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 Kapitel 3: Fruehling & Freude

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Aphrodite
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BeitragThema: Kapitel 3: Fruehling & Freude   Sa Aug 13, 2011 7:23 pm

Fruehling & Freude

Der Winter war hart und die Furcht regierte die Herde. jedesmal, wenn die Sonne sich dem Horizont naeherte, began die Angst ihre kalten Finger nach den Herzen der Pferde zu strecken und die Furcht vor "Ihr wisst schon wer" nahm ueberhand. Die Mitglieder die schon etwas laenger bei der Herde lebten, kannte die Geschichten vom weissen Hengst, doch nicht alle glauben daran, dass es wirklich der adoptierte Sohn des Leitpaars war, der viele der Pferde getoetet und vertrieben hatte. Doch als die ersten bemerkten wie seltsam die Leitstute und der Leithengst auf den Namen Obscura rana reagierten, mieden es die anderen Pferde den Namen des Untreuen zu nennen. Anstatt seinen Namen zu nennen, war von nun an nur noch die Rede von "Ihr wisst schon wer".

Die Ersten Monate in der herde war sehr schlimm. Der verlust ihrer Beraterin, Scalet, wog schwer auf der Herde, den die Rappin war allen sehr ans Herz gewachsen. Aber die Pferde trauerten auch um drei andere Pferde und der Verlust wog schwer. Als der maechtige Hengst Namens Leviathan ihren kalten, reglosen Koerper auf der Lichtung ablegte, wo sich die Herde versammelt hatte war es fuer eine Weile sehr Still, wodurch der schmerzens schrei der Leitstute umso lauter erschien. Yu war nie von ihrer Kraeutersuche zurueckgekehrt und die kleine Firework die ihrer Mentorin durch den Schneebedeckten Wald heimlich gefolgt war blieb ebenfalls fuer immer verschollen. Alles was die Dreaming Shadows je fanden waren spuren aus Blut und spuren des Kampfes. Keiner sprach es je aus, doch alle dachten an ihn und wussten, das er es getan hatte. Die bittere Dunkelfuechsin Chizakura verlies die Herde ebenfalls, aber die Stute hatte sowieso nie starke Buende mit der Herde geknuepft. Dafuer kamen viele neue Pferde. Der maechtige Shire, leviathan, blieb und wurde mit der Aufgabe betreut, Oberster krieger zu sein, Marus, der liebenswuerdige Fuchs blieb natuerlich auch bei der Herde und versuchte zumindestens etwas Licht und Freude ins Herz der Herde durchdringen zu lassen. Auch der schreckende Schecke namens Stormbreaker schloss sich der herde an, auch wenn er eher unter sich blieb.

Kurze Zeit spaeter tauchten mehr Pferde auf. Zuerst die schoene Friesin namens Alice, nach ihr traff die kleine Haflingerstute, Persephone, mit ihrer winzigen Tochter, Sunbeam, auf und erklaerte sich selbst zur Heilerin. Mit den beiden haflingern kam wieder mehr leben in die herde, da sowohl Mutter als auch Tochter alle Pferde ganz schoen auf trab hielten. Danach kam ein neuer Hengst namens Thunder. Ein alter Freund aus der alten herde der Leitstute und dieser nahm den Platz der verstorbenen Scalet ein.

Endlich kam der Fruehling und alle Pferde Atmeten auf, den die Freude war gross. Zur Freude der ganzen Herde, wuerde Aphrodite bald ihr Fohlen gebaeren. Doch nun, selbst durch das gleisende Licht der Sonne, selbst durch den wunderbaren geruch der Blumen, koennen die Pferde der Dreaming Shadows spueren, das sie etwas beobachtet, das er sie beobachtet, "Ihr wisst schon wer". Seine Persenz ist allgegenwaertig, doch die Pferde versuchen es sich nicht anmerken zu lassen. Doch egal wie sehr sie es versuchen, alle wissen, dass eine Uhr fuer sie tickt, doch das diese bestimmte Uhr bald verstummt, dass koennen sie nicht wissen, alle ausser einem. Den dieser eine, wird ihre Uhr zum Stillstand bringen.....

Zur Zeit ist es Vormittag und die Temperaturen steigen andauernd, doch es ist nicht wirklich heiss. Die Dreaming Shadows befinden sich auf einer wunderschoenen Lichtung die von Blumen in allen farben und Formen beinahe verschluckt wird. Vor ein paar tagen haben die Pferde eine Fremde Herde gerochen, etwas auserhalb ihrer territoriums und Thunder, der berater, wurde von den Leittieren hingeschickt um die Lage auszukundschaften und ein paar Neuigkeiten aufzuschnappen. Er wird die naechsten Tage nicht bei der Herde sein.


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Marus
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BeitragThema: Re: Kapitel 3: Fruehling & Freude   So Aug 14, 2011 12:14 pm

Marus stand auf der geblümten Wiese und fraß. Hmmmm, dieses saftige Gras, und diese süßen, duftenden Blumen, beides schmeckte zusammen einfach herrlich. Er stand etwas abseits der Herde und genoss das schöne Wetter in vollen Zügen. Er reckte den Kopf und sah sich um, als der Wind plötzlich wehte und seine kurze, aber dennoch schöne Mähne nach hinten wehen ließ.
Doch so ganz wohlfühlen konnte er sich nicht. Er wusste, sie wurden beobachtet. Die ganze Herde. Alle fürchteten sich vor 'ihm'. 'Ihr wisst schon wer' war sicherlich ganz in ihrer Nähe, doch Marus ließ sich von seiner Angst, wie wahrscheinlich jeder hier, nichts anmerken. Stattdessen setzte er seinen kleinen Körper nun in Bewegung und trabte locker auf Alice, die große, hübsche Friesenstute zu. Marus mochte sie, sie war sehr nett, und offenbar fand sie ihn auch nett. Jedenfalls schien dies so.

"Hey, Alice, wie gehts dir? Schönes Wetter heute, oder?"

Marus lächelte die Stute freundlich an, dann senkte er seinen Kopf, um eine lecker aussehende, bunte Blume aufzufuttern. Den Blütenkopf noch aus dem Maul hängend, hob er seinen Kopf wieder und grinste die Friesenstute Alice frech an.
Dann lief er zu einem großen Apfelbaum mit einer weit ausladenden Krone, an der viele, saftige, rote Äpfel hingen. Das Obst glänzte appetitlich im Licht der Sonne, und lud ein jedes Pferd förmlich dazu ein, es zu essen. Marus dachte nicht lange nach, machte einen Satz und packte mit den Zähnen einen Apfel. Er überlegte kurz, was er mit diesem Apfel machen sollte. Sollte er nett sein und ihm Alice geben, oder sollte er egoistisch sein und ihn selbst essen. Er entschied sich für erstes, und galoppierte wieder zurück zu Alice.
Er legte den knallroten Apfel vor ihren Hufen ab und schob ihn weiter zu ihr.

"Ich dachte mir, du magst bestimmt auch einen, und das Gras wird ja auch irgendwann langweilig."

Er lachte, dann rannte er wieder zu dem Apfelbaum und pflückte sich selbst einen Apfel, mit dem er sich dann wieder zu Alice stellt und ihn genüsslich verspeiste.
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Alice
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BeitragThema: Re: Kapitel 3: Fruehling & Freude   Mo Aug 15, 2011 8:26 am

"Manchmal denke ich bereits vor dem Frühstück an sechs unmögliche Dinge."


Es war faszinierend, nach dem eiskalten Winter wieder die warme Frühlingssonne auf ihrem nachtschwarzen Fell zu fühlen. Dass binnen weniger Wochen der Schnee schmolz, eine nasse, kalte Landschaft zurückließ und die wärmende Sonne schließlich das Leben des Gebiets erweckte ... das passierte jedes Jahr, doch für Alice war es jedes mal ein unerklärbares Ereignis, wunderschön, aber doch verstörend. Was wenn der Rhytmus der vier Jahreszeiten aufhören würde oder sich mit der Reihenfolge vertat? Im Wunderland war es so gewesen, an einem Tag Winter, am anderen Höchsttemperaturen im Sommer. War das der Grund für die Zerstörung des Fantasielands gewesen? Nachdenklich sah die schwarze in den cyanfarbenen Himmel und bemerkte Marus zunächst nicht. Eine leichte Briese kam auf und der dumpfe Aufschlag von Hufen war zu hören, doch Alice hörte nicht hin, schien ganz in Gedanken versunken. Als die Friesein jedoch ihren Namen hörte, zuckte sie fast schon erschreckt zusammen und sah sich verwirrt um, bis sie den Fuchs neben sich bemerkte. Ein verlegenes Lächeln huschte über die Lippen der Friesin und ohne groß drüber nachzudenken, setzte sie zu der Antwort an:

" Mir geht es sehr gut, danke, dass du mich gefragt hast, Marus. Ich ... ich fühle mich immer sehr zufrieden, wenn der Frühling beginnt. Er gibt mir so ein Gefühl von Sicherheit ... und Ordnung. Und über was hast du heute nachgedacht? "

Anfangs hatte Alice sich noch fremd gefühlt, da sie auf einfache Fragen keine einfachen Antworten gab, sondern die Frage wirklich beantwortete, doch dieses Unwohlsein hatte sich schnell gelegt. Schließlich war die Herde sehr tolerant, was Merkwürdigkeit anging .. ob sie auch ihre Verrücktheit akzeptieren würden? Die Nachtschwarze wollte lieber abwarten und ihr Wunderland für sich behalten. Vielleicht würde sich eines Tages die Gelegenheit bieten, einem guten Freund oder einer guten Freundin von ihrem Traumland zu erzählen, doch vorerst würde sie mit ihrem Problem alleine bleiben. Stadtessen beobachtete sie den charmanten Fuchs, wie er zu einem Apfelbaum lief und eine der Früchte runter holte. Als er zurückkam, konnte die Friesin ihr Grinsen dank seiner Bemerkung nicht verkneifen. Ich dachte mir, du magst bestimmt auch einen. Sie war diesen Umgang gar nicht gewöhnt, doch jedes Mal, wenn jemand ihr eine kleine Freundlichkeit schenkte, umgab sie ein Gefühl von tiefster Zufriedenheit, aber gleichzeitig auch der leichte Anflug von Angst. Sie hatte Angst vor Nähe und bei jeder Geste der Freundlichkeit kam sie einer Person näher, wogegen sich ein Teil von ihr vehement sträubte. Das kannst du nicht machen! sagte leise eine Stimme in ihr, doch sie konnte nicht anders. Von der Herde gut behandelt zu werden war wie eine Droge für sie, auch wenn es komisch klingt, sie konnte kein Herdenmitglied abweisen, wollte immer unter Pferden sein und ... dazugehören. Erst als er sich selber einen Apfel geholt hatte und zurückkehrte, konnte Alice ihm antworten:

