lean on Pete
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BeitragThema: Re: Kapitel 3: Fruehling & Freude   Mo Sep 05, 2011 3:24 pm


"Wenn der Mensch irgendwann einmal einen Fehler macht ...
Wird er das jemals zugeben?"


Die harten, eisigen Tage des Winters waren mittlerweile vorbei. Und der Rappe war froh darüber. Seit kanpp zwei Monaten lief er nun schon durch dieses Land, zwar in Freiheit, aber geplagt von den Schmerzen in seinem linken Vorderbein und der ewigen Abweisung durch die fremden, wilden Herden. Wie gerne würde er mit einem von ihnen ziehen. Mit ihnen durch die Wildnis streifen und für sie kämpfen. Mit ihnen Leben und vielleicht endlich irgendwo Freunde finden, denen er wirklich vertrauen konnte. Die ihn nicht im Stich ließen. Die ihn nicht auslachten. An die Liebe, glaubte Lean on Pete schon längst nicht mehr. Warum sollte er auch.

Mittlerweile war der Frühling angebrochen und mitihm schöpfte der Fünfjährige wieder Hoffnung. Vielleicht, ja ganz vielleicht, fand er ja nun jemanden der mit ihm reisen würde. Denn der Schwarze hatte noch immer keinen Plan, wo er hingehen sollte. Er kannte weder diese Freiheit, noch diese Umgebung. Er hatte seit seienr Geburt in einem Stall gelebt, kaum Tageslicht gesehen, immer nur von Wiesen und der endlosen Weite der Prärie gehört. Nun stand er zwar mittendrin und doch war er nich viel glücklicher. Angst saß ihm noch imemr im Nacken. Angst, dass sie ihn suchen könnten, wobei er nicht allzuviel darauf gab. Sie waren vermutlich eher froh, dass sie ihn los waren. und doch war da standhaft diese Angst. Natürlich war er sich den Gefahren bewusst, die hier lauerten. Er hatte von wilden Pumas und Wölfen gehört, von Kojoten und Schakalen.
ergeben schnaubte Lean on Pete. Was war er denn noch? er war ein verweichlichtes Hauspferd und mehr nicht. Der Glaube an sich selbst ließ immer mehr Zweifel offen, immer mehr Fragen drangen in sein Bewusstsein und immer deutlicher wurde ihm, das er doch im Prinzip rein gar nichts erreicht hatte in seinem Leben. Er konnte zwar erzählen, von den Rennen, von den atlethischen Pferden, aber er selbst, war er je erfolgreich gewesen? Darüber schwieg der Hengst sich aus.

Die helleren Nüstern blähten sich. Der Wind brachte eine neue Brise, eine Brise, die wieder von Hoffnung sprach. Aber langsam glaubte Lean on Pete nicht mehr an Hoffnung. In seinem Blick lag das Gebrochene, das Anteilnamslose, das er seit langer Zeit mit sich herumtrug. Von Liebe hatte er nie etwas erfahren. Doch nun hob er den Kopf, wenn auch langsam. Die kalten tage hatten an seinen Kräften gezehrt und an seinen Flanken waren die tiefen Einrisse von Krallenspuren zu erkennen, die ihm ein Berglöwe zufügte. Im eisigen Winter. Das Tier hatte vermutlich genauso gehungert wie er selbst.
Nun war er an einen Wald gekommen und seine Ohren vernahmen Stimmen. Das Wiehern von Pferden, ihr ruhiges Schnauben und seine Nase sagte ihm, dass sie hier Rast machten. Erneut lief es ihm kalt den Rücken hinunter. Ein Schauer legte sich auf ihn. Dort waren Pferde, der Schutz einer Herde, denn obwohl er niemals zuvor frei gewesen war, sagte ihm sein Instinkt, dass ihm nur eine Herde Schutz bot. Zögerlich ging Lean on Pete in die Richtung, in der er die Pferde glaubte.
In dem Schatten der Bäume blieb der entkräftete und ausgemergelte Hengst stehen. Der Wind hatte gedreht und sein Geruch wehte zu diesen hinüber, doch der Rappe merkte dies nicht. Er sah auf das Treiben. Dort war ein mächtiges Shire Horse und zwei Jungpferde, sowie eine Przwalskistute. Sie schienen in ein Gespräch vertieft zu sein und so blieb Lean ersteinmal ruhig.

    oO( Was wenn sie mich sofort abweisen? Sie sind wild. Ich bin ein Hauspferd. Vielleicht ist es vergebene Hoffnung immer noch darauf zu vertrauen, dass ich irgendwann, irgendwo eine Bleibe finde. Del hatte recht, ich habe schon längst den Willen verloren und damit kann ich nicht mehr siegen. Nie mehr. )Oo

Er hob die trüben Augen und sah die Pferde wieder an. Mittlerweile war er aus dem Schutz der Bäume herausgetreten, doch die Sonne warf noch immer mit den hoch aufragenden Bäumen Schatten auf ihn, die ihn zu verschlucken schienen. Sein schwarzes Fell tarnte sich perfekt darin.
Lean on Pete blieb stumm. Wartete auf Verachtung, Abscheu und Hass. Die üblichen Reaktionen auf seine Ankunft. Manchmal dachte er über Selbstmord nach.

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Aphrodite
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BeitragThema: Re: Kapitel 3: Fruehling & Freude   Mo Sep 05, 2011 4:33 pm

A mother could never hate a child - it is against her nature


Aphrodite hatte sich nach dem ganzen Aufruhr mit Persephone zurückgezogen und hatte sich leise mit ihr Unterhalten. Es war zwar oft schwierig sich auf längere Gespräche mit dieser Jungen Stute einzulassen, doch dann musste sich die Leitstute doch immer wieder in gedächtniss rufen, dass diese Haflingerstute eine Mutter war und dazu auch noch eine hervorrangende Heilerin. Aphrodite seufzte, wärend sie Perse zuhörte, die über die neue Stute sprach. Erst bei ihren Letzten Worten blickte sie auf.

Oo. "Vieleicht finde ich sogar Hollunder. Du und Akira können davon etwas vetragen, besonders falls ihr schmerzen in Rücken bekommt. das kann man ja nur zu gut verstehen! Im Wald finde ich diese Sachen bestimmt!" .oO

Sofort horchte Aphrodite auf. Sie wollte nicht das perse wieder in den Wald ging! besorgt sah sie auf die störische Heilerin herab und musterte sie voller besorgniss. Doch sie musste zugeben, sie konnte Persephone nicht daran hindern ihren Pflichten nachzugehen. Sie sollte jedoch bloss vorsichtig sein.

"Na schön, es könnte wirklich nicht schaden. Mein Rücken bringt mich langam wirklich um! Aber um Himmels willen, se vorsichtig und falls du glaubst, nichtmehr allein zu sein, dann bitte, bitte komm wieder zurück und lass was auch immer dort ist dort."

Aphrodite musste nicht hinzufügen, was sie damit meinte. Die Heilerin wusste das sie sich in Acht vor ihm nehmen musste, doch etwas zu wissen und das zu tun was man tun sollte, das waren zwei verschiedene paar Schuhe, welche die heilerin wohl nur zu gerne verschwechseln würde. Aber schon hatte sich Perse umgedreht und bewegte sich leise aber unaufhaltsam auf den Wald zu, die kurzen Beine bewegten sich so schnell sie vermochten. Die Leitstute wollte sich schon seufzend wegdrehen, als sie ein Ohrenbetäubendes Wiehern vernahm und im nächsten Augenblick brachen zwei ungeheuer wilde Jungpferde aus dem wald hervor und begannen im wilden Spiel um sich zu tritten. Erstaunt und auch leicht verängstigt sah sie Schimmlin den beiden zu und konnte sich nicht bewegen.

Oo. Nicht das auch noch! Was habe ich getan? Wie habe ich das verdient? Kann ich den nicht einmal eine Pause haben? Nur eine kurze Pause? .oO

Ergeben beobachtete sie weiter, wie die beiden Jungpferde sich austobten und sah dann wie die beiden auf den Fluss zuhielten. Erleichtert sah sie, wie leviathan sich auf den Weg zum Fluss machte. Vielleicht sollte sie ihn ja auch einfach nur machen lassen. Sollte er sie doch verscheuchen! Doch gleichzeitig sickerte auch wieder ihr Mutterinstinkt hindurch und sie konnte es nicht ertragen diese beiden Jungen Pferde wieder wegzuschiecken, also machte sie sich im langsamen Trab auf, um sich der kleinen Gruppe anzuschließen, die sic hinter einen Dünnen Wand von Bäumen verbarg, doch kurz bevor sie auf die anderen traff, bemerkte sie wie sich etwas im Wald bewegte und die Schimmlin zuckte zutieft erschrocken zusammen. Doch als sie genaue hinsah, wurde ihr bewusst das es nur ein zutiefst armselig dreinschauender hengst war. mit einem unsicheren lächeln bewegte sie sich langsam auf den dunklen hengst zu und kam schließlich vor ihm zu stehen.

"Hallo, mein Name ist Aphrodite. Ich bin die Leitstute dieser Herde. Dürfte ich erfahren wie du heißt und was dein begehrt ist? Es wäre jedoch schön wenn du mir das unterwegs erzählen könntest. Wir haben ein klize kleines Problemchen mit zwei Jungen. Dem muss ich mich halt kurz annehmen."