" Danke, das ist sehr aufmerksam von dir. In diesem Frühling habe ich zum ersten Mal Äpfel probiert, in meiner alten Heimat gab es so was nicht ... "


... jedenfalls nie zugänglich, da die leckeren Sachen nur für die ranghöheren Herdenmitglieder zugängig waren. Ebenso wie der Fuchs bis sie in den roten Apfel hinein und zerkaute ihn genüsslich. Im Gegensatz zu Gras war der Apfel eine Geschmacksexplosion, so süß und saftig, genau wie die Beeren im Wunderland. Die Schwarze tat sich schwer mit dem Schlucken und auf einmal war ihr der Appetit vergangen. Die Beeren. Nein, sie wollte sich nicht daran erinnern. Die Schwarze schüttelte den Kopf und lugte zu Marus, der keine Probleme mit dem Essen zu haben schien. Nun, sie lugte eher nach unten, da der Hengst ein ganzes Stück kleiner war als sie. Was sie wohl jetzt machen könnten? der nachtschwarze Blick glitt über die weite Ebene und spontan fragte sie Marus:

" Wollen wir ein Stück spazieren gehen? Wir sind ein ganzes Stück abseits von der Herde, wir können uns ja langsam wieder auf den Weg zu ihnen machen. "

[ bei Marus / antwortet / in Gedanken / isst Apfel / Vorschlag ]
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Aphrodite
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BeitragThema: Re: Kapitel 3: Fruehling & Freude   Mo Aug 15, 2011 3:55 pm

"If the dreams could become reality, my greatest wish would have come true."
"Why should reality disapper? DReams are unpredictable, you can never know what will happen."
"My fears would disapper, they would become nothing, that would happen."
"Your fears will only disapper, when you take your last breath my dear."




Aphrodite traeumte. Es war ein wunderbarer Traum, voller farben, waerme und zuneigung. Die Schimmlin wollte nicht aufwachen, sondern sich tiefer hinein in ihren Traum begeben. was gab es schoeneres als sich der Wirklichkeit zu entziehen? Die Leitstute konnte sich nichts ausser zwei Dingen vorstellen. Erstens, ihr Gefaehrte war des beste, wunderbarste und liebevollste Hengst den es je gegeben hatte und alles was sie wollte war bei ihm sein. Das zweite, das besser als die Traeume war, war die tatsache, dass die Schimmlin ein Fohlen gebaeren wuerde. Diese zwei tatsachen liessen die wunderschoene Stute jeden Tag aufwachen. Liesen sie die Sonne geniesen, die leichte Brize, das saftige Gras und der Duft der Blumen, doch dieser Traum, dieser Traum hatte all dies und mehr.

Aphrodite galoppierte, sie galoppierte durch ein Meer aus Blumen. Wohin sie auch blickte, die landschaft verlor sich in ihnen. Ihre Farben waren intensiev, surreal. Ebenso der Duft der der Stute in die Nuestern stieg. So suess, so intensiev, so surreal. Der Himmel jedoch war anders, der Himmel war der beweis, dass sie traeumen musste. Der Himmel war so dunkelblau, das es eigentlich Pechschwarz um sie herum sein sollte, doch es war so hell wie zu Mittag. Aber es war nicht wirklich die dunkelheit des Himmels, was Aphrodites Aufmerksamkeit erweckte, es waren die Sterne. Sie bewegten sich. Aber nicht nur als kleine weisse Punkte, sondern als sollide Formen. Die Formen von Pferden die schnell wie der Wind galoppierten. Die Felle glaenzten wie tausend Diamanten und ihre Maehnen strahlten so hell, man muesste meinen ein Blick wuerde genuegen, um fuer immer blind zu sein. Aphrodite stand still, waerend sie die Pferdesterne beobachtete, als sie ploetzlich jemanden neben sich spuerte. Langsam, ganz langsam glitt ihr Blick zu ihrer Flanke und sie sah das schwarz glaenzende Fell ihres geliebten Moonlight. Die Schimmlin hatte gerade genug Zeit ihm liebevoll zuzulaecheln, als sie abermals eine Beruehrung spuerte, dieses Mal auf ihrer anderen Seite, verwirrt sah sich Aphrodite um und erstarrte. Ihr einstiger Ziesohn blickte liebevoll laecheln auf sie herab. Angys Herz machte einen Satz und sie strahlte Obscura rana an. Sie wollte ihn nicht fragen, wieso er sich entschieden hatte sie zu lieben. Es war ihr egal. Ausserdem hatte sie keine Zeit ihn laenger anzusehen, den ein glockenhelles lachen weckte ihre Aufmerksamkeit. Suchend sah sich die Stute um und ihr Blick blieb an einer strahlenden Sillouette stecken. verwirrt blickte sie zu Moonlight und dieser laechelte zurueck. Wieder schweiften die Augen der Schimmlin zur Silouette, die sich ihr langsam naeherte und es wurde immer deutlicher, das es kein Pferd war, sondern ein Fohlen. Und wie es in traeumen oft der Fall ist, wusste Aphrodite einfach wer das war. Es war ihr ungeborenes Fohlen. begeistert sah Aphrodite zuerst Moonlight dann rana an und hetzte schliesslich vorwaerts. Sie wollte ihr Fohlen anschauen. Sie wollte sein, oder ihr Fell spueren, doch in dem Moment als die Schimmlin angaloppierte, verschwand die Silouette.
Aphrodite erwachte ploetlich mit einem haemmerndem Herzen und einem strahlendem laecheln auf den Lippen. Ihr seufzen war kaum mehr als eine brize die ihrem Mund entwich. Angy hob ihren Edel geformten Kopf vom Boden und mussterte sich selber. ihr Kugelrunder bauch schien nahezu unter ihr hervor zu quellen, was auf eine bestimmte Art ziemlich komisch aussehen musste, doch die Stute ignorierte es gefliessentlich und erhob sich langsam und vorsichtig. In letzter Zeit schlief sie viel, auch tagsueber. Wo sie gelegen hatte, blieb ein Abdruck in der bunten Blumenwisse. Aphrodite sah sich um. Etwas weiter entfernt, beim Apfelbaum, konnte sie Marus und Alice ausmachen. Zuerst wollte sich die Stute ihnen auch schon anschliesen, doch sie beschloss das es wohl keine so gute Idee war und suchte sich jemand anderen mit dem sie sich unterhalten konnte. Ihr Blick viel wie selbstverstaendlich auf Moonlight, der ein paar Meter neben ihr Stand. Die Schimmlin machte sich auf wackligen beinen auf den Weg und nach ein paar Schritten drueckte sie sich eng an seine Brust und seufzte zufrieden.

"Ich liebe dich, hab ich dir das in letzter Zeit eigentlich schon gesagt?"

Natuerlich wusste die Stute, das sie es ihm jeden tag mindestens einmal sagte, aber sie konnte sich einfach nicht helfen. Wenn sie nicht bei ihm war, hatte sie Angst. Wenn sie nicht seinen geschmeidigen Koerper spuerte, dann fuehlte sie sich beobachtet, sie fuehlte eine Gefahr lauern und sie konnte einfach nichtmehr ohne ihn sein.



[schlaeft // traumt // Moonlight // redet]


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Zuletzt von Aphrodite am Mo Aug 15, 2011 4:26 pm bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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Persephone
:: natuerlich bissig ::
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BeitragThema: Re: Kapitel 3: Fruehling & Freude   Mo Aug 15, 2011 4:18 pm

"You're strange."
"I don't care!"
"Why not?"
"Because you are a idiot and what you think is not worth anything!"
"Oh, now I git it..."



Gedankenverloren knabberte Persephone an ein paar Blumen. Ihre glaenzenden braunen Augen schienen ueberall gleichzeitig zu sein. Auf ihren beiden Freunden, etwas weiter entfernt, auf der zuerst schlafenden Leitstute, einfach auf allen. Zu gerne wuerde perse mit einem der Pferde reden, doch irgendwie konnte sie sich nicht einfach nicht dazu durchringen zu einem der Pferde zu gehen und sie anzusprechen. Nicht das die kleine Haflingerstute Angst hatte oder nicht vollkommen selbstbewusst war, nein, sie war einfach zu sehr in ihren eigenen gedanken verloren um sich auf eine weise wegzubewegen. Alles was sie konnte war stillstehen und nachdenken. Die goldene erinnerte sich gerne daran zurueck, wie sie zur Herde gekommen war.

Ueberall war Schnee gewesen, so viel Schnee, es reichte ihr fast bis zur Brust und ihre winzige Tochter musste immer wieder hoch in die Luft springen, um sich auf irgend eine art und weise vortzubewegen. Perse hatte sich sorgen um sie gemacht, wirklich grosse sorgen. Bald wuerde ihre kleine Sunbeam erschoepft sein, aber stehen bleiben, in der Kaelte, waere keine gute idee gewesen. Also hatte die junge Mutter ihrer Tochter immer wieder Mut gemacht, bis sie schliesslich den geruch der anderen Pferde in sich aufsog. Sofort war sie auf Alarmstufe zehn und ihre Ohren betaetigten sich als radar, doch ihre Sorge hatte sich als unnoetig erwiesen. Die Pferde waren nett gewesen, sehr nett, wenn man davon absah, das die Leitstute unter leichtem Schock stand und die meisten Pferde schier wannsinnig vor Angst waren, doch keiner hatte sie und ihre Tochter abgewiesen, also war sie geblieben.

Wieder in der gegenwart, nahm die Stute einen letzten happen voll saftiger und Duftender Blumen, bevor sie sich suchend nach einem Gespraechspartner umsah. Sofort fiel ihr der riesige Shire ins Blickfeld - Leviathan. Ohne lange darueber nachzudenken, machte sich die Stute auf den Weg zum Krieger. Ein paar Schritte neben ihm, blieb sie stehen und blickte neugierig und leicht verschmitzt zu ihm auf. Sie mochte ihn. Nicht auf die Art und weise wie Stuten Hengste mochten, sondern auf eine Freundschaftliche Art und Weise. Sie war sich zwar nie wirklich sicher ob er ihre gegenwart wirklich ebenfalls genoss, doch sie achtete nie darauf, also wusste sie es eben nicht.

"Hey Grosser Krieger. Du da oben, wie ist es, die Sonne endlich wieder am Fell zu spueren. Ist das nicht ein verdammt gutes gefuehl. Hugh. Ich wuenschte das der Fruehling fuer immer bleiben wuerde. Du nicht auch? das einzige was mich daran stoert, ist wie Liebeskrank die meisten Volltrottel werden. naja, ich darf wohl nichts sagen."

Persephone sah sich suchend nach ihrer Tochter um, fand sie jedoch nicht augenblicklich, doch sie machte sich keine Sorgen deswegen, wahrscheinlich versteckte sich die Kleine einfach irgendwo in den Blumen.



[denkt nach // erinnert sich // Leviathan // redet]
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Moonlight
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BeitragThema: Re: Kapitel 3: Fruehling & Freude   Mo Aug 15, 2011 7:34 pm

    "Manchmal ist die Welt zu kompliziert, wie dass man sie erklären könnte ..."


    Der Frühling brachte frischen Wind über das Land. Es war anders hier. Es war alles so ... wie sollte man es beschreiben? Es schien, als würde die Welt aufatmen udn all ihre Geschöpfe wieder zu leben erwecken. Die Bäume streckten ihre grünen Blätter in die Luft und schienen nach dem Himmel greifen zu wollen. Alles schien wieder perfekt zu sein. Doch irgendwie machte gerade diese Friedseelifgkeit und Ruhe, etwas Unnatürliches her. es schien, als sei dies die Ruhe vor dem Sturm.

    Der Winter hatte nicht mehr allzuviel Gutes gebracht. Die Herde war zwar stetig gewachsen, doch die Verluste schmerzten noch immer tief in Moonlight. er hatte Scalet gemocht. Die alte Beraterin war getötet worden. Moonlight hing seinen Gedanken nach, er wollte nicht an ihn denken. Er musste sich ablenken, doch dem schönen Rappen fiel nicht ein womit. Schweren Herzens seuftzte er. Wo sollte seine Trübseeligkeit sie alle noch hinführen? in letzter Zeit hatte er wirklich zu viel an Aphrodite abgeschoben. Sie war trächtig, er sollte ihr wirklich mal wieder etwas Arbeit abnehmen.
    Moonlight sah auf die Stute, die neben ihm schlief und ein seeliges Lächeln glitt über seine Züge, ehe er den Blick wieder abwand und über die Herde streifen ließ. Er war froh, dass die Verluste der einstigen Herdenmitgliede rnicht allzugroße Lücken hinterlassen hatten. Auch wenn eben diese nicht mehr da waren, hier waren überall neue Pferde, die zu der Herde gehörten und somit zur Familie.
    Der Leithengst betrachtete jeden einzelnen von ihnen und es bestätigte ihn nur darin, dass er das Richtige tat. Für die Herde.
    Die Schimmelin neben ihm regte sich und mit warmen Blick sah Moonlight sie an. Bei ihren Worten musste er unverzüglich noch breiter Lächeln.
    Tat er doch dasselbe, wie sie. Doch er war kein Meister der Worte und so schwieg der Hengst und rieb einfach nur stumm seinen Kopf an Aphrodites Hals. Der Gedanke an ihr gemeinsames Fohlen machte ihn glücklich, aber tief in seinen Hintergedanken spielten sich schon wieder blutige Szenen ab. Was war, wenn ER, dessen name hier nicht genannt werden sollte, sie wieder aufspürte und womöglich das Fohlen in die Hufe bekam. Ebenso sorgte sich der Leithengst um die anderen Mitglieder. Niemand war je vor IHM, dessen Name hier nicht genannt werden sollte, sicher gewesen. Nicht einmal Scalet, bei der es doch noch den Anschein gehabt hatte, als hätte sie den kalten, unbarmherzigen Mörder zähmen können. Doch auch sie war nur eines seiner Opfer gewesen, die ihm schutzlos ausgeliefert waren. Moonlight schauderte. Warum tat ER das? Was hatten sie ihm alle getan? Er wusste es nicht. Doch die Angst war wie ein Schleier udn sie hing schwer über der Herde, auch, wenn sie im Moment überall schlummerte. ER brauchte nur ein Lebenszeichen von sich geben und sofort würden alle wieder wie in eienr Starre versinken, die einem das Blut gefrieren ließ.

    >> Denkst du manchmal an IHN?<<

    Er wusste, er sollte nicht darüber sprechen, aber er musste infach wissen, ob es ihr genauso ging. Ob sie sich genauso mies fühlte wie er. Ob sie auch manchmal solche Angst hatte. Man sah es Moonlight nicht an, denn das Gesicht des Schwarzen ließ meistens keinerlei Gefühle durchsickern, und er wirkte immer sehr gefasst, aber tief in ihm drinnen, war einfach nur das Reinste Chaos.
    Der rappe schnaubte. Sein Blick fiel auf Persephone. Die Haflingerstute hatte ebenfalls ein Fohlen. Doch sie war sehr zickig udn eigenwillig. Noch nicht viele Worte hatte Moonlight mit ihr gewechselt, doch die Worte, die sie gewechselt hatten, reichten ihm aus, damit er sagen konnte, sie sei unnahbar. Sein blick wandte sich wieder Aphrodite zu. Mit leicht schiefgelegten Kopf sah der Schwarze sie an, dass alles erinnerte doch an einen Klischee. Eine wunderbare LoveStory. Nur, dass das hier keine sondelrich ... schöne LoveStory war, da es einen ständigen, nicht zu fassenden feind im Hintergrund gab. De rim Moment mal wieder spurlos verschwunden war. Doch die hffnung, dass er vielleicht tot war, hatte Moonlight schon längst aufgegeben. Absurd, dass er seinem eigenen Sohn den Tod wünschte ...


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Marus
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BeitragThema: Re: Kapitel 3: Fruehling & Freude   Mo Aug 15, 2011 7:51 pm

Marus hatte gerade seinen Apfel fertig gegessen, dann sah er auf zu der schönen nachtschwarzen Friesenstute. Sie stockte beim Kauen ab und zu etwas, doch dann hatte auch sie ihren Apfel fertig gegessen. Der kleine Fuchs lächelte sie an. Er hatte ein beinahe unwiderstehliches, charmantes Lächeln, doch Marus bildete sich daraus nichts ein. Er war wie jedes andere Pferd auch, durch sein Alter aber wahrscheinlich vernünftiger als andere Hengste. Er war nicht so verrückt nach Stuten, und konnte auch im Frühling einen klaren Kopf behalten.
Als Alice ihn fragte, ob sie ein wenig spazieren gehen würden, da sie so weit weg von der Herde waren, brauchte Marus nicht lange nachzudenken.

"Natürlich, lass uns losgehen."

Marus deutete mit dem Kopf in Richtung Herde und wartete noch kurz auf Alice. Dann setzte er seinen kleinen, rotbraunen, schlanken Körper in Bewegung. Dann fiel ihm etwas ein, was er Alice fragen wollte.

"Alice, wo kommst du eigentlich her? Also von hier nicht, dass sieht man dir genau so an wie mir auch. Also, raus mit der Sprache!"

Der Fuchs musste anfangen zu lachen, nachdem seine Worte so ernst geklungen hatten. Das nahm ihnen die schärfe und Alice musste einfach merken, dass Marus nur einen Scherz machte.
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Akira
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BeitragThema: Re: Kapitel 3: Fruehling & Freude   Mo Aug 15, 2011 10:17 pm

Mühevoll schleppte sich Akira über den ausgetrockneten Boden. Ihr schmerzte alles, ihr ganzer Körper fühlte sich an, als wäre er auseinandergerissen und wieder zusammengefügt worden. Sie hatte Wunden am Körper, überall, blutende Platzwunden, Riss- und Schürfwunden. Die Hengste hatten ihr hart zugesetzt. Wieso aber ihr? Ausgerechnet ihr, Akira, eine Przewalskistute, die noch nie in ihrem Leben irgendeinem Wesen etwas Böses getan hatte. Sie war auch als Fohlen äußerst gehorsam und brav gewesen, hatte nie jemanden genervt. In ihrer Herde war das so gewesen. Entweder du hälst dich an die Regeln, oder du stirbst. Noch dazu wurden Stuten in den Mähnenkamm oder in die Beine gebissen, wenn sie nicht machten, was der Leithengst ihnen sagte. Und obwohl sie alles getan hatte, was die elf Hengste, denen sie begegnet war, ihr gesagt hatten, sie wurde dennoch gebissen, geschlagen, getreten und zu Boden geworfen. Es war keinesfalls eine schöne Zeit gewesen. Und dann das, was sie ihrem jungen Körper getan hatte...Akira blickte aus den Augenwinkeln auf ihren Bauch, der rund und dick war. Es würde noch einige Zeit dauern, es waren gerademal zwei Monate vergangen, nachdem die Hengste, beziehungsweise dieser eine Hengst,...nun ja, eben das getan hatten, weswegen ihr Bauch jetzt so aussah.
Irgendwie freute sich Akira auf ihr Fohlen. Auch wenn es ungewollt und von einem miserablen Wesen gezeugt worden war, Akira würde es dennoch lieben.
Nun aber musste sie erstmal irgendwo etwas zu Essen oder zu Trinken finden, sonst würde sie schneller hier eingehen, als ein Fisch auf dem Trockenen. Aber wo? Hier sah alles gleich aus. Himmel, Steppe, Himmel, Steppe...Akiras Kehle brannte und kratzte vor Durst, sie konnte sich kaum noch auf ihren kurzen, stämmigen Beinen halten...Himmel, Steppe, Himmel, Steppe...der Przewalskistute wurde schwindelig, sie parierte durch zum Trab...Himmel, Steppe, Himmel, Steppe...so langsam verblassten alle Farben ihrer Umwelt vor Akiras Augen, ihr wurde richtig schwarz vor Augen...Himmel, Steppe, Himmel, Wasser...Wasser? Akira riss ihre Augen auf, und stieß einen erschöpften Freudenschrei aus. Obwohl sie beinahe umkippte, raste sie so schnell sie konnte zum Wasser hin. Gierig trank sie aus dem kleinen, aber dich ausreichenden Tümpel. Die Stute konnte nun wieder klar sehen, und sie schöpfte etwas neue Kraft. Auch das Brennen in ihrer Kehle wurde schwächer, bis es schließlich komplett verschwand.
Akira trabte wieder los, immer noch auf der Suche, nach irgendetwas oder irgendjemanden. Auf ihrem Weg hatte sie ein großes weißes Pferd gesehen, doch er hatte unheimlich ausgesehen...als ob er auf etwas wartete. Ein riesieges Shire Horse. Er hate ausgesehen wie ein Kämpfer...ein Krieger...ein Mörder schoss es Akira durch den Kopf. Gab es mordende Pferde? Ja, die gab es. Wenn man ihnen begegnete, wusste man, sein letztes Stündchen hatte geschlagen. Zum Glück hab ich mich nicht zu dem gesellt. Sie trabte weiter, doch jetzt mit der Angst, von diesem großen, weißen Shire verfolgt zu werden.