Angy lächelte dem hengst halbherzig zu, wärend sich etwas in ihrem Kopf festhackte. Ein wildes Pferd wäre sofort zu ihr oder Moonlight gekommen, hätte sie sofort als die Leittiere erkannt und wäre nicht im Wald geblieben. Das musste wohl ein menschenpferd sein! Doch Angy tat so als ob sie es garnicht bemerkte und sh den Rappen bloss erwartungsvoll an, bevor sie ihm wieder zulächelte und ihm signalisierte, ihr zu folgen. dann drehte sich die Stute um und trabte so schnell es bei ihrem Körperumfang nunmal ging, zu den Pferden. Sie hörte nur den Letzten Teil ihrer Rede, also stellte sie sich bloss neben den trinkenden leviathan und schaute streng auf die beiden Jungpferde hinab.

"Na ihr Beiden? Ihr habt ziemlich einen wirbel in meiner herde verursacht! Es war wirklich ungezogen von euch, unseren armen Marus und unserer armen Alice wehzutun! das war äußerst unhöfflich! Euch beiden müssen wohl wieder einmal ein paar Manieren eingebleuht werden! leviathan ist perfekt dafür. Und wie er schon sagte, wenn ihr bleibt, dürft ihr von unseren Apfeln essen und von unserem wasser trinken, wenn ihr euch uns jedoch nicht anschließen wollt, werden wir euch leider fortschicken müssen."

Aphrodites Worte waren Harsch, doch ihr Ton hatte einen liebevollen beiklang, wärend sie die beiden kleinen rebellen begutachtete.


[playt perse in den Wald hinein ;; bemerkt Bou & Boo ;; will hingehen ;; bemerkt Pete ;; spricht ihn an ;; geht zur kleinen Gruppe]


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Leviathan
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BeitragThema: Re: Kapitel 3: Fruehling & Freude   Mi Sep 07, 2011 12:34 pm

»Lausche dem Schweigen. Meist ist es wesentlich kräftiger in Sinn und Verstand, als einfache Worte es je sein können.«

    Noch immer ließ der große Shirehengst den schwarzen Kopf hängen, den dunklen Blick auf die sacht schimmernde Oberfläche des Wassers gerichtet. Nachdenklichkeit sickerte erstmals durch seine sonst so ernste, nichts sagende Miene hindurch und zaghaft brach sich Beunruhigung in intensivster Form durch ihn hindurch. Zu häufig hatte er sich in Jugendjahren von dieser leiten lassen, zu schmerzvoll waren die Erfahrungen gewesen, als dass er sich nun erneut erlaubte, die gleichen Fehler zu tätigen. Somit beließ er seine Gedanken dort, wo sie genügten: In Vergessenheit.

    Langsam, beinahe majestätisch hob sich der schwere, schwarze Kopf, dessen breite, weiße Blesse sich wie frisch gefallener Schnee aus dem Fell hervor tat und um Aufmerksamkeit heischte. Sie bot einen durchaus prachtvollen Anblick, reinweiß und angenehm breit, überzog sie weder eine klare, unsichtbare Linie und wahrte somit die Ästhetik des gesamten Gesichtes. Aber allzu genau hatte Leviathan diese Blesse nie studiert, zudem ihn die Äußerlichkeiten nur unwesentlich interessierten. War jenes Pferd vor ihm ein Kämpfer oder aber schlichtweg ein Späher, geprägt durch sehnige, lange Muskeln und Ausdauer, jedoch nicht Kraft. Einzig diese Aspekte interessierten den Krieger und einzig danach wollte er gehen. Doch dass dies nie allzu einfach wurde, wusste er bereits. Erfahrung und Vermutung.

    ' »Euch beiden müssen wohl wieder einmal ein paar Manieren eingebleut werden! Leviathan ist perfekt dafür.« ... Dies ist einzig Einem zu verdanken. Möge er in Frieden ruhen.'

    Die Worte der schneeweißen Leitstute riefen ihm Rappen verschiedene Reaktionen hervor. Zum einen gedachte er erneut seinem toten, aber zutiefst verehrten Lehrmeister. Ebenso sann er über dessen Methoden und auch Einstellungen nach, welche sich nur allzu häufig mit seinen eigenen Ansichten geschnitten hatten. Man mochte ihm erklären, wie es war, aber dennoch bezweifelte der stolze Rappe, dass diese beiden Jungpferde tatsächlich einmal seiner Ansicht sein sollten. Sie waren grundverschieden. Eventuell eine passende Konstellation, zudem er durchaus nach dem Kodex der Höflichkeit und Ehrlichkeit handelte, wenn auch recht häufig wesentlich einsiedlerischer. Leviathan besaß so seine Zweifel, ob dies tatsächlich der Wahrheit entsprach, was die Leitstute dort gesagt hatte.

    'Wie sehr wünschte ich, dass Ihr nun bei mir wäret, mein alter Freund. Wie sehr bräuchte ich doch nun Eure Weisheit.'

    Sehnsucht flackerte kurzweilig auf und entsetzt über solch emotionale Anwandlungen, schnaubte er einmal leise, wölbte sachte den muskulösen, kurzen Hals, ehe er aus gewohnt ernsten Augen auf die Jungpferde blickte. Nur allzu interessiert war er auf deren Reaktion, auf die Gegenreaktion Aphrodites, welche wohl durchaus mütterliche Gefühle für die beiden Jünglinge hegte. Wohin würde dies führen? Leviathan beobachtete erneut schweigend und aus kalten, ernsten Augen.



[Am Fluss ;; In Gedanken ;; Mustert Rocket & Dasher]
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BeitragThema: Re: Kapitel 3: Fruehling & Freude   Mi Sep 07, 2011 12:52 pm

» Ähm ... Hilfe?!?«

    Rocket schluckte. Sie fühlte sich furchtbar, schuldig, grenzenlos beschämt und auch bloß gestellt. Ihre Spielerei mit Dasher hatte so viel Spaß gemacht, sie hatte vollkommen ignoriert, dass dabei anscheinend zwei Mitglieder zu Schaden gekommen waren. Erneut schluckte die junge Rote mühsam, spürte den krampfhaften Vorgang ihrer Kehle und schnaubte tief und erbärmlich aus. Inzwischen mied sie den Blick des großen Schwarzen, wollte ihm nicht in die Augen sehen müssen und dabei die Verachtung glühen sehen. Woher sollte sie auch wissen, dass vollkommen andere Dinge mit diesem Riesen von Hengst geschahen, als tatsächlich die Augen voller Emotionalität aufglühen zu sehen. Rocket stieß ein klägliches, leises Wiehern aus, welches abrupt endete und mehr wie das verzweifelte Rufen eines Fohlens klang. Sie war erniedrigt!
    Beinahe Schutz suchend drängte sie sich erneut an Dasher, atmete seinen beruhigenden Geruch ein und fühlte sich gleich ein wenig sicherer. Ein Hengst scheute keine Aufgabe, keinen Kampf und erst recht keinen aufgeblasenen Riesenhengst, der glaubte, mit eigenartig geschwollenen Worten könne er sie beeindrucken.

    'Obwohl er ja schon beeindruckend ist ... und groß ... und schwarz ... und sehr ... sehr ... groß ... Oh weh ...'

    Nun hatte sie erneut aufgesehen, spürte ihr Herz krampfhaft gegen ihren Brustkorb schlagen und starrte wie ein verängstigtes Kaninchen in die dunklen Augen des Rappen. Die Falbfarbene hatte sich unlängst wieder zurückgezogen, dennoch war auch ihre Präsenz gegenwärtig. Rocket fühlte sich zunehmend eingeengter und wich somit einen Schritt seitwärts aus. Doch von dort erschien nun eine weitere Stute, in einiger Entfernung bemerkte sie eine dunkle, hochgewachsene Gestalt. Auch der Hengst, Leviathan genannt, blickte nochmals kurz auf, ehe er die Weiße musterte und sich dann wieder den beiden Jungpferden widmete. Die Rote sah auf besagte zwei Pferde, die angeblich verletzt wurden.

    'Sie sehen doch prima aus. Angeschlagen waren die davor doch auch schon. Unfair, dass sie uns das jetzt alles in die Hufe schieben wollen!'

    Ärgerlich stampfte sie mit ihrem schmalen Huf auf, blickte mit leicht zurück gelegten Ohren auf die Erwachsenen und verdrängte die Gedanken an die großen Hufe oder an den Zusammenhalt einer erzürnten Herde. Jetzt ging es schlichtweg ums Prinzip!

    »Wieso denn wehgetan? Die beiden stehen auf ihren vier Hufen und wenn ein Windhauch sie schon umschubsen kann, sind wir daran nicht Schuld! Und das ist unfair, dass die Äpfel nur für diese Herde sein sollen! Die gehören doch jedem, also kann auch jeder davon etwas abhaben!«

    Sie klang beinahe wie ein trotziges Kind und doch konnte Rocket es nicht mehr ändern. Ein überraschter Blick galt der weißen Stute, als diese zwar harsch, aber dennoch liebevoll zu ihnen sprach. So viel anders, als der gemeine Riesenrappe! Er wirkte so distanziert, unnahbar. Er war Rocket gelinde gesagt unheimlich und deshalb hielt sie sich erleichtert an die Weiße.

    »Manieren sind langweilig und außerdem hat jeder eine vollkommen andere Vorstellung davon. Ihr wollt ja auch nicht mit uns teilen! Erpressen tut ihr uns, jawohl! Richtig, Dasher?!«

    Langsam ließ ihr Mut, ihr Ärger nach, denn die Stute schien es tatsächlich gut mit ihnen zu meinen. Rocket sehnte sich nach dem Beistand ihres besten Freundes, wollte es aber natürlich nicht zugeben. Ein Hengst zeigte keine Schwäche! Somit schnaubte sie nochmals kräftig, ein wenig zu euphorisch, als dass es tatsächlich noch entschlossen statt geltungsbedürftig herüber kam.

    »Wir sind freie Pferde und ihr könnt uns zu gar nichts zwingen. Und befehlen erst recht nicht!«

    sagte sie in einem wahnsinnigen Anflug von Restmut nochmals, nickte kräftig und spürte ihre kurze, helle Mähne dabei fröhlich umher wippen. So würde man sie doch nie Ernst nehmen! Sie konnte es gar nicht erwarten, endlich erwachsen auszusehen, dann würden diese Pferde hier wohl auch wesentlich mehr Angst und Respekt vor ihr haben. Jawohl! Sie nickte noch mal kräftig.




[Am Fluss ;; Sieht Aphrodite ;; Ein wenig Erleichtert ;; Denkt & Spricht]
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Lean on Pete
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BeitragThema: Re: Kapitel 3: Fruehling & Freude   Mi Sep 07, 2011 3:08 pm


>> Kann mich mal jemand kneifen? <<


So wie der Wald seine Schatten auf die grüne Wiese warf, so warf Lean on Pete seinen Schatten in den Wald. Er stand lange dort im Schutz der Bäume, unsicher, und verwirrt. Er wusste nicht was er tun sollte, irgendwie überforderte ihn die ganze Situation etwas. Das Einzigste, was ihn beruhigte war die Tatsache, dass ihn noch niemand bemerkt hatte. Das war umso besser. Er konnte sich ersteinmal diese Herde, oder, was auch immer das dort sein mochte, in aller Ruhe anzusehen.
Mit leicht schiefgelegten Kopf beobachtete das Vollblut, das Treiben, dort auf der Wiese, vor ihm. Die beiden Jungpferde schienen ziemlich eigenwillig udn Lean on Pete musste lächeln. War er selbst nicht früher genauso gewesen? Hatte er nicht auch in wilden Spielen seine Kräfte mit den anderen messen wollen? Im Prinzip war er selbst noch nicht lange aus dem Junghengstalter raus und doch benahm er sich schon völlig anders. Das Leben hatte ihn abgestumpft und von ihm kein Pferd mehr übrig gelassen, sondern nur noch einen Körper, der funktionierte. Der lief, wenn es ihm befohlen wurde und der stand, wenn es ihm aufgetragen wurde. Der Rappe seuftzte. So frei und unabhängig, wie diese beiden dort, würde er niemals sein.

Keines der Pferde hatte den schwarzen Hengst bemerkt, der dort im Schatten der Bäume stand. Zumindest dachte er das, denn eigentlich war es ja auch so. Keines DIESER Pferde hatte ihn bemerkt, doch auf einmal ertönte eine Leise Stimme hinter ihm. Erschrocken wirbelte Lean herum, seine Vorderbeine flogen durch die Luft und als er wieder Boden unter allen vier Hufen hatte, rannen Schweißperlen an seinem Hals herab. Er war gefasst, angegriffen zu werden. Aber diese Stute ihm gegenüber, schien nicht auf Kampf aus. Sie sprach ruhig, fast etwas zögerlich mit ihm, stellte sich freundlich vor und bedeutete ihm mitzukommen. Sie wollte zu den Pferden, die er beobachtet hatte.

Nach einigem Zögern folgte der Rapphengst der schneeweißen Stute. Wie er so hinter ihr herging, konnte er sie genauer betrachten. Sie war schön. Schneeweiß. Weiß, wie eien feder. Weiß wie Schnee. Ihr Mähnen- und Schweifhaar ebenso. Nur ihre dunklen, klugen, warmen Augen bildeten einen Kontrast zu dem hellen Fell. Petes Mundwinkel zuckten, zu einem leichten Lächeln, doch es verebbte sofort wieder. er wusste nicht, ob er dieser hier trauen konnte. Anfangs waren sie immer alle freundlich, bis sie herausfanden, wie es wirklich um ihn stand. Sollte er es ihr vielleicht gleich sagen?
Sie hatte sich als Aphrodite vorgestellt. Ein schöner Name, wie er fand und auch passend. Als sein Blick über ihren Körper flog, bemerkte er, dass sie tragend war. Und irgendwie freute er sich für sie. Lean mochte Fohlen. Sie waren noch so unwissend, so unschuldig, kannten kein Leid und keinen Schmerz, den die Welt für sie bereit hielt. Sie traten völlig ohne Vorurteile in ihr Leben, doch meistens wurden sie verdorben, zumindest in seiner alten Umgebung.
Lean on Pete holte zu Aphrodite auf und gelangte mit ihr auf gleiche Höhe.

>> Mein Name ist Lean on Pete, Aphrodite. Was mich begehrt? Oh, sagen wir es so, ich bin ein Jungegesselle, der eigentlich nur nach einer Bleibe sucht, aber nirgendwo bleiben darf, aufgrund ... <<

Sie waren schon bei den jungen Pferden udn dem ShireHorse angelangt. Die Weiße sprach mit den Jungpferden. Es war eien Stute udn ein Hengst, wie Pete nun erkannte. er musterte die beiden von oben bis unten. Nun Rennpferde, waren sie jedenfalls nicht, also teilten sie nicht sein Schicksal und er würde vermutlich wieder niemanden haben, de rihn verstand. Aber andererseits, hatte e rnichts gegen ein wenig Aufruhr, bis er wieder gehen musste. Die Reise war eintönig genug gewesen. Ein bisschen Action hatte ihm noch nie geschadet.
Fragend sah er den Schecken und die Stute neben ihm an. Es interessierte ihn schon, was sie hier taten, doch e rhielt den Mund. Er war kein Herdenmitglied und außerdem schien Aphrodite bestens klar zu kommen. Oder?




[allein | beobachtet noch immer Leviathan&Dasher&Rocket| Aphrodite | zögert | folgt ihr | spricht | bei L&D&R | hört zu ]
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BeitragThema: Re: Kapitel 3: Fruehling & Freude   Mi Sep 07, 2011 3:53 pm

Why must these things always have to happen to me?


Dasher hatte sich so gut es eben ging groß gemacht, um sich neben Rocket aufzubauen. Er wollte hier niht weg! Dieser rießen Typ konnte ihm keine Angst machen! Ok, Bou hatte verdammt große Angst. Hin und wieder wackelte sogar eins seiner Vorderbeine aus lauter Angst. Er wollte bloss weg, weit weg, doch gleichzeitig begehrte auch auch dieses land. Hier konnten Boo und er so viel umhertoben wie sie wolten. Hier konnten die beiden Fresen und trinken so viel sie wollten. Hier konnten sie es sich wirklich gut gehen lassen. Wäre da nicht diese Herde. Der große Schwarze hatte es ihnen ja schon gesagt. Entweder beitreten oder abhauen. So war das nun mal und Dasher legte es eigentlich nicht so wirklich an, davongejagt zu werden. Nicht das er nicht schnell genug wäre, aber der alleinige gedanke, dass dieses Ungetüm hinter ihm herwar, lies ihn erschaudern und sein Vorderbein begann wieder mit diesem lästigem gezitterte. Und dann veränderte sich die Situation schlagartig. Eine Stute kam um sich ihnen anzuschließen, eine wunderschöne, weiße, hochträchtige Stute. Dasher konnte nicht anders als seine Augen aufzureisen. Hinter ihr war ein ziemlich heruntergekommen scheinender Hengst, der wohl mit der weißen Stute redete, doch die hatte ihre konzentration völlig auf die beiden Jungpferde gelenkt und schien den rappen garnicht mal mehr wahrzunehmen. Bou machte kurz anstalten sich nach hinten zu bewegen. Nicht das die Stute böse dreinschaute, es war die Authorität die aus ihren Augen sprach, dass ihn entmutigte. ganz klar. Diese Stute hatte hier das sagen und würde sich nichts gefallen lassen. Innerlich brüstete sich dasher gegen eine Flut von Anschuldigungen und Wut, doch die Stimme die erklang, war nichts von all dem. Die Harschen Worte konnten den wahren Klang der Stimme nicht trügen. Liebevoll, beinahe schon mütterlich, sprach diese Stute mit ihnen und der feuerschecke fühlte sich sofort, als ob er in seine Fohlentage hineinversetzt urde und das seine Mutter ihm - mal wieder - eine Standpauke hielt. Erst als der Junghengst Boos Worte vernahm und sie ihn vielsagend ansah, erhob er seine jugendliche Stimme.

»Ganz genau. Boo hat recht.«

Mehr sagte er nicht. Obwohl er ihr zustimmte, war er nicht gämzlich ihrer meinung. man konnte das nicht wirklich erpressen nennen. Rocket übertrieb - mal wieder - etwas und wollte - mal wieder - allen zeigen wie stark, stolz und unbeeindruckt sie doch war. und ehrlich gesagt, es gelang ihr besser als es Dasher gelang. Aber er versuchte wohl auch nicht so stark, etwas zu sein, das er nicht war. Als Rocket dann endlich mit dem sprechen fertig war, blickte er kurz zu der Araberin, die tief in gedanken zu sein schien. Leise, sodass es die anderen Pferde nicht hören konnten, flüsterte Bou Boo ins Ohr:

»Boo!Das ist die Gelegenheit, komm schon! Lass uns hierbleiben! Falls es langweilig wird, können wir uns jeder Zeit davonschleichen. Die kapiern das doch nie! Ich hab hunger! Bitte!«

Kaum hatte Bou sein Maul weg von Rockets Ohr genommen. Blickte die Schneeweiße sie wieder an und dasher hörte ihr beinahe schon erwartungsvoll zu.