Akira kroch mittlerweile nur noch. Wie lange war sie nun schon unterwegs gewesen? Einige Stunden? Es kam ihr vor wie Tage. Sie hatte Durst, ihre Kehle war ausgetrocknet und brannte und kratzte erneut. Sie wusste nicht, wie lange sie das noch aushalten würde.
Plötzlich hielt sie an. Die Przewalskistute spitzte ihre Ohren und sah aufmerksam auf eine Gruppe Bäume, die sich doch als kleiner Wald entpuppte. Akira trabte an, halt, nein, sofort parierte sie wieder durch und ging im Schritt in den Wald hinein.
Nach einer Zeit kam sie auf eine Lichtung, eine Wiese, die voll mit farbenfrohen Blumen bedeckt war. Und auf dieser Wiese standen sogar Pferde! Doch die beachtete Akira überhaupt nicht, ihr Hunger überwältigte sie, abe gerade, als sie ihren Kopf zum Fressen senken wollte, wurde ihr wieder schwindelig. Sie stand still da, und als der Schwindel nachließ, ging sie weiter, zu einer besonders lecker aussehenden Blume gehen wollte. Plötzlich wurde ihr wieder schwindelig, und diesmal sogar schwarz vor Augen. Das einzigste was sie noch merkte, war, wie ihre Beine einknickten, nachgaben und die Przewalskistute zu Boden ging. Ihr Maul war ausgetrocknet, sie atmete schwer, unregelmäßig und hektisch. Ihr Puls raste. Stimmen hallten in ihrem Kopf, einzelne Bilder flackerten auf.

'Jungs, schaut mal, was wir hier haben!'
'Ja, Cooper, eine süße, kleine, naive Stute!'
'Wollen wir, Cooper?'
'Nur zu!'
'Hey Süße, du siehst so allein aus, möchtest du nicht ein wenig bei uns bleiben und uns Gesellschaft leisten?'
'Natürlich, ich war sowieso gerade auf der Suche nach einer Herde! Da kann ich mich doch auch euch anschließen!'
'Hey, Cooper, könnte diese kleine Stute uns Gesellschaft leisten?'
'Nur zu, stellt sie ruhig mal allen vor!'
'Hey...ihr seid ja alle Hengste! Ich dachte dies wäre eine gemischte Herde so wie alle anderen!'
'Tzja, da liegst du leider falsch. Und weißt du was so viele Hengste mit einer so kleinen naiven Stute wie dir machen?'
'Nein, lasst mich in Ruhe! Nein..Nein...au...ahhhhhhhhhhhhhhhhh!!!!!'


[läuft | findet Wasser | denkt | findet Dreaming Shadows |bricht zusammen | erinnert sich]
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BeitragThema: Re: Kapitel 3: Fruehling & Freude   Mo Aug 15, 2011 11:13 pm

Stormbreaker stand abseits von der Herde und graste. Er stand so da, als ob er gar nicht dazugehören würde. Und so fühlte er sich auch nicht. Er war stets ein Außenseiter gewesen, damals so wie heute. Nur Shizafrina konnte damals sein Herz öffnen...Shizafrina. Bei dem Gedanken an sie stach es heftig in Stormbreakers Herz. Er dachte, er wäre schon über sie hinweg. Aber offenbar war er es noch nicht. Er hatte damals nur wieder angefangen zu morden, um sich von ihr, die sein Ein und Alles gewesen war, bevor sie...starb..., abzulenken. Er hatte einfach nicht mehr an sie denken wollen. Es tat ihm weh, über sie zu reden, an sie zu denken und sich an sie zu erinnern. Aber da er nun nur noch gelegentlich morden wollte, hatte er keine Ablenkung. Jetzt war er quasi gezwungen, an sie zu denken und sich an sie zurückzuerinnern. Ihre wunderschönen dunkeln Augen, ihr strahlendes Lächeln, die Freude in ihrem Gesicht, wenn sie Stormbreaker bei sich hatte. Ihre aufmunternden Worte, wenn es dem Marwari mal nicht so gut ging.
Stormbreaker kniff die Augen zusammen und senkte den Kopf an seine Brust. Es tat einfach zu weh, an sie zu denken. Was solte er tun? Um sich mit den anderen abzugeben, war er zu leicht reizbar. Sollte er mit dem Fohlen, wie war noch gleich ihr Name..Sunbeam..., spielen? Dann würde Persephone, Sunbeams Mutter, wahrscheinlich einen Nervenzusammenbruch erleiden.
Der Rappschecke entschied sich dafür, einfach zu futtern. Irgendwann würde er so aussehen wie ein kleines, fettes Shetland Pony. Nur eben größer. Dennoch fraß Storm weiter.
Doch dann wurde ihm langweilig. Mann, wozu soll DAS bitte noch führen!? Er begann, sich im Kreis zu drehen, was ihm aber auch zu öde wurde. Stormbreaker war irgendwie hobbylos. Was sollte es auch machen!? Das Morden musste er ja aufgeben! Hier kann man ja nichts machen, Mensch! Dann sah er genervt auf und brüllte quer über die Lichtung.

"Was machen wir jetzt den ganzen Tag!? Sollen wir alle bloß rumstehen und uns den Ranzen mit fett machenden Blumen vollschlagen!? Machen wir das das ganze Jahr über!? Ihr seid ja echt ´n ödes Volk! Wollt ihr etwa irgendwann so aussehen wie dieser fette, hässliche Obsc..."

Stormbreaker verstummte und duckte sich, als er realisiert, dass er gerade den Namen von IHM, besser bekannt als 'Ihr wisst schon wer' aussprechen wollte. Er scharrte mit dem Huf, dann machte er weiter.

"Äh, ich meine, wollt ihr irgendwann so aussehen wie so ´n fettes...Shetland Pony, was sich den ganzen Tag nur vollfrisst und einfach nix macht!? Und nur noch durch die Gegend rollen!? Das wollt ihr also!? Wenn nicht, dann bewegt mal eure pelzigen Hintern und lasst uns ´ne Runde laufen gehen!"

Genervt schüttelte Stormbreaker den Kopf und graste weiter. Was sollte er nun den ganzen Frühling lang tun? Die Stuten hier fand er sowieso alle unattraktiv, und Aphrodite würde sich über noch mehr schwangere Stuten mit Sicherheit aufregen. Also ließ er DAS schonmal bleiben. Schade.
Plötzlich hörte Stormbreaker etwas. Schnell hob er seinen Kopf und spitzte die schönen Sichelohren. Die Spitzen berührten sich fast, und ergaben so die Form eines Herzens.
Storm konzentrierte sich. Ein süßer Duft kam ihm zwischen den Bäumen entgegen. Aha, ein Pferd also, besser gesagt eine Stute. Woher die wohl kam? Wie sie wohl aussah?
Dann kam sie. Zwischen den Bäumen heraus auf ihre Lichtung zu. Eine kleine Przewalskistute, mit kurzem Hals und stämmigen Beinen. Wie jedes andere auch, um die Stehmähne mal nicht zu vergessen. Doch etwas an der Stute war anders. Ihr Bauch war dick...sie war trächtig...und überall waren Wunden. Sie blutete stark am Hals, für manch anderen wäre dies ein grauenvolles Bild. Für Storm war das Alltag. Geschwächte kleine Pferde, die konnte er einfach so umbringen. Aber irgendetwas in ihm ließ nicht zu, dass Stormbreaker sie 'erlöste'. Er hatte plötzlich Mitleid mit der Przewalskistute.
Diese wollte gerade grasen, doch plötzlich taumelte sie. Ob ihr schwindelig war? Dann stand sie still da, bevor sie weiter lief und erneut taumelte. Stormbreaker verzog das Gesicht, als die Stute aus heiterem Himmel zusammensackte und reglos liegen blieb. Das einzige, was Storm noch an ihr bewegend sah, war ihr Bauch. Die Stute atmete hektisch und unregelmäßig. Ob sie das überleben würde? Ihr Maul war komplett ausgetrocknet, ihre Nüstern mit dickem Schleim verklebt. Sie war ausgetrocknet.
Storm sah panisch auf. Er wusste nicht was er tun sollte, also rief er erneut los.

"Wir...wir brauchen einen Heiler! Persephone, komm schnell! Die Stute brauch deine Hilfe!"

Panisch rannte Storm zu dem kleinen See etwas weiter entfernt und nahm Wasser in sein Maul. Erste Hilferegel der Pferde. Die Stute musste 'bewässert' werden. Das war das einzigste, was Stormbreaker wusste. So rannte er auf die Stute zu und ließ das Wasser über ihren verwundeten, schweißgebadeten Körper laufen.

[frisst/erinnert sich/brüllt/ist genervt/bemerkt Akira/will ihr helfen/gibt ihr Wasser]
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Alice
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BeitragThema: Re: Kapitel 3: Fruehling & Freude   Di Aug 16, 2011 10:49 am


"All meine Träume und Ziele sind plötzlich vom Winde verweht. Was bleibt ist nur die Gewissheit, dass alles vergeht."

Alice spürte Marus Blicke auf ihr, normalerweise war es ihr nicht Recht, angesehen zu werden. Es wirkte so bedrohend, als wäre jede falsche Bewegung die Letzte. Doch bei Marus war es anders, da sie wusste, dass von ihm keine Gefahr ausging. Er würde sie nicht bis in den tiefen Nebelwald verfolgen, wenn sie flüchtete, er würde nicht einmal etwas sagen, was ihre Gefühle verletzten könnte. Er war eben durch und durch friedlich. Oder sah sie das anders? Als ihr Blick kurz wieder zu ihm huschte, sah sie das breite, warme Lächeln auf seinen Lippen. Nein, sie lag richtig. Er stimmte ihrem Vorschlag zu, zurück zu der Herde zu spazieren, es hätte die Nachtschwarze auch gewundert, hätte er nein gesagt. Als er losging, zögerte die Stute kurz, ehe
sie dem Fuchs vorsichtig nachging. Der schlanke, aber doch stämmige Pferdekörper vor ihr bewegte sich ein wenig langsamer als sie, weshalb sie mit wenigen Schritten aufholte und neben dem Hengst ging. Im Gegensatz zu ihm waren ihre Schritte langsam, schließlich waren ihre Beine auch länger. Sie ging zufrieden neben ihm her, doch diese tiefe, innere Zufriedenheit wurde durch eine einfache Frage ihres Begleiters ins Wanken gebracht. Alice fiel zurück und fragte mit zittriger Stimme:

" W-woher ich k-komme? "

Ihre Augen bekamen einen merkwürdigen Glanz und in ihrem Kopf spielten sich dramatische Szenen ab, junge Pferde, die sich piesackten, nein junge Pferde, die ein anderes piesackten. Bilder ihrer Mutter blitzten auf, abweisend, nur auf das nötigste beschränkt. Anschließend schwenkten ihre Erinnerungen über die große Herde aus Kaltblütern. Zum Schluss sah sie die leicht verblassenden Bilder ihre Heimat, weite, kalte Wälder, graue Berge ... die Schwarze kam zu sich. Sie schüttelte den Kopf und ging wieder vorwärts. Was lässt du dich von der Frage einschüchtern? Sag ihm doch einfach irgendwas, es muss ja nicht direkt die Wahrheit an. Stell dich nicht an Alice, wir haben einen Ruf zu verlieren. Da war sie wieder, die Stimme. Alice biss sich auf die Lippe. Sie hatte sich kein einziges Mal gemeldet, das Überbleibsel aus dem Wunderland. Bei ihrer Ankunft in der Herde war sie verstummt, jetzt war das erste Mal, dass sie sich wieder meldete. Alice? Die Schwarze wusste, dass sie die Stimme, diesen widerlichen Eindringling in ihren Gedanken nicht ignorieren konnte, doch sie wollte nicht mit ihr diskutieren, die Stimme war stärker. Also folgte sie den Befehlen der Stimme. Wie sie es immer tat. Ihren Blick wendete sie dabei von Marus ab, sie konnte ihm nicht ins Gesicht lügen, es wäre zu schmerzhaft für sie gewesen.