»Wir wollen euch nicht erpressen, meine Lieben. Wir erklären euch nur die regeln ein Herde, die so groß ist wie unsere. Wenn wir Pferden erlauben unser Futter zu freßen, dann müssen am ende wir hungern und ich will meine Familie beschützen. meine Herde ist meine familie. Und es wäre für euch beiden von Vorteil, wenn ihr euch uns Anschleßen würdet. Wir könnten euch beschützen...«

Bei den letzten Worten schien ihre Stimme zu ersterben und Dasher fragte sich, was dies wohl bedeuten sollte. War es vielleicht eine Art drohung? Eine drohung das sie alles tun würde, um ihre Herde zu beschützen? oder war es eine Warnung? lauerte vielleicht etwas in diesen Wäldern, wovor Die Leitstute sie beschützen wollte? dasher wusste es nicht und er sah Rocket fragend an. Wenn sie nicht dazu kam so etwas zu entscheiden, dann würde sie ihm das Leben zur Hölle machen. das wusste er ganz genau.

[antwortet ;; angy redet ;; denkt nach]
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Alice
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BeitragThema: Re: Kapitel 3: Fruehling & Freude   Mo Sep 12, 2011 3:22 pm

"No one can ever hurt you"

Du fühlst dich nicht sonderlich wohl hier in dieser Enge, oder? Oh wie recht der Ponyhengst doch hatte! Sie alle hatten es doch gesehen, wie sie einfach so umgekippt war, als wäre sie das Dummchen ohne Gleichgewicht. Mit Mühe musste Alice sich die Tränen zurückhalten. Stell dich nicht so an! Nur wegen einer Kleinigkeit gleich loszuheulen, bist du etwa noch ein Fohlen? zischte die Stimme in ihr. Die Schwarze sah sich ängstlich um, als sie wieder das beklemmende Gefühl bekam, dass noch jemand hier war, der Sprecher der Stimme, die nur sie hören konnte. Natürlich existierte er nicht, nur in ihrem Kopf oder in einem Paralleluniversum, jedenfalls konnte keines der Herdenmitglieder ahnen, wieso ihr nun die Kälte die Beine hoch kroch und ihre Züge erstarren ließ. Die Peinlichkeit, die eben passiert war, war schon längst vergessen, im Gegensatz zu der unterdrückten Panik, die nun in der Friesin auf kroch. Die Stimme war viel Schlimmer, als die Scham zu spüren, die nur ein kleines Flämmchen war, im Gegensatz zu der Stimme, die ein riesiges Flammeninferno in ihrem Inneren darstellte. Doch so plötzlich, wie es gekommen war, verschwand das Gefühl der Beobachtung wieder, die Anwesenheit der Stimme war verflogen, Alice spürte nur Marus neben sich, der alles anscheinend viel leichter verkraftete. Ein angespanntes Lächeln spannte sich auf ihren Lippen. Gerade wollte sie zögerlich sagen, dass sie sich nun unter den Baum stellen konnten, um sich weitere Peinlichkeiten zu ersparen, doch der rebellische Teil in ihr, den sie so lange vermisst hatte, schoss mit lauter Selbstbewusstsein an die Oberfläche und plötzlich konnte sie sich nicht mehr halten, die Schwarze schüttelte es vor Lachen und sie bekam kaum Luft, so krampfartig Stieß sie die Luft aus. Als sie sich halbwegs gefangen hatte, wandte sie sich schnaufend an Marus, mit lauter Freude in den Augen:

" Hast du das mitbekommen Marus? Wir sind beide umgefallen, wie zwei alte Knacker, die von einer Windböe umgeworfen wurden, und wie wir dann rumgekugelt sind, Marus, das war einmalig! "

Eigentlich hätte sie noch weiter reden wollen, doch ihre Stimme überschlug sich und sie begnügte sich einfach mit einem riesigen Grinsen. Das Eis war nicht gebrochen, der Gletscher, in dem sie eingeschlossen gewesen war, war EXPLODIERT! Nunja, zumindest für die eine Hälfte ihrer Persönlichkeit, die andere verkroch sich im inneren und fühlte sich für ewig beschämt. Ein kurzer Blick über Marus Körper, er sagte zwar, dass es ihm gut ging, aber gut sah er für den Moment nicht aus,hoffentlich würde er sich wieder erholen ... . Die Größere Stute ging ein paar Schritte in Richtung Baum und meinte dabei:" Klar, lass uns zum Baum gehen."

[ vor Angst erstarrt / heftiger Stimmungswechsel / ausgelassen ]
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BeitragThema: Re: Kapitel 3: Fruehling & Freude   Di Sep 13, 2011 5:32 pm

"Das Leben ist nicht blöd. Es ist das, was man daraus macht."

In einem raumgreifenden Trab, der mehr auf die langen Beine als auf irgendetwas sonst zurückzuführen war, bewegte sich Philadelphia vorwärts. Er befand sich tief in einem Wald, der sich derzeit über eine nicht sonderlich hohe, aber doch anspruchsvoll geneigte Bergkette erstreckte. Er hatte seit Tagen kaum noch Sonnenlicht gesehen, außer auf den wenigen Lichtungen, die er erreichte. Denn diese schillernden Lichtflecken, die durch das dichte Aprilgrün der Belaubung der Bäume fielen, sah er kaum als Sonnenlicht an, ebenso wenig wie das Dämmerlicht im Schutz der Baumriesen. Er reiste durch diese vollkommene Stille, die durch nichts unterbrochen wurde als dem Zwitschern der Vögel, seinem gleichmäßigen Atem und dem dumpfen Trommeln seiner Hufe auf dem laubübersähten Boden.
Und es war ihm vollkommen egal, dass er allein war. Ganz im Gegenteil, er genoss es sogar. Die letzte Gruppe, mit der er einige Zeit gereist war, befand sich nicht weit fort von hier, es war der übliche Trott, der sie voran getrieben hatte. Aber Philadelphia hatte die Zeit nicht genossen, denn die beiden Stuten plauderten schier ununterbrochen und machten sich dabei noch so geschickt an ihn heran, dass ein weniger wortgewandter Hengst das vielleicht nicht einmal bemerkt hatte. Doch so kam es, dass er sie verließ, unter dem Vorwand, die Wegrichtung nun ändern zu müssen. Tatsächlich war es ihm vollkommen egal, wo er lang ritt, Hauptsache weg von dem Ort, den er vor all den Jahren hinter sich zurückgelassen hatte.

Bald erreichte er eine erneute Lichtung. Es war aber nicht eine dieser kleinen, irgendwie düsteren Lichtungen. Sondern eine richtig große. Das Gras war hoch und saftig grün, durchzogen von den verschiedensten Kräutern und Wildblumen, die typisch für den Frühling waren. Ein kleiner Fluss fand in der Mitte der Lichtung seinen Ursprung, das Bett und sein Ufer waren felsig, das Wasser darin glasklar. Der große Schecke war von der Schönheit dieses Ortes fasziniert und bezaubert, er blieb stehen, um die Schönheit einen langen Moment auf sich wirken zu lassen, bevor er langsam aus dem Schatten der Bäume trat. Das Licht der Sonne blendete seine dämmerlichtgewohnten Augen ein wenig, aber das war nur ein kleines Problem, das er schnell überwand. Er ging gemütlich zu der Quelle hin und bemerkte erst bei den ersten Schlucken des kühlen, wohltuenden Wassers, wie durstig er tatsächlich gewesen war.
Als er seinen Durst gestillt hatte, senkte er den Kopf in das Gras und begann, genüsslich zu fressen. Unter den Bäumen fand man weder viel Wasser noch viel Gras, sodass sein Futter die letzten Tage knapp gewesen war. Nicht, dass er es nicht gewohnt war, es war einfach - naja, schön, jetzt wieder etwas zu fressen. Wenn er zum Beispiel an seine Reise durch die kalifornischen Wüsten dachte ... das war eine Zeit gewesen, wo er wirklich mehr als enthaltsam gelebt hatte, eigentlich immer hungrig und durstig. Aber er hatte auch eine Menge gelernt in dieser Zeit, so wie in jeder seiner Reisen. Nein, er bereute tatsächlich keinen Schritt seiner Reise. Einige Schritte seines Lebens, ja. Aber keinen dieser Reise.

{weit von der Herde entfernt ;; allein ;; im Wald auf einer großen Lichtung}

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BeitragThema: Re: Kapitel 3: Fruehling & Freude   Mi Sep 14, 2011 2:05 pm

» Verdammt, immer diese doofe Logik. «

    Atemlos beobachtete sie das gesamte Geschehen. Es war viel mehr das Abstrakte an dieser Situation, als tatsächlich das Geschehen innerhalb dieser, die Rocket so außer Atem brachte. Wann gelang es einem Junghengst schon mal, sich endlich richtig Gehör zu verschaffen? Trotz der langsam abschwächenden Angst genoss Rocket dieses kleine Spektakel doch ein wenig, denn immerhin - und das war ja wohl von enormer Wichtigkeit! - achtete man sie und Bou endlich als vollwertiges Individuum. Meistens wurden sie früher mit Worten wie 'Ach, davon verstehst du doch noch gar nichts' oder eben 'Dafür bist du noch zu jung. Du bist ja noch grün hinter den Ohren' abgewiesen. Noch immer spürte die Rote die brennende Wut, die all diese Zurückweisungen und Nichtbeachtungen in ihr ausgelöst hatte. Nicht, dass die weiße Aphrodite etwas dafür könnte, doch Boo war momentan nicht in der Lage, klar zu denken.

    '» Boo hat Recht! « Schön, dass du es auch endlich einsiehst, Freund!'

    dachte sie belustigt und kicherte ungehalten. Leider schien ihre Angst in Hysterie umgeschlagen zu sein, sodass sie nun einen regelrechten Lachkrampf bekam. Als sie dann auch noch bemerkte, dass es der schwarzen Stute ähnlich ging, die Dasher versehentlich angerempelt hatte, lachte sie noch ausgelassener, noch lauter. Doch innerlich wuchs die Panik. Hysterisch kicherte sie, bis sie sich endlich gefangen hatte. Unter leisem Schluckauf spitzte sie die Ohren und hörte Aphrodite aufmerksamer zu, als es wohl je der Fall gewesen war. Autorität? Ach, nee! Einfach nur Interesse, denn die konnte Bou´s Einwände verstehen. Die Äpfel lockten einfach nur, um kräftig in sie hineinzubeißen, die ausgedehnten Flächen zum Herumtollen und Kämpfen.

    » Ich denke ... hrrck ... Bou und ich sollten ... hrrck ... das nochmal ... hrrck ... besprechen. «

    versuchte sie erwachsen zu erläutern, doch der Schluckauf machte ihr leider einen mehr als peinlichen Strich durch die Rechnung. Sie wollte die kleine Runde böse angucken, niemand dürfte je darüber sprechen, doch ein dunkler, ernster Blick des schwarzen Riesen ließ sie den Kopf einziehen und Dasher rasch ein wenig zurück drängen. Noch während sie ihn etwas beiseite schob, um ungestört mit ihm darüber zu debattieren, begann sie bereits, auf seine Einwände einzugehen.

    » Ich denke, wir sollten es zumindest versuchen. Aber eine Bedingung dazu hätte ich schon. Was sagst du dazu? Willst du immer noch bei ihnen bleiben? Die Äpfel sehen wirklich toll aus ... «

    Sie grinste bei der Erwähnung ihrer Bedingung. Ob es wohl jemals ein solch vorlautes, freches und anmaßendes Bündel angestauter Energie gegeben hatte? Rocket grinste breit, inzwischen war sie stehen geblieben und hatte aufgehört, Dasher weiterzuschieben. Sie sah erwartungsvoll zu ihm auf, es ärgerte sie noch immer, dass er größer war als sie. Aber hieß es nicht auch, die kleineren Pferde würden später die Dominantesten werden?

    'Tja, am Ende beschützt Bou mich vor wilden Stieren und Pumas, weil er größer sein musst ...'

    dachte sie und kicherte erneut.

    » Ich denke, du hast Recht, Bou. Bleiben wir hier. Wenn es langweilig wird ... naja, wir können sie ja auf Trab halten, damit es erst mal gar nicht so weit kommt. «

    Ihr Grinsen hielt an, zog sich über ihre roten Züge und ließ sie beinahe erstrahlen. Dann hüpfte sie erneut, sprang herum und warf sich in die Brust. Dann trabte sie los, hob die Beine so hoch wie nur irgend möglich, trabte schwungvoll und ausgreifend. Sie hoffte, man wäre beeindruckt - ach, was, die waren BESTIMMT alle beeindruckt! - und vergaß für den Moment auch ihre erniedrigend kurze Mähne. Schließlich kam sie vor Aphrodite zum Stehen, blickte kurz aus frech funkelnden Augen zum Schwarzbraunen, der bisher nur mit der Weißen gesprochen hatte und die kleine Gesellschaft schweigend gemustert hatte, widmete ihr Augenmerk nur flüchtig und ein wenig ehrfurchtsvoll dem großen Rappen, dann blickte sie der Weißen geradewegs in die Augen.

    » Tjaaaaa ... najaaaaa ... «

    begann sie gedehnt und drehte sie Augen bedeutungsvoll gen Himmel, als koste es sie Überwindung, zu sagen, was sie zu sagen hatte,

    » Wir denken, dass es schon funktionieren wird mit euch ... irgendwie jedenfalls ... «

    Sie legte den Kopf schief, musterte die Pferde keck, als suche sie nach fehlerhaften Kriterien, die noch zu ändern wären und grinste dann breit. Sie versprühte den typischen Fohlencharme, den man sich wohl nur schwerlich entziehen konnte. Dennoch, einige konnten es, doch daran dachte Rocket jetzt lieber nicht. Sie fand allmählich zu ihrer alten großen Klappe zurück, weshalb sie grinsend mit dem Kopf zurück deutete.

    » Sie Schnecke da hinten ist Daisy und ich bin ... Tornado. «

    Ob es lächerlich war? Das war Rocket momentan egal. Ob man es ihr glauben würde? Oh, das interessierte die Jungstute brennend, denn sie warf sich mit vollster Absicht in die Brust, reckte die noch immer sehr schmale Brust und versuchte alles Mögliche, um selbst mehr wie ein Hengst auszusehen. Immerhin war sie der 'Bruder' von Dasher und dafür liebte sie ihn einfach nur. Sagen tat sie es natürlich nicht - welcher Hengst tat den soetwas!

    » Wir sind Brüder. «

    Ob man das überhaupt glauben konnte? War doch egal, fand Rocket. Immerhin stand ihnen ein bisschen Spaß ja zu, selbst wenn die dieser kleinen Langweilergruppe beitreten mussten. Himmel, die Äpfel waren wohl jede Sünde wert. Oder jede kleine Lüge.



[Aohrodite & Co # In Gedanken # Spricht # Mit Dasher etwas abseits # Wieder bei Aphrodite]
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BeitragThema: Re: Kapitel 3: Fruehling & Freude   Mi Sep 14, 2011 4:09 pm

»Manchmal glaub ich wirklich, das ich mit einer verrückten unterwegs bin.«

Dasher sah die Leistute immernoch leicht verwundert an, als Rocket plötzlich in ein seltsam hysterisches lachen ausbrach und wäre Bou nicht so verwundert, dann hätte er wohl ebenaflls zum lachen angefangen, doch in solchen Dingen war er schon immer etwas "erwachsener" gewesen. Er nahm solche Dinge ernster. Boo würde es wohl auch tun, würde sie nicht so verklemmt versuchen, etwas anderes zu sein, aber es störte Dasher nicht. Er mochte es der Verantwortungsvolle zu sein, jedenfalls manchmal. Aber er wollte natürlich auch etwas angeben, als lies er ein schiefes lächeln auf seine Züge vordringen und ein leise, wieder einmal viel zu hohes, lachen drängte sich aus seiner Kehle. Währenddessen stellte er sich noch gerader hin und drückte seine brust nach aussen. Doch z mehr wollte sich der Jungehengst einfach nicht eingestehen. Er war ja erwachsen, nicht? Er war bereits ein richtiger hengst, nur sahen dass die meisten wohl einfach noch nicht ein! Doch dann trat Boo vor und und redete mit der Leitstute und Bou konnte sich einfach nichtmehr halten. Er brach in schallendes gelächter aus und sein jpngliches Soprano schien die luft wie ein Messer zu durchschneiden. Immernoch jauchzend lies er sich dann von der Roten wegdrängen und tützte sich dabei an ihr ab, den lachkrämpfe schüttelten weiterhin seinen Körper. Erst als sie ihn wieder ansprach, schüttelte er sein lachen wie ein Insekt ab und grinste sie verschwörerisch an. Er mochte ihre Ideen. Äpfel essen und gegen langeweile ankämpfen, besonders das auf Trab halten gefiel dem Jüngling überausgut, viel zu gut ls es gut für die restlichen Pferde sein würde.

»Das wird toll Boo. Es wird herrlich werden! Und wir können uns mit allen anlegen, den sie düfen uns dann nicht Verletzen! das wird wunderbar.«

SEine orangenen Augen gänzten wieder verschwörerisch und ein kekes lächeln trat auf seine Lippen. Kaum hatte Rocket jedoch seine Antwort gehört, trabte sie wieder zu der leitstute und dasher musste schmunzeln. Die jungstute gab mal wieder an. Nahm ihre langen Beine so hoch wie möglich, reckte die brust und tat einfach als ob jeder auf sie schauen musste. dasher konnte sich diese gelegenheit nicht nehmen lasen sie zu ärgern. das war einfach perfekt! Immernoch mit einem keken lächeln im gesicht trabte er ihr schnell hinterher, hielt dabei ebenfals seinen Kopf hoch und spürte wie die Sonne sein fell in Flammen aufgehen lies. Er war wohl wirklich der schönste -bald -hengst der je auf der Erde gewandelt war. So in gedanken versunken, hörte er erst die Letzten zeilen von Rocket. Plötzlich riss er die Augen auf, sein Mund klappte auf und ein entsetzter Ausdruck trat in seine Augen. Er konnte nicht glauben was er gerade gehört hatte. Er musste es sich eingebildet haben. hatte Rocket ihn wirklich als DAISY vorgestellt?Das letzte mit dem brüdern, dass war cool. ja, so war es und so sollte es sein! Aber DAISY! Das konnte er einfach nichtdurchegehen lassen! Zuerst jedoch musste er sein maul zuklappen.