" Ich komme ... von weither, weißt du? I-ich kann dir nicht so viel drüber sagen, weil ich über vieles davon ... nicht reden will. Aber es war eine ganz normale Herde mit ... freundlichen Pferden und allem was eine normale Herde ebenso ausmacht. Aber reden wir nicht von mir ..."


Ihr Blick huschte zu dem Fuchs und ein Lächeln stahl sich auf ihre Lippen, da sie ihren Satz, den sie gleich sagen würde, in Gedanken hörte.

" Woher stammt ein so freundliches Wesen wie du? Du hattest sicher eine liebevolle Familie und eine schöne Kindheit."


Langsam näherten sich die beiden Pferde der Herde, sie waren jetzt deutlich voneinander zu unterscheiden und das leise Stimmengemurmel war seit kurzem auch wieder zu verstehen. Stormbreaker, dessen Stimme ihr noch sehr unbekannt war, rief etwas, dass sie in der Entfernung nicht verstehen konnte, doch freundlich klang es nicht. Etwas besseres ist dir nicht eingefallen? Alice schwieg. Nicht schon wieder. Alice, ignorier mich nicht. Die Schwarze biss die Zähne zusammen. Alice verdammt, rede mit mir! Was willst du? Stille. Hör auf dich so aufzuspielen, Alice. Ein Schnauben entfuhr ihr. Es war ... anstrengend mit der Stimme umzugehen. Es war verrückt ... wie das Wunderland eben. Hoffentlich hatte Marus nichts gemerkt. Um nicht komisch zu wirken, meinte die Schwarze:

" Stormbreaker ist nicht zufrieden mit der Herde, oder Marus? "

Nein, über Stormbreaker hatte die Schwarze in den letzten Minuten nicht nachgedacht, aber es war eine berechtigte Frage. Alice schämte sich ein wenig dafür, dass sie in der Gegenwart des sympathischen Marus so komisch auf ihn wirken würde. Sie wünschte sich, sie wäre vollkommen normal, ohne Wunderland, Verrücktheit und komischer Stimme, aber das leben war kein Wunschkonzert. Die Schwarze seufzte, doch sogleich schlich sich Sorge in ihre Züge.

"Wir...wir brauchen einen Heiler! Persephone, komm schnell! Die Stute brauch deine Hilfe!"
Der Hengst schien verzweifelt, was Alice gar nicht von ihm kannte. Verwirrt blickte sie zu Marus, dann wieder auf die Lichtung, auf der die Herde versammelt war. Da sie neugierig, gleichzeitig auch entsetzt war über den Hilferuf des gescheckten, wurde sie schneller, um die Lichtung zu erreichen. Eine Stute, die Hilfe brauchte? War es Aphrodite, die ihr Fohlen gebar? War etwas schief gelaufen? Oder hatte es eine andere Stute getroffen? Persephone konnte es nicht sein, sie wurde ja gerufen. Oder Sunbeam? Nein, sie wich ihrer Mutter doch nie von der Seite. Alice kannte die Herde kaum, und doch war sie besorgt, wer auch immer dort Hilfe benötigte.

[ folgt Marus / geschockt wegen Frage / Stimme / antwortet / hört Hilferuf ]
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Marus
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BeitragThema: Re: Kapitel 3: Fruehling & Freude   Di Aug 16, 2011 12:04 pm

Marus sah Alice an. Sie schien geschockt über seine Frage. Hatte er etwas falsches gesagt? Der kleine Fuchs hoffte nicht. Er mochte Alice jetzt schon mehr als andere aus dieser Herde. Ok, Aphrodite war die Leitstute. Sie musste man im Prinzip mögen. Also sie mal ausgenommen. Aber diese Persephone...sie war zickig und Marus wusste nicht so recht, wie er mit ihr umgehen sollte. Sie behandeln wie jeder andere? Offenbar war das bei ihr nicht möglich. Trotzdem fand Marus irgendetwas an ihr, weswegen er sie besser kennenlernen wollte. War es ihr Fohlen? Nein daran lag es bestimmt nicht. Marus wusste nicht, was es war.
Stattdessen richtete er seine Konzentration wieder auf Alice, die bei ihrer Antwort etwas stockte. Dann merkte er, wie Alice in Gedanken versank. Ob sie sich nicht daran erinnern wollte? Offensichtlich hatte sie in ihrer Vergangenheit nicht so tolle Sachen erlebt, dass sie jetzt so auf Marus´ Frage reagierte. Die Friesin schien sich auf etwas in ihrem Kopf zu konzentrieren. Hörte sie Stimmen? Marus hatte bereits viele Pferde kennengelernt, die Stimmen hörten. Wenn Marus sich mit ihnen unterhalten hat, machten sie teilweise das, was Alice gerade tat. Also hörte die Friesen garantiert irgendwelche Stimmen.

"Ok. Also war es schön dort, nicht? Eine normale Herde, das heißt ja, nicht so eine Herde wie unsere. Obwohl, Stormbreaker ist ja wahrscheinlich der einzige, der nicht normal ist. Also, wenn du nicht über das reden willst...das macht mir nichts aus. Keine Sorge. Ich kann meine Neugierde auch für mich behalten."

Der Welsh Partbred Hengst lächelte sie verständnisvoll an. Er redete auch nicht ern über bestimmte Dinge, Dinge, die seine Geliebte betrafen. Marus spürte einen Stich im Herz, er verzog kurz das Gesicht. Er würde seine geliebte Sunny niemals vergessen. Was mit ihr passiert war, wusste der Fuchs nicht. Aber wahrscheinlich war sie jetzt noch am Leben, irgendwo in England, und genoss das Leben mit Marus´ einzigster Tochter Queeny. Aber sie hatte Marus niemals kennengelernt.
Er sah die riesige Friesin neben ihm wieder an. Sie lächelte, als sie ihm die Frage zurückstellte.

"Ich danke dir, dass du mein Wesen als freundlich empfindest. Eine liebevolle Familie...nun ja, das könnte man eigentlich nicht so sagen. Ich bin eigentlich ein Menschenpferd, wie ihr uns Reitpferde nennt. Meine Mutter war tatsächlich sehr liebevoll zu mir gewesen, aber meinen Vater kannte ich kaum. Der war Zuchthengst, weshalb ich auch so viele unbekannte Geschwister habe. Ich wurde dann bei den Menschen gehalten und von ihnen ausgebildet, in der Dressur so wie im Springen. Für letzteres hab ich mich aber nie begeistern können."

Er lächelte, als er sich daran zurückerinnerte. Wie seine kleine Reiterin gelacht hatte, wenn sie mit ihm auf Turnieren die Schleifen abgeräumt hatte. Wie sie immer mit ihm gekuschelt hatte, wenn er sich hingelegt hatte. Und nicht zuletzt, wie sie mit ihm immer auf der Weide rumgetollt ist. Was Marus aber nie verkraften konnte, war, als seine kleine zu groß für ihn wurde. Marus kullerte eine Träne die Gansche runter.

"Naja, irgendwann wurde meine kleine Süße Reiterin zu groß für mich...und sie haben mich wohin verkauft, wo ich es nie gut hatte. Ich konnte den Schmerz in den Augen der kleinen sehen, als sie mich verluden. Sie hatte es nie gewollt."

Marus sah kurz zu Boden, dann hörte er ein Brüllen, das von der Lichtung kam. Das konnte nur Stormbreaker gewesen sein, der sich über irgendetwas aufregte. Er konnte nicht so deutlich erkennen, was er sagte, aber er verstand, was Stormbreaker damit sagen wollte. Alice hatte ihn schon darauf angesprochen. Sie verhielt sich aber irgendwie komisch.

"Ja, Stormbreaker beschwert sich gerade, dass wir den ganzen Tag nichts tun."

Marus kicherte, was Stormbreaker da gesagt hatte, war irgendwie lustig gewesen.

"Er meint, wenn wir hier weiter nur dastehen und fressen, sehen wir bald aus wie fette Shetland Ponies und rollen nur noch durch die Gegend."

Nach einer Zeit rief Stormbreaker noch etwas anderes, was Alice sichtlich beunruhigte. Auch Marus wurde nervös, und folgte Alice, die nun schneller geworden war. War es Aphrodite, die Hilfe brauchte? Nein, sie war mit Sicherheit noch nicht so weit. Persephone? Nein, sie wurde ja gerufen. Wer brauchte dann also Hilfe?
Marus trabte an, um noch schneller vorwärts zu kommen, und als er auf die Lichtung trat, traute er seine Augen nicht. Dort lag eine kleine, Przewalskistute. Die Stute atmete schwer und hektisch, sie blutete. Ihr wundenübersähter Körper war klatschnass, und ihr Bauch zeugte davon, dass sie bald ein Fohlen erwarten würde. Stormbreaker stand neben ihr und ließ gerade Wasser über ihren ausgetrockneten Körper laufen.
Geschockt sah Marus Alice an.
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Aphrodite
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BeitragThema: Re: Kapitel 3: Fruehling & Freude   Di Aug 16, 2011 3:12 pm

"Why is your heart so filled with anger?"
"That's not your problem!"
"If you deside to kill me, then it surely is my problem."
"Oh well, thank you for giveing me this fabulous idea!"
"I am glad I pleased you."
"You know what? Just bagger off!"