»Spinnst du eigentlich? Hast du noch alle Tassen im Schrank? WAS FÄLLT DIR EIN MICH DAISY ZU NENNEN! DU BIST SOWAS VON ERLEDIGT!!!!«

Mit diesen Worten stürtzte Dasher auf Rocket zu, ein wildes funkeln in den Augen, doch ein komisches grinsen im gesicht.

[lacht ;; redet ;; hinter Rocket ;; schreit ;; stürzt auf sie zu]
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Sunbeam
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BeitragThema: Re: Kapitel 3: Fruehling & Freude   Fr Sep 16, 2011 4:36 pm

Sunbeam hatte fröhlich gespielt. Sie war Schmetterlingen hinterhergejagt, hatte die anderen Pferden ein wenig genervt - ob sie ihr das wohl überl nahmen - und gegrast. Die Blumen auf dieser Wiese schmeckten herrlich, ebenso wie das saftig grüne Gras. Hier war es einfach perfekt, es war ein richtiger Ort zum Wohlfühlen.
Als ihre Mutter nach zwei Stunden zurückgekehrt war, nachdem sie die neue, verletzte Stute verarztet hatte und sich um sie gekümmert hatte, war die kleine Sunbeam fröhlich auf ihre Mutter zugerast. Ihre Mutter war für Sunbeam immer das Wichtigste gewesen, da die beiden im Prinzip nur sich hatten. Die junge Haflingerstute war um ihre Mutter herumgehüpft und hatte mit ihr gespielt.
Das einzige, was Sunbeam bedrückte, war, dass ihre Mutter nicht mehr so viel Zeit wie damals für sie hatte. Damals hatte sie sich doch auch immer so oft um Sunbeam gekümmert. Das war etwas, was die kleine Haflingerstute nicht verstand. War ihre Mutter wirklich so beschäftigt, dass sie nicht einmal mehr mit Sunbeam spielen konnte? Nicht einmal mehr für sie Zeit hatte? Sunbeam hatte deswegen nachts schon ein paar Male geweint. Sie hatte doch sowieso niemanden zum Spielen, und ihre Mutter kümmerte sich auch nicht mehr richtig um sie. Das einzigste, was Sunbeam mit ihrer Mutter noch machen konnte, war, deren Milch zu trinken, um bei Kräften zu bleiben. Mehr aber auch nicht.
Jedenfalls hatte sich die junge Haflingerstute riesig gefreut, als ihre geliebte Mutter endlich wieder da war, nachdem sie zwei lange Stunden unten am Fluss war. Nach diesen anstrengenden Minuten, in denen sie wie schon gesagt mit ihrere Mutter gespielt hatte, war Sunbeam müde in das weiche, gut duftende Gras gefallen. Sie war sofort eingeschlafen und träumte dahin.
Sunbeam galoppierte gemeinsam mit ihrer Mutter über eine schöne Wiese voller saftiger Blumen. Die Wiese war in das gleißende Licht der Sonne getaucht, und überall waren Bienen, Hummeln und Schmetterlinge zu sehen, die auf den Blüten der bunten Blumen, die in vielen verschiedenen Farben strahlten, saßen. Sunbeam schnupperte immer wieder an den Blumen und rupfte ein paar der Blüten ab, die sie zerkaute und fraß. Neben den beiden Haflingern hoppelten die Kaninchen, und überall sprangen Rehe über die bunte Wiese. Mütter mit ihren Kitzen, so wie große Hirsche, mit imposanten Geweihen.
Doch plötzlich veränderte sich die Stimmung. Es wurde dunkel, und auf irgendeine Art wirkte die Atmosphäre bedrohlich. Die Tiere flohen, die Blüten der bunten Blumenvielfalt schlossen sich. Auch die Insekten waren verschwunden, mit einem Mal sah alles aus wie ausgelöscht. Kein Blatt bewegte sich mehr, niemand war mehr auf der Wiese. Lediglich Sunbeam und ihre Mutter Persephone, standen in der Mitte der Wiese. Plötzlich rauschte etwas Weißes an ihnen vorbei, und Persephone war wie vom Erdboden verschluckt. "Mo-momma?", rief die kleine Sunbeam verängstigt durch die Dunkelheit. Es war seltsam. Was war nur dieser weiße Schatten gewesen, der an ihnen vorbeigezogen war und Persephone mitgenommen hatte...offensichtlich. Verzweifelt und panisch drehte sich die kleine Haflingerstute im Kreis, ehe sie innehielt und entsetzt geradeaus sah. Vor ihr stand ein imposantes weißes Pferd. Er hatte keine klaren Züge, sein Bildnis war verschwommen, und doch hatte Sunny panische Angst. Sie wagte nicht einmal zu atmen. "Na meine kleine, suchst du etwas?", waren die hallenden Worte des weißen Pferdes, bevor er auf sie zustürzte und Sunbeams Welt schwarz wurde.

Mit einem Kreischen fuhr die am Boden liegende Haflingerstute auf. Ihre Augen waren vor Angst geweitet, ihr Atem ging hektisch und ihr Puls raste. Dieser Traum hatte sie in Todesangst versetzte. Erschrocken sah die junge Haflingerstute um sich. Alle waren noch da, bis auf Leviathan, aber der war ja vorhin diesen beiden Jungpferden zum Fluss gefolgt. Sie sah einen nach dem anderen an. Stormbreaker, Alice, Marus, Moonlight. Aphrodite? Stimmt, die war ja auch zum Fluss gegangen. Erleichtert atmete Sunbeam auf, bis sie im nächsten Moment bemerkte, dass ihre Mutter ja gar nicht da war. Sie stellte sich auf und drehte sich im Kreis, um ihre Mutter irgendwo zu entdecken. Doch nichts da. Persephone war weg. Schmerzhaft musste Sunbeam sich an ihren Traum erinnern. Nein, sie durfte gar nicht daran denken. Sunbeam setzte ihren kleinen Körper mit ihren Stelzenbeinen in Bewegung und rannte ziellos in den Wald. Aber eigentlich hatte sie ein Ziel: Ihre Mutter zu finden.

"Mo-mo-momma?"

,zitterte die kleine Stute, während sie ängstlich durch den Wald lief. Sie blickte immer wieder um sich, vielleicht würde hier ja irgendwo ihre Mutter sein. Aber Sunbeam fand es hier alles andere als gemütlich. Es war kalt und dunkel, und die Atmosphäre hatte etwas düsteres, etwas bedrohliches. Fast so wie in ihrem Traum.
Die Stute quietschte auf und zuckte zusammen, als sie etwas an der Flanke berührte. Abrupt drehte sie sich um und stellte erleichtert fest, dass ein Ast sie gestreift hatte. Sunbeam drehte sich wieder um und setzte ihre Suche fort. Sie hoffte, dass sie ihre Mutter bald finden würde.

"Momma!!!"

Doch niemand antwortete der kleinen Haflingerstute.


[erinnert sich//hat Albtraum//im Wald//sucht ihre Mutter]
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Obscura Ranà
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BeitragThema: Re: Kapitel 3: Fruehling & Freude   Fr Sep 16, 2011 5:25 pm


"Es gibt einen Haufen Dinge, denen man sich zuwenden könnte und darüber nachdenken. Es ist jedoch einfacher, sie gleich zu beseitigen!"



Wie er es doch hasste. Dieses ewige umhergeirre, bei dem man auf keinen grünen Zweig kam. Zumal er keien grünen Zweige mochten. Sie schmeckten bitter und seehr wässrig. Aber hier waren ein Haufen grüne Zweige. Er shcnaubte verbittert. Das war doch alles vollkommen absurd.

Der Weiße dachte an die letzten Wochen, Monate. Sie waren eigentlich ganz gut gewesen. Hier in den Wald verirrte sich zwar nicht allzuoft jemand, aber wenn, dann waren es ein Haufen. Die Schwarze war ja nun zum Glück endlich fort. Sie war ja auch so klug und treu gewesen. Bah. Wie er soetwas hasste. Sie war ja sooo untergeben Moonlight und Aphrodite gegenüber. Wie konnte sie nur? Seine Augen blitzten Belustigt über diese Narrenheit. Manche Pferde würden es wohl nie begreifen wer er war. Es war eigentlich Schade, dass sie es erst merkten, wenn sie doch schon längst in der Hölle schmorten. Denn er bezweifelte es, dass auch nur irgendeienr von diesen Idioten in den Himmel kommen würde. Warum auch?
Aber eigentlich glaubte er ja an soetwas gar nicht. Das ewige Herumlaufen tat ihm wirklich nicht gut.

Obscura Ranà schlängelte sich durch das Unterholz. Seit diesem Winter war der Wald soetwas wie seine Heimat. Schon in den vergangenen Monaten war er der Herde gefolgt. Immer durch die Bäume hindurch. Er wusste zwar nicht, wo sie ihr Lager aufgeschlagen hatten, doch was nicht ist kann ja noch werden und es würde wohl ein Leichtes sein, diese wenige Intelligenz zu finden. Ab und an riss der mächtige Kaltblüter ein paar frische Triebe von den Bäumen. es gab zur Zeit nicht viel zu tun. Die Pferde seilten sich immer weniger in den Wald ab. Zu seinem eigenen Bedauern. Aber Ranà wäre nicht Ranà, wenn er nicht schon längst wieder einen neuen Plan hatte. Schließlich wurde hier nach seinen Regeln gespielt und bis jetzt gefiel ihm dass alles noch ziemlich gut.

Plötzlich hörte er ein Knacken. Augenblicklich hielt der Hengst inne. Seine schwarzen, abgrundtiefen Augen sahen sich suchend um. Nicht ängstlich. Eher wütend. Und da erblickte er auch schon den Störenfried. Ein kleines Haflingerfohlen stakste im Wald herum udn schrie nach seienr Mutter. Ein gehässiges Grinsen lief über die Lippen des großen Weißen. Das arme Ding. So ganz allein. Es sollte ihm doch jemand helfen oder? Er schüttelte abwertig den Kopf. Von hier aus konnte er riechen, dass das kleine Ding zu der Herde von Aphrodite und Moonlight gehörte. Diese starrsinnigen Volliddioten. Jetzt ließen sie schon Fohlen allein im Wald herumirren. Nun ja, vielleicht hatten sie den Winter gut verkraftet udn wieder Ersatz für die verorenen Plätze gefunden, es würde ihn nicht wundern. Dennoch war es doch verantwortungslos ein so junges Pferd allein zu lassen oder?
Ohne weiter Nachzudenken schritt Obscura Ranà aus dem Dickicht hervor und näherte sich dem Rücken des Kleinen.

>> Suchst du deine Mutter, Kleines? Wie kann sie jemanden wie dich nur alleine lassen. Eine Schande. Nun, wenn du Hilfe brauchst ... ich könnte es dir nur anbieten ...<<

Sein Blick war freundlich. Und auch sein Auftreten wirkte gar nicht so einschüchternd. Im Gegenteil, der Hengst schien wie ausgewechselt. Aus gutherzigen Augen sah er das Haflingerfohlen an. Doch tief in ihm drinnen boten sich schon wieder die grausamsten Bilder ein Duell.

>> Sag, wie ist dein Name! <<

Ranàs Stimme hatte etwas Forderndes, das keinen Widerspruch ließ. Aber seine Haltung war noch immer die Freundlichkeit selbst. Er konnte sich gut verstellen, wenn er wollte. Und keinem fiel es auf. Niemals. Außer sie kannten ihn, was bei diesem Fohlen gar nicht s unwahrscheinlich war. Wenn dann jedoch nur aus Erzählungen und die konnte er schon umdichten. Er ein Mörder. Pah!



{wandert allein im Wald umher | auf der Suche nach der Herde | bemerkt Sunbeam | geht auf sie zu | spricht | freundlich }
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Sunbeam
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BeitragThema: Re: Kapitel 3: Fruehling & Freude   Fr Sep 16, 2011 6:17 pm

Sunbeam irrte weiter durch den Wald. Alles war so dunkel, so gruselig. Einfach
nicht das, was die kleine kennengelernt hatte. Und die Wälder, in denen Sie
bis jetzt mit ihrer Mutter unterwegs gewesen war, war es doch auch nicht so
gewesen. Da war alles so hell gewesen, so freundlich. Alles von Licht
durchflutet. Doch hier war alles ganz anders, als Sunbeam es bisher kannte.
Dunkel, gruselig, einsam. Einsam? Sunbeam hoffte, dass sie hier nur auf ihre
Mutter treffen würde. Bekanntschaft mit anderen Lebewesen zu machen, das
kam ihr so unheimlich vor, so bedrohlich.

Die Haflingerstute musste sich an ihren Traum erinnern. Was war dieses weiße
Ding in ihrem Traum gewesen? Da fiel ihr ein, was in der Herde über einen...
nun, sie hatten den Namen desjenigen nie ausgesprochen, doch seine
Beschreibung war eindeutig gewesen: Ein weißes Shire Horse. Sehr groß, ein
gefährlicher Mörder. Sunbeam musste mit Sicherheit aufpassen, ihm hier nicht
zu begegnen. Besonders in dieser gottverlassenen Gegend war es für so einen
wie IHM leicht, andere zu töten.

Sunbeam zitterte vor Angst. Sie hoffte, dass ihr außer ihrer Mutter niemand
begegnete. Nun, wer sollte sich hier auch freiwillig aufhalten? Außer so einem
wie IHM. Der kleinen Haflingerstute lief ein Schauer über den Rücken. Nein, er
würde ihr ganz sicher nicht begegnen, doch nicht so nahe an ihrer Herde. Oder
vielleicht doch? Sunbeam schüttelte den Kopf. Nein, so etwas würde vielleicht
jemand anderem passieren, aber auf keinen Fall ihr. Sie war kein Unglückskind.
Sie hatte bis jetzt immer Glück gehabt, und wahrscheinlich würde das auch so
bleiben.

Das Knacken eines Stockes riss sie aus ihren Gedanken. Sie sah um sich-nichts.

"Momma?"

Keine Antwort. Es war also nicht ihre Mama gewesen. Die Haflingerstute versuchte,
sich zu beruhigen. Es war bestimmt nur ein Kaninchen gewesen. Sunbeam
summte leise ein Lied vor sich her, dass ihre Mutter ihr immer gesungen hatte,
wenn Sunbeam einmal nicht einschlafen konnte. Und es wirkte tatsächlich. Die
kleine Lichtfuchsstute beruhigte sich, ihr Herz hämmerte nicht mehr so, wie es es
vor einigen Sekunden noch getan hatte. Bis auf einmal, als sie eine Stimme
hinter sich hörte. Sunbeam wollte kreischen, konnte aber nicht. Sie versteinert
stand sie da, kein Muskel rührte sich in ihrem Körper, sie stand einfach nur da.
Sie spürte, wie ihr die Luft wegblieb, und atmete tief aus und ein. Suchst du
deine Mutter, Kleines? Wie kann sie jemanden wie dich nur alleine lassen. Eine
Schande. Nun, wenn du Hilfe brauchst ... ich könnte es dir nur anbieten ...

Die Stimme klang zwar sehr freundlich, und doch zeigte Sunbeam ihre Angst. Sie
hatte wirklich panische Angst. Langsam drehte sie sich um und sah mit Entsetzen
das riesige Pferd vor ihr an.

Es war ein weißer Shire, riesengroß, und richtig furchteinflösend, selbst wenn er sehr
freundlich sah. Sunbeam atmete hektisch. Sie hatte nur von einem weißen Shire
gehört...und zwar von IHM. Das musste er sein. Sonst gab es sicherlich nur wenige
weiße Shire, und die Beschreibung traf genau auf auf das Pferd zu, das imposant
und beeindruckend vor ihr stand. Er hatte ihr richtig befohlen, in einem richtigen
Befehlston, ihren Namen zu nennen. Sunbeam schluckte schwer.

"M-m-m-mein N-n-name ist S-s-Sunbeam...ich suche meine M-m-mutter...
hast du eine Haflingerstute g-gesehen?"


Die Haflingerstute machte sich klein und sah den riesigen Shire aus ängstlichen
Augen an.

[denkt//bemerkt Rana//hat Angst//redet]
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Persephone
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BeitragThema: Re: Kapitel 3: Fruehling & Freude   Sa Sep 17, 2011 2:35 pm

If anyone hurts my baby, I will rip his head off and break every single one of his bones

Aphrodite hatte Persephone in den wald geschickt, um mehr Kräuter zu holen. Erstens, weil sie und die neue Stute Akira bereits hoch trächtig waren und sich das eben zeigte. perse wusste aus erfahrung wie mühsam diese Zeit war und welche schmerzen sie hatte ertragen müssen, doch es hatte sich ja am Ende doch noch gelohnt. Perse liebte ihre Tochter Sunbeam über alles, doch manchmal fragte sie sich, ob sie sich genug um die Kleine kümmerte. Es war nunmal einfach so, das perse noch sehr Jung war, noch nicht einmal richtig erwachsen. Wäre sie älter, würde sie sich wahrscheinlich auch anders verhalten.

Nach einigen Stunden des suchens, hatte die Haflingerstute immernoch nichts gefunden was ihr weiterhelfen könnte. Den Hollunder den sie gerne hätte war niergens zu finden und ansonsten brauchte sie nichts wirklich aus diesem Wald. Alles was ihr weiterhelfen könnte, würde sie beim Fluss und auf der schönen Wiese der Herde finden können. Nun senkte die junge Stute ihren Kopf und knabberte nur schnell an einem saftigen Blatt. Dabei rutschte ihr, ihre golden gewellte Mähne über die Augen wie ein Schleier. Und dann plötzlich, trug eine sanfte Briese eine weit entfernte Stimme zu der Heilerin hinüber. Mit einem Ruck war ihr Haupt oben, die Augen groß, die Nüstern geweitet und die Ohren aufmerksam gespitzt. Wieder hörte sie die Stimme und endlich wusste Persephone wem diese Stimme gehörte. Sunbeam!

Oo. Sie muss mir gefolgt sein! Ich habe ihr doch gesagt sie darf nicht in den Wald! Oh nein, meine arme Sunny! Sie soll doch gefälligst still sein! Wieso kann sie nicht still sein? .oO

Ein zittern lies den dunkelgoldenen Körper der jungen Heilerin erzittern. Ihre Haselnussfarbenen Augen waren geweitet und schock sprach aus ihnen. Dann, in einer eleganten kehrtwendung wirbelte die Stute herum und beagnn so schnell, aber auch so leise wie möglich ihre Tochter zu finden. Sie durfte auf keinen Fall zu laut sein! Im trab überwand sie einen umgefallenen Baum und ihre cremfarbenen fesseln streiften die Rinde des Baumes, ebenso wie ihr langer, goldener, gewellter Schweif. Angst sprach aus ihren hellen Augen doch gleichzeitig funkelte eine tiefe Entschlossenheit in ihnen. Dann, so plötzlich wie das Rufen der Kleinen angefangen hatte, so hörte es auch auf. Sofort erzitterte er Körper der Mutterstute wieder und der kalte Schweiß der Angst breitete sich aus. was war los? Ihr war doch nichts passiert? Doch persephone konnte die schrecklichen Szenarien nicht verdrängen. Sie sah den toten Körper ihrer Tochter, und daneben ein Rudel Wölfe, dann sah sie wieder wie sie stürzte und sich etwas brach, oder am schlimmsten, wie ein riesiges weißes Pferd seinen Schatten auf das winzige Fohlen fallen lies. Perse beschleunigte ihre Schritte noch mehr und es würde nicht viel fehlen, und sie würde galoppieren. Doch dann hörte sie Stimmen. Die eine Stimme erkannte sie sofort. Es war Sunbeam und dann war da noch eine tiefe Stimme, eine Stimme die sie noch nicht kannte, doch sie wusste das so eine tiefe Stimme, zu einem großen Pferde gehören musste.