Aphrodite konnte sich an keine gluecklichere Zeit in ihrem Leben erinnern, ausser als sie Moonlightzum ersten mal begegnete. Es stoerte sie nicht, dass er ihr keine Antwort gab, den sie kannte Moonlight viel zu gut um boese auf ihn zu sein. Aphrodite glaubte sowieso, dass es gegen alle Naturgesetzte ging, wuerde sie auf ihren wunderbaren Moonlight boese sein. An dem Tag, wo auch nur ein wuetender Gedanke ueber ihn sich in ihr auftat, dann wuerde der Himmel auf sie hinab fallen und die Welt wuerde in Flammen aufgehen. So stellye es sich die Araberstute jedenfalls vor. Und da soll noch einer sagen, sie haette kein talent zum dramatisieren! Doch fuer den Moment genoss sie es einfach, ihren Schneeweissen Koerpen an seinen rabenschwarzen zu druecken und nach seinem herzschlag zu lauschen. Sein Herz beruhigte sie, sein Herz schenkte ihr Frieden, den sie wusste, das es ihr gehoerte und niemandem sonnst. Doch dann spuerte die schoene Schimmlin wie sich etwas veraenderte und als er seine Gedanken aussprach, versteifte sich die Leitstute und wollte schon fast zurrueckweichen, doch im letzten Moment konnte sie sich in erinnerung rufen, nicht vor diesen Worten zurueckschrecken zu duerfen: >> Denkst du manchmal an IHN?<< Es dauerte jedoch seine Zeit bis sich die Stute genug gesammelt hatte um ueberhaupt ueber die Gesprochenen Worte nachzudenken. Was meinte Moon damit? Dachte er etwa auch oft an ihren Missratenen Ziesohn? Wuenschte er sich etwa auch oft, dass dieser Alptraum endlich aufhoeren wuerde und sie stattdessen eine grosse, glueckliche Familie sein koennten? Aphrodite haette sich so etwas nie vorstellen koennen und ein teil glaubte immernoch nicht das er so denken konnte, auch wenn sie es selber tat. Aphrodite konnte sich garnicht richtig ausdruecken, wie oft sie an ihren Rana dachte, wie sehr sie ihn noch liebte, wie sehr sie ihn vermisste, wie sehr sie sich wuenschte ihr Baby wieder zu haben. Doch gleichzeitig wusste sie das - sie konnte seinen ganzen namen nicht einmal denken - er nie wirklich ihr baby gewesen war. Er hatte seine echten Eltern verloren und sie hatte ihn bloss grossgezogen. Und doch glaubte die Stute nicht das er sie hassen konnte. Moonlight und sie selber hatten dem grossen Schimmel nie einen Grund gegeben sie zu hassen! was hatten die beiden Pferde bloss flasch gemacht? Wuerde das neue Fohlen sie ebenfalls spaeter einmal umbringen wollen? Aphrodite konnte sich nicht vorstellen das zwei Pferde so viel pech haben konnte und verschmiss ihren verrueckten gedanken, doch gleichzeitig schwor sie sich selber, ihr Fohlen nie aus dem Auge zu lassen, es so gluecklich zu machen wie eine Mutter nur konnte und ihm oder ihr einfach nur ein wundervolles Leben geben. dann konnte doch wirklich nichts schiefgehen! Langsam setzte die leitstute zu einer Antwort an.

"Du glaubst garnicht wie oft ich an ihn denke, Moonlight. Er ist in jedem gedanken beinhaltet. Ich frage mich dann immer was ich falsch gemacht habe. Wo ich falsch gelegen bin. habe ich etwas getan, dass ihn Verletzte, ohne es zu wissen. Aber ich kann mich an nichts erinnern. Ich wuenschte ich wuesste die Antwort. Ich wuenschte ich koennte ihn wieder meinen Sohn nennen, doch ich habe dazu einfach zu viel Angst. Ach Moonlight, was sollen wir bloss tun? Unsere Pferde haben ANGST, vor ihm. Sie fuerchten sich!'

Aphrodites Stimme war zwar noch ein fluestern, doch am Ende, zischte sie ihre Worte beinahe, verzweifelt und von der Angst befluegelt. Sie wollte schon wieder weiterreden, ihm sagen das es eigentlich egal war, solange sie ihn und das Fohlen hatte. das sie mehr nie brauchen wuerde, doch ploetzlich hoerte sie einen lauten Ruf und ihre Ohren drehten sich augenblicklich in die richtige Richtung um die Worte des Schecken aufzuschnappen."Wir...wir brauchen einen Heiler! Persephone, komm schnell! Die Stute brauch deine Hilfe!" Doch Aphrodite ruehrte sich nicht, beobachte bloss wie der wilde Schecke einer Onmaechtigen Stute Wasser brachte und nach der heilerin rief. Aus den Augenwinkeln bemerkte sie auch das die Friesenstute Alice und der kleine Fuchshengst Marus sich auf den Weg gemacht hatten. Doch Angy ruehrte sich immer noch nicht. Sie konnte der Stute nicht helfen und einfach bloed daneben stehen war nichts fuer sie, auch wenn sie sich sorgen um die Stute machte. Doch dann entschied sie sich sich langsam auf den Weg zur Stute zu machen um die anderen wegzuschicken. Sobald Persephone angekommen war, wuerde sie platz brauchen und wollen und es half ja nichts wenn sich die ganze Herde um die unbekannte Stute versammelte. Nur sie und Perse wuerden bleiben. Alle anderen konnten von der Weite her zuschauen. Schon nach ein paar metern ereichte sie Stormbreaker und die andere STute, die Traechtig war, und obwohl richtete ihre Worte an Stormbreaker.

"Bitte geh und hol noch etwas Wasser. Und sag allen sie sollen sich von dieser Stute fernhalten. Nur persephone und ich werden hier bleiben. Also, bitte geh und hol das Wasser fuer diese Stute."



[Moonlight // redet // Akira // anweisungen}



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Persephone
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BeitragThema: Re: Kapitel 3: Fruehling & Freude   Di Aug 16, 2011 3:51 pm

"Warum bist du eigentlich Heilerin?"
"Weil ich dafuer geboren wurde."
"Wie kannst du dir den da so sicher sein?"
"So halt, ich weiss es einfach!"
"Manchmal versteh ich dich einfach nicht!"
"Ist mir wurscht! Also hau hab wenn dir was an mir nicht passt!"
"Du bist manchmal einfach so schwierig!"

Perseohone hatte kaum fertiggesprochen, als sie auch schon hoere, wie jemand ihren namen rief. Eigentlich wollte persephone es einfach igoerieren und weiter mit Leviathan plaudern, besonders weil sie die Stimme gleich erkannt hatte. Stormbreaker. wahrscheinlich wollte er sie bloss aergern! Perse hatte wirklich keine Geduld dazu, also drehte sie sich um ud wollte Stormbreaker auch schon ein paar gemeinheiten an den Kopf werfen, als sie sah das es stimmte. da war wirklich eine Fremde Stute. Eine Onmaechtige Fremde Stute! Wieso hatte sich diese Stute den keine andere Herde ausgesucht! Persephone hatte wirklich keine lust wieder ihren heileraktivitaeten nachzugehen, doch sie konnte die Stute ja auch nicht einfach ignoeriren, also seufzte die Haflingerstute, sah Leviathan einmal kurzz entschuldigend an, dann galoppierte sie auch schon in den wald hinein, zwischen den Baumen hindurch und weit weg von der Herde. Falls die Stute verletzt war, wuerde sie Moos bracuhen, um die Wunden zu reinigen und selbst wenn die Fremde Stute nicht Verletzt war, wuerde ihr das wasser das die fassern des Paraisten ihr auch helfen. Es war nicht wirklich schwierig eine geeignete Stelle zu finden, wo viel Moss wuchs. Schnell machte sich die Heilerin daran, so viel Moss zu sammeln, wie sie in ihrem Maul tragen konnte, als ihr einfiel, das die Stute komisch ausgesehen hatte. Ihrgendwie aufgeblaeht! Die falbenfarbene musste dann wohl Traechtig sein, und wenn sie dabei war ihr Fohlen zu gebaeren, musste sie unbedingt wieder ins bewusstsein zurueckgebracht werden. Persephone konnte nur beten, das sich die Pferde von ihr fernhielten. man konnte nie wissen wie eine Stute auf Fremde Pferde reagierte. So etwas konnte wirklich haesslich enden und Persephone hatte wirklich keine Lust noch ein paar weitere Patienten zu habe. Auserdem durfte sie dieses mal nichts falsch machen. Dies war ihre Pruefung um den anderen Pferden auch wirklich zu beweisen, was in ihr steckte, auch wenn es sie nicht wirklich interessierte, was die anderen von ihr dachten. Es war bloss so, dass ihre suesse Sunbeam hier sicher war. Hier musste Persephone nicht dauernd ein Auge auf ihre Tochter haben, den der rest der herde kuemmerte sich genauso sehr um die kleine Sunbeam, als sie selber. Doch jetzt war, jetzt und das hiess das sie so schnell wie moeglich zu der Falben farbenen zurueckkehrte um wirklich festzustellen was nicht mit ihr Stimmte.

Schnell drehte sich perse um und machte sich auf den Weg zu der herde zurueck, doch sie konnte nicht allzu schnell galoppieren, wenn sie ihre wertvolle Fracht nicht verlieren wollte, doch schon bald trat sie hinaus ins Sonnenlicht und stellye fest, das sich die Leitstute zu der neuen gesellt hatte und das Stormbreaker der Stute wasser gebracht hatte.

^^Zumindestens hat dieser bescheuerte Nichtsnutz zum ersten mal in seinem leben etwas richtig gemacht, doch wehe ihm, wenn er mir in die quaere kommt. dann schlag ich diesen Fiesen Moechtegern Moerder kurz und klein!^^

Doch rotz ihrer gedachten Warnung, tat Persephone nichts dergleichen, als sie neben der Stute ankam. Die goldenfarbene zog scharf die Luft ein. Der ganze Koerper war voller Schnitte und so wie die Stute atmete, usste ihre Kehle voellig ausgetrocknet sein! Waend sie die noch dachte, lies sie einen Mossballen in den Mund der STute gleiten und efahl mit harter und strenger timme:

"Lutschen! Sobald das wasser aufgebraucht ist, spuck das Moos aus! Es tut deinem hals sonst nicht gut!"

Ohne darauf zu achten ob die Stute sie gejoert und oder verstanden hatte, began sie den verletzten Koerper mit einem der Mossballen vorsichtig zu betupfen und das Blut weg zu wischen. Es sah nicht so aus als haetten sich die Schnitte und Wunden infisziert, also sollten sie bald heilen. Das einzige was Persephone noch tun konnte, war auf die Stute einreden, um sie zu beruhigen, dabei ignoerierte sie die leitstute vollkommen.

"Also mein Liebe. mein Name ist persephone. Ich bin hier die Heilerin. Ein paar deiner Wunden sind zwar schlimm, doch du wirst es ueberleben. Die Schnitte werden bald verheilt sein. Du musst mir sagen, ob du noch wasser willst oder ob es schon geht, und du musst es mir sagen, falls du spuerst das das Fohlen kommt. Du musst naemlich keine Angst haben. kener wird dir etwas antun. Wir werden alle auf dich aufpassen. Dir wird rein garnichts geschehen. Und noch was, die Stute die neben dir steht ist Aphrodite, sie ist unsere Leitstute. Sie ist auch traechtig musst du wissen. Sie wird dafuer sorgen, dass du hier solange bleiben kannst wie du willst."

Danach wartete die Stute einfach nur noch auf die Reaktion ihrer Patientin.



[hoert Stormbreaker // wald // Akira - Aphrodite]
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Leviathan
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BeitragThema: Re: Kapitel 3: Fruehling & Freude   Mi Aug 17, 2011 4:36 pm

»Wer keine unangenehmen Eigenheiten besitzt, besitzt ebenso wenig einen Charakter. Merk dir dies und präge dir dies gut ein, mein junger Freund.«


    Ruhig stand er dort, einem gewaltigen Monument, gemeißelt aus schwarz poliertem Stahl, gleich und ohne eine einzelne Regung. Manch einer mochte meinen, Leviathan habe es sich zur Aufgabe gemacht, über den Frühling zu wachen, ebenso, wie er es nun schon seit den eisigen Wintermonaten mit der Herde tat. Gewiss, ein jeder dieser Pferde verfügte über ganz eigene Möglichkeiten, sich selbst zu verteidigen. Zudem der große Rappe durchaus wusste, wie ungewöhnlich stark vereinzelte Individuen in Stresssituationen werden konnten, sofern es sich um für sie wichtige Wesen handelte. Selbst hatte er dies nur ein einziges Mal erlebt, zu diesem Zeitpunkt war er allerdings mehr Beobachter als tatsächlich Teilhaber dieser hässlichen Szene.
    Nun glitt sein dunkelbrauner Blick geräuschlos über die bunt blühende Wiese, die einen nahezu krassen Kontrast zu jenem eintönigen, jungfräulichen Weiß des Winters darstellte. Noch gut erinnerte er sich an die schmerzhaft kalte Luft, die durch seine Lungen schnitt und kleine Eiskristalle an seinen Nüstern bildete. Doch nun, als ihm die wärmende Sonne auf den breiten Rücken schien, konnte auch er sich eines feinen, genüsslichen Atemzuges nicht erwehren. Auch schien die Ernsthaftigkeit seiner Augen ein wenig der inneren Ruhe gewichen, die er wider seiner eigenen Erwartungen in dieser Herde gefunden hatte. Einst glaubte Leviathan, er würde wieder weiterziehen, sofern der Winter vorüber gezogen wäre und er seiner eigenen Wege ziehen könnte, doch dem war nicht so. Nun war er als ein Teil dieser Herde ebenso ein Teil des gesamten Gefüges, brachte seinen Teil dazu bei und verhalf der Herde somit für vereinzelte Ruhepausen zu Frieden. Wenn dieser Frieden auch gefährlich vorbehaftet war. Es glich dem Schnee, welcher jungfräulich und unschuldig wirkte, unter der schroffen, aber dennoch hübschen Oberfläche grausame Geheimnisse für sich behielt. Und diese erst wesentlich später, wenn der Frühling wieder erschien und seine Macht demonstrierte, preis gab.

    Die innere Unruhe, die sowohl die Herde, als auch Leviathan selbst quälte, war ihm keineswegs unbekannt, hatte er ähnliche Empfindungen bereits zu seiner Jugendzeit gehabt. Nur wesentlich stärker und um einiges unkontrollierter. Doch nun wirkte er ruhig, beinahe gelassen, als wolle er vorerst erwarten, was dort auf sie zukam, wo es doch noch nicht einmal anwesend war. Zudem er die Ansicht vertrat, dass man keinerlei Angst vor einem schlichten Namen haben sollte - und somit einer der Wenigen war, die den Namen Obscura Rana tatsächlich aussprachen. Nicht, dass Leviathan allzu oft spräche, es lag schlichtweg nicht in seiner Natur. Ebenso wenig hatte bisher jemand mit ihm über diesen verschollenen Hengst gesprochen, weshalb er nur ungefähr wusste, welche Bedeutung er für die zwei Leittiere haben musste.

    Noch immer tief in Gedanken versunken tänzelte mit einem Mal eine ihm noch recht fremd vorkommende Stute entgegen. Sie wirkte aufgekratzt, euphorisch und beinahe schon zufrieden, wenngleich ihre Augen wild drein blickten und ihre Worte ihrer stummen Zustimmung Lüge straften. Als sie ihn nun also überraschend vertraut ansprach - obgleich Leviathan selbst wusste, dass bereits einige Zeit vergangen war, konnte er sich noch immer nicht als ein tatsächliches Ganzes ansehen, geschweige denn diejenigen welchen, die wesentlich später dazu gestoßen waren - zierte ein feines Lächelns eine ernsten Gesichtszüge, ließ sie weicher werden.

    »Nun, jedem das Seine, nicht wahr?«

    sprach er mit seiner typisch ruhigen, dunklen Stimme, die sachte mit dem Wind getragen wurde. Ebenso die hilflosen Rufe eines Hengstes, welcher sich die Zeit über recht abseits gehalten hatte und Leviathan somit einen Grund zum Misstrauen gab. Wenngleich er selbst auch kein allzu geselliges Tier gewesen war, so war es doch wider die Natur eines Pferdes, unnötig lange auf Gesellschaft zu verzichten, wenn diese doch gleich in unmittelbarer Nähe stand. Dennoch, der große Rappe akzeptierte, wie Stormbreaker sich selbst in Einklang brachte und beließ es somit lediglich bei prüfenden Blicken. Die er im Übrigen beinahe stets zu tätigen schien. Nicht einzig dem gescheckten Marwarihengst gegenüber, auch den restlichen Herdenmitgliedern gegenüber. Die Anwesenheit eines lebendigen Fohlens und eines ungeborenen gebot gewiss eine verstärkte Wachsamkeit, ganz gleich, welche Freunde oder Feinde sich im Unterholz verbargen. Mit knappen Nicken bedeutete Leviathan Persephone, dass er begriffen hatte und blickte schweigend auf sie unlängst umzingelte Stute. Doch galt nicht länger ihr seine Aufmerksamkeit, denn ihr Duft war erschreckend sanft und mild zugleich, als wolle sie bereits durch ihn übermitteln, dass sie keine weitere Gefahr darstellte, sondern der unmittelbarer Umgebung.
    Hatte sie womöglich Verfolger mit sich gebracht? Unwissend oder gar wissend? Als jedoch an seine umherspielenden Ohren drang, dass sie tragend wäre, gestattete er sich einen Moment der Verletzlichkeit. Erstaunen. Überraschung. Ihm war durchaus bewusst, dass Aphrodite ebenfalls kurz vor der Niederkunft war und doch überraschte es ihn. Wenngleich der Frühling wohl - ganz den Worten der Heilerin folgend - eigens dafür geschaffen war, die eigene Herde zu vergrößern.

    Als er die Anweisungen von Aphrodite und die Worte Persephone´s hörte, blickte er kurz um sich. Marus und Alice waren ebenfalls aufmerksam geworden, doch konnte Leviathan sich des Gedankens nicht erwehren, dass sowohl Alice, als auch die fremde Stute ganz ähnliche Verhaltensmuster an den Tag zu legen schienen. Vorherrschend schien Angst, Sorge um das eigene Leben und eine gewisse Passivität gegenüber Aggressivität. Es waren lediglich Gedanken und Vermutungen, keine handfesten Beweise - und doch. Der Rappe musterte die rappfarbene Friesenstute, welche ebenso beunruhigt wirkte wie auch ein Großteil der restlichen Herde. Dann widmete er seine Gedanken wieder der Umgebung und dem Beobachten. Bereits kleinste Veränderungen vermochten über Triumph oder Niederlage entscheiden, wie er wusste. Somit betrachtete Leviathan sich die Umgebung genau, verlor dabei weder den ernsten Gesichtsausdruck, noch seine Imposanz. Es schien dafür gemacht, reglos auf einem Sockel zu stehen und weit in den Himmel aufzuragen. Doch waren seine Gedanken fernab jeglicher Huldigung seiner eigenen Person. Vorerst galt es, sich der Umgebung sicher zu sein. Somit schritt er los, ruhig und beherrscht und doch eindrucksvoll in Größe Statur und wohl auch Gewicht. Sein Zeil schien jener verborgene Weg zu sein, aus welchem Akira gestoßen war. Wachsam hob er die Nüstern und schnupperte, abseits der augenblicklichen Aufregung. Das, was er tat, waren lediglich jene Aufgaben, die ihm zugewiesen waren. Und die er nun gewissenhaft erledigte. Niemandem, am letzten der offenbar stark verletzten, tragenden Fremden, wäre geholfen, sollten sie Opfer eins Überfalls werden. Somit überging er vorerst die ohnmächtige Stute und die Aufregung, die daraus resultierte. Nun war er lediglich schweigender Wächter.






[In Gedanken ;; Persephone ;; Bemerkt Akira & Co ;; Sichert Umgebung]
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Sunbeam
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BeitragThema: Re: Kapitel 3: Fruehling & Freude   Mi Aug 17, 2011 9:03 pm

Sunbeam tollte über die blumenübersähte Wiese. Sie jagte Schmetterlinge, aß die Blumen und das Gras, und fühlte sich total wohl in ihrer jungen Fohlenhaut. Es war nicht gerade einer dieser Frühlingstage, die viele hassten : zu heiß und zu trocken. Das schon im Frühling. Es war einer der Tage, die genau richtig waren. Wolkenlos. Strahlend blauer Himmel. Nicht zu kalt, nicht zu warm. Eben genau richtig. Perfekt für ein solch kleines und verspieltes Fohlen wie die junge Haflingerstute Sunbeam es war. Sie liebte es in dem bunten, fröhlichen Blumenmeer zu spielen. Ausgiebig tollte sie durch die Blumen, die in allen Farben des Regenbogens strahlten. Die bunten, lustigen Schmetterlinge mochte Sunny am meisten.
Die Erwachsenen sahen alles längst nicht so gelassen. Sunny spürte trotz des guten Wetters, und dieses wunderbar lauwarmen Frühlings eine gewisse Anspannung in der Herde. Alle schienen auf der Hut zu sein, alle schienen für irgendetwas Angst zu haben. Aus einem für Sunbeam unerklärlichen Grund. Sie fand ja sowieso, dass die Erwachsenen das Leben viel zu ernst nahmen. Sunbeam dagegen genoss ihr junges Leben. Doch sie war irgendwie einsam. Sie hatte niemanden zum Spielen. Wie oft hatte sie schon die großen gefragt, ib sie mit ihr spielen.
Ihre Mutter, Persephone, war viel zu beschäftigt, sie rannte von einem ort zum nächsten, um irgendetwas in der Umgebung zu kontrollieren. Klar, Sunbeams Mutter war Heilerin, aber bis jetzt war doch noch gar niemand verletzt gewesen, wozu musste sie dann so in Eile hin und her rennen?
Dann Aphrodite, auch sie hatte Sunny gefragt. Aber sie war ja Leitstute, und offensichtlich viel zu besorgt um ihre Herde. Aber weswegen? Drohte ihnen irgendeine Gefahr? Aphrodites Sorge und ihr paranoides Verhlten beunruhigten Sunny jedes Mal aufs Neue, weswegen sich die junge Haflingerstute seit kurzem von ihr fernhielt.
Sunny hatte auch Alice darum gebeten, mit ihr zu spielen. Aber die große Friesenstute wirkte sehr einschüchternd auf Sunbeam. Diese konnte ja beinahe unter ihr durch laufen. Und noch dazu war Alice jedes Mal so in Gedanken versunken, dass sie Sunny oft keine Antwort gab. An was sie wohl dachte?
Marus fand Sunbeam immer etwas zu alt, um mit ihr zu spielen. Er war zwar klein und sehr nett, doch er hing die ganze Zeit bei Alice rum oder stand einfach nur da und graste. Auf sowas hatte Sunny irgendwie keine Lust.
Moonlight und Leviathan...die beiden waren so ernst, dass es Sunny schon fast krankhaft schien. Und Leviathan war soooo groß...
Zum Schluss noch Stormbreaker. Vor dem hatte Persephone Sunbeam eindringlich gewarnt. Sie hatte gemeint, er wäre ein gaaaanz böses Pferd. Sunbeam fand ihn auch sehr unheimlich. Er hatte dunkle Blutflecken auf seinem Fell, und er war zwar nicht ganz so groß wie Alice oder Leviathan, doch um einiges größer als sie selbst. Das einzige, was Sunbeam an diesem seltsamen Hengst lustig fand, waren seine Ohren, deren Spitzen sich fast berühren.
Sunny kicherte, als sie Stormbreakers Ohren wieder betrachtete.
Für einige Zeit war es still gewesen, die Herde hatte friedlich gegrast, als Stormbreaker begann, loszubrüllen. Er hatte also irgendwelche Probleme mit dieser Herde. Ihm schien langweilig zu sein. Ebenso wie Sunbeam selbst. Sie kannte das nur zu gut. Als einziges Fohlen in einer Herde hatte man es eben nicht leicht. Nachdem Stormbreaker seine Beschwerde beendet hatte, wurde es erneut still.
Sunbeam begann etwas zu grasen, als sie im Wald etwas rascheln hörte. Erschrocken sah Sunny auf. Es konnte ja etwas Böses sein. Doch dann taumelte eine erschöpfte, lustig aussehende Stute auf die Lichtung. Sunbeam hatte so ein Pferd noch nie gesehen. Es sah anders aus, hatte eine Stehmähne, einen sehr kurzen Hals und war sogar noch kleiner als Sunnys Mutter Persephone.
Auf einmal erschrak Sunbeam. Die Stute war einfach so zusammengebrochen. Schon rief Stormbreaker etwas, und Sunny schnappte den Namen ihrer Mutter auf. Sofort war die zur Stelle, und auch Alice und Marus traten nun auf die Lichtung, blieben doch in einiger Entfernung stehen. Stormbreaker goss etwas Wasser über die Stute, blieb dann aber auch weiter entfernt stehen. Sunbeam verstand nichts. Was war mit dieser Stute passiert? Sie war sehr dick, wahrscheinlich erwartete sie wie Aphrodite ein Fohlen. Doch sie war sehr schwer verletzt.
Die Leitstute und Sunbeams Mutte standen jetzt einzig vor der schwer atmenden Stute, bis auch Sunny zu ihr ging. Sie stellte sich neben ihre Mutter und sah sehr besorgt aus.

"Mummy, was ist mit diesem Pferd? Warum liegt sie da, und warum sieht sie so anders aus als wir?"

Sunbeam verstand nichts, auch nicht, weshalb der große Shire Leviathan so wachsam auf der Lichtung entlangschritt.
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Akira
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BeitragThema: Re: Kapitel 3: Fruehling & Freude   Mi Aug 17, 2011 10:24 pm

'Lasst mich gehen! Ich habe euch nichts getan!'
'Na und, du bist ein kleines naives Stütchen, und wir Hengste brauchen doch auch unseren Spaß, nicht?'
'Dann habt anders Spaß! Nicht indem ihr mich verletzt!'
'Aber genau das macht doch erst recht Spaß!'
'Nein, nicht schon wieder! A...........'


Akira befand sich im nichts. Sie wusste nicht, wo sie war. Alles um sie herum war schwarz und finster und...kalt. Das einzige, was ihre Gedanken ab und zu erhellte, waren die grausamen Bilder ihrer Vergangenheit. Hin und wieder zuckte sie zusammen, als die Bilder ihrem Gehirn sagte, dass sie getreten, gebissen oder geschlagen wurde. Es kam ihr alles so real vor. Ungewählich real. Zu ihrem Pech real. Immer wieder fragte die sehr in sich gekehrte Stute sich, wieso das ausgerechnet ihr passieren musste. Warum nicht jemand anderem? Oder noch besser, gar keinem? Nein, ihr musste ja immer alles passieren, sie war schon immer die blöde gewesen bei ihren Geschwistern. Die hatten sich immer bei ihren Eltern eingeschleimt.
Die Przewalskistute zuckte erneut zusammen, als das Bild in ihrem Kopf auftauchte, bei dem sie sich ihre riesige Wunde am Hals zugezogen hatte. Danach hatten die Hengste sie laufen lassen. Als sie schon ein paar Monate trächtig war. Sie hoffte, dass Cooper und der Rest der Herde sie nicht verfolgt hatten. Das wäre nicht gut. Dann wären sie und ihr ungeborenes Fohlen wahrscheinlich tot. Ihr Fohlen. Akira wusste nicht so recht, ob sie sich nun auf das Fohlen freuen sollte oder nicht. Immerhin trug die Przewalskistute mit diesem Fohlen das Fleisch und Blut eines gewalttätigen Hengstes in sich. Wahrscheinlich würde sie es einfach ablehnen, sollte sich doch jemand anderes um ihr Fohlen kümmern, wenn es dann auf der Welt war. Sie wollte es nicht. Es würde sie mit Sicherheit an Cooper, diesen dämlichen Hengst, der ihr mit allen Mitteln wehgetan hatte, erinnern. Sie hasste ihn dafür. Hassen...Akiras Emotionen schienen nach dem Vorfall vor zwei Monaten, und erst Recht nach dem Vorfall vor nicht allzulanger Zeit, wie weggeblasen zu sein. Sie sah nur noch mit ausdruckslosem Gesicht in diese Welt, willenlos, ohne irgendein Anzeichen irgendeiner Emotion darin. Sie hätte es eigentlich fast schon aufgegeben zu leben, zu atmen, wäre da doch nicht diese Sehnsucht nach ihrem ungeborenen Fohlen. Moment...vorhin hatte sie doch noch gemeint, sie wollte es nicht. Akira wechselte ständig ihre Meinung. Wahrscheinlich hatte das etwas mit ihren spurlos verschwundenen Emotionen zu tun.
Das einzigste, was Akira jedoch ständig fühlen konnte, war der Schmerz - sowohl körperlich als auch seelisch. Vorallem jedoch letzteres. Sie konnte diese schrecklichen Bilder einfach nicht mehr aus ihrem Kopf bekommen.
Sie wurde aus ihren Gedanken gerissen, als sie viele Stimmen um sich herum hörte. Hohe Stimmen, aber auch tiefe Stimmen, einige besorgt, andere leicht entnervt. Akira zuckte zusammen, als etwas nasses in ihrem Maul landete. Sie schloss ihr Maul und tastete mit der Zunge an dem Objekt. Es war Moos, ekelhaftes Moos, aber es war nass, und eine helle Stimme befahl ihr: Lutschen! Sobald das Wasser aufgebraucht ist, spuck das Moos aus! Es tut deinem Hals sonst nicht gut!
Akira tat das, was ihr befohlen wurde. So hatte sie die Welt kennengelernt. Auf Befehle sollte man hören. Sie presste das Wasser aus dem Moos, und lief es ihren Hals hinunterfließen. Die kühle Flüssigkeit fühlte sich gut an auf ihrer brennenden, ausgetrockneten Kehle. Schon war das Wasser auch aufgebraucht, und Akira tat, wie es die Stimme ihr befohlen hatte, und spuckte das Moos aus. Die Przewalskistute fühlte, wie die Kraft wieder in sie zurückkehrte, wenn auch nur mäßig. Sie öffnete langsam und schwach ein Auge und hörte der Stimme, der sie nun eine Haflingerstute zuordnen konnte, zu. Um sie herum standen noch andere Pferde, aber die Haflingerstute und und eine Schimmlin, die 'Persephone', wie die haflingerstute sich eben genannt hatte, als Leitstute vorstellte. Aphrodite hieß sie, und sie war ebenfalls trächtig. Dann war Akira wenigstens da nicht allein. Die Stute, die nichts mehr außer Schmerz und Angst fühlen konnte, setzte sich nun vorsichtig auf. Mit einem Ruck zog sie sich mit den Vorderbeinen hoch, und schon stand sie, wenn auch etwas wackelig, auf der Wiese. Mit leerem Blick sah sie Persephone neben sich an, ein Blick, der eigentlich so etwas wie Dank aussagen sollte. Akira hatte immernoch Durst, doch sie traute sich nicht, etwas zu sagen.
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Alice
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BeitragThema: Re: Kapitel 3: Fruehling & Freude   Do Aug 18, 2011 7:20 pm

"Was glaubst du wer du bist? Du bleibst hier! Du tust was ich sage. Hey, ich rede mit dir!" - "Lass mich Frei, lass mich los ... "

Ihr eigenes Herzpochen war eine Weile lang das einzige Geräusch, dass die zierliche Schwarze vernahm. Poch-poch. Sie sah verschwommene Bilder, hörte aufgeregte Stimmen im Hintergrund. Eine weiße Stute eilte zu der am Boden liegenden, einen Augenblick später ein Palomino, der Anweisungen gab. Der gescheckte Hengst mit den herzförmigen Ohren eilte davon. Es war ein Drama, ein reales Drama. Keins, dass sich in Alice Gedanken abspielte. Die Fremde war kein weißer, geköpfter Hase, auch keine Katze, der das schwarze Blut aus dem Maul tropfte. Es war real und doch fühlte sich Alice, als wäre