Oo. OH NEIN! Nicht meine Tochter! .oO

Perse wusste wer das war! Dann, mit einem Sprüng überwand sie ein kurzes Dickicht und noch einen Baumstam, und kam schlitternd zum stehen. Ihre kleine Tochter stand vor einem riesigen weißen Shire, viele male größer als sie. Blankes entsetzen packte die junge Mutter und mit einem hohen wiehern sprang sie vor ihre Tochter. mitfunkelnden Augen blickte sie zum großen Schimmel auf und ein noch höheres, wütendes wiehern, oder eher schon kreischen entwiech ihrer kehle.

»Wenn du meiner Tochter zu nahe kommst, dann verspreche ich dir, das du nicht unbechadet davonkommst du Monster! Ich reise dir deinen dämlichen Schädel vom Kopf und breche dir jeden Knochen im Körper du Nullnummer! Also verschwinde und wag es ja nicht deine bescheuerte Visage nochmal in diesem wald sehen zu lassen! Oder hattest du die Nase voll vom allein sein und wolltest weinend zu deiner mami zurück!«

Ein boshaftes lächeln breitete sich auf dem Gesicht der Halfingerstute aus, und ein aberwitziges funkeln trat in ihre Augen. Ohne einmal vom Schimmel wegzusehen, stellte sie sich langsam über ihre Tochter. Sie würde Sunny beschützen und wenn es das letzte was sie tat, doch zuerst würde sie dieser Lachnummer von hengst einmal ein paar Manieren beibringen, nicht das perse viel davon besaß.

[im Wal ;; hört Sunny ;; Rana & Sunny ;; redet]
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Obscura Ranà
:: Deadly Game ::
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BeitragThema: Re: Kapitel 3: Fruehling & Freude   So Sep 18, 2011 2:56 pm


"Manchmal denke ich an 10 Dinge gleichzeitig. Bei den meisten frage ich mich, ob sie Sinn machen würden. Oder ob es nur Energieverschwendung wäre, jemandem wie dir ein Gespräch zu kommen zu lassen ..."



Das kleine, arme Haflingerfohlen!
Er hätte ja fast lauthals losgelacht so amüsant war das, ein so kleines Ding hier draußen zu finden. Was dachte sich deren Mutter eigentlich dabei? Entweder sie hatte absolut keine Ahnung welchen Gefahren, die kleine Stute hier draußen ausgesetzt war, oder sie hatte keinen Bock mehr auf das Fohlen, was er ja hätte verstehen können. Wer hatte schon Bock sich mit einem kleinen, unwissenden Etwas zu beschäftigen, dass gerade einmal Mühe hatte seine eigenen Beine unter Kontrolle zu halten. Eigentlich peinlich, aber Fohlen war ja nie etwas peinlich. Bedauerlicher Weise.
Nun ja, wenigstens schien die Stute so etwas wie Anstand zu haben. Auch nicht schlecht, wenigstens etwas. Man konnte ja immer Fortschritte machen. Er lächelte weiterhin leicht. Das Haflingerfohlen wirbelte augenblicklich auch herum und sah ihm mit vor Angst geweiteten Auge und geblähten Nüstern an. Viele hätten jetzt vielleicht gesagt: Oh Gott, dass arme Ding! - Aber Ranà wäre nicht Ran`, wenn auch auch in dieser Situation keinen Funken Mitleid zeigen würde. So sah er die Stute einfach nur abwartend an und schließlich stellte die sich dann auch vor. Wenn auch mit zittriger Stimme. Nun er könnte sie anbrüllen und sagen, sie solle gefälligst sich zusammenreißen, aber das würde auch nichts zur Sache beitun. Oder er stürzte sich gleich auf sie udn alles was man von ihr finden würde, wäre ihr zerrissener Körper.

Sunbeam. So hieß die kleine Dame also. Der große weiße Hengst sah sie noch immer freundlich an, doch das Fohlen schien schon allein wegen seiner Größe Angst vor ihm zu haben. Nun auf den Boden legen um ihr Vertrauen zu gewinnen, würde er sich jedenfalls nicht. Wahrscheinlich wusste sie sowieso schon wer er war. Moonlight und Aphrodite hatten bestimmt dafür gesorgt, dass die Jüngsten der Herde ordentliche Schauergeschichten über ihn zu hören bekamen, damit sie sich niemals von der Herde entferneten, da war er sich sicher. Was dagegen sprach: Warum war dann dieses Fohlen hier? Entweder sie brach gerne Regeln, oder sie hatte sich verirrt. Er tippte auf Zweiteres, denn sie sah nicht gerade wie eine Draufgängerin aus.

>> Sei gegrüßt Sunbeam! Nein, bedauerlicher Weise habe ich keine Haflingerstute gesehen. Aber ein Fohlen wie du sollte nicht alleine im Wald herumirren. Du solltest zurück zu deiner Herde gehen. Meinetwegen begleite ich dich, wenn du Angst vor Wölfen hast. <<

Mit leicht schief gelegten Kopf sah Obscura Ranà sein Gegenüber an. Der Hengst kam überhaupt nicht blutrünstig, oder mörderisch vor. Eine Masche, die halt immer wieder funktionierte. Aber das konnte die Kleine ja schlecht wissen. Sie war ein Fohlen!

Plötzlich ertönte erst ein schrilles, und dann ein aufbrausendes und zuletzt ein äußerst wütendes Wiehern. Ranà hob den leicht gesenkten Kopf wieder auf volle Höhe und ragte wieder vor Sunbeam empor. Augenblicklich stand eine wild schnaubende Haflingerstute vor ihm und funkelte ihn aus zornigen Augen an. Der Schimmel zeigte sich jedoch unbeeindruckt, er war gute 40 Zentimeter größer, als die Stute. Mit hochgezogener Augenbraue sah er sie an, als sie auf ihn losging und ihn anfauchte, wie eien Katze, die von einem Hudn angegriffen wurde. Dabei hatte er dem Fohlen kein Einziges Haar gekrümmt!
Aha! Diese Sunbeam war also ihre Tochter. Auch gut. dann hatte das Kleine Ding ja seine Momma gefunden. Und er kam wiede rnicht zu der Herde es war zum ausrasten. Und diese närrische Stute schien auch noch darauf aus zu sein, sich mit ihm anzulegen. Wenn sie unbedingt wollte. Zwei Opfer an einem Tag. Auch nicht schlecht. Bewahrheitete sich seine These einmal wieder.

>> Jetzt habe ich eine Haflingerstute gesehen! <<

Die Worte waren murmelnd an Sunbeam gerichtet und noch immer blitzten seine Augen freunlich. Keine Spur von Bösartigkeit. Doch bei den Worten der Fremden verfinsterte sich sein Blick. Er ließ ja mit sich reden, aber nicht so.
Mit einem bedrohlichen Satz sprang er auf die Palominofarbene zu und stand so dicht vor ihr, dass sich ihre Nüstern fast berührten. Aber seine Stimme war noch rauer, als sonst.

>> Pass auf was du sagst, du närrische Fellkugel! Wie ich sehe, weißt du wen du vor dir hast, dass sollte dich zur Vorsicht leiten. Doch ich kann verstehen, wenn du diesen bescheuerten geschichten kein Wort glaubst. Ich würde es ja selbst nicht tun. Und ich glaube auch nicht daran, dass du es schaffen würdest mir auch nur ein Haar aus meinem Fell zu reißen. Eher könnten die Wölfe deinen Kopf als Trophäe durch den Wald tragen.
Und von welcher MAMI du auch immer sprechen magst: Das Alleinsein hat seine Vorteile, auch seine Nachteile. Ebenso wie das Herdenleben. Aber denk ja nicht, dass du die Erste bist die sich mir in den Weg stellt. Du solltest wissen, was mit den anderen Geschehen ist, die das versucht haben!
<<

Ranà warf den Kopf in die Höhe und sah stolz auf die Stute herab. Was wollte sie denn bitte? Er hatte keien Lust sich jetzt mit ihr abzugeben. Sie sollte sich einen anderen suchen, den sie anzicken konnte, er brauchte ihre Stimmungsschwankungen nicht. Der Schimmel schnaubte. Ob wütend, niedergeschlagen, oder verächtlich, war nicht so ganz klar. Doch sein Blick heftete sich fest auf Sunbeam und ihre Mutter. Mal sehen, wei schnell die beidne laufen konnten. Und da strich ein selbstgefälliges Grinsen über sein Gesicht.



[ Sunbeam | spricht | bemerkt Perse | abwartend | spricht | genervt ]
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Kapitel 3: Fruehling & Freude
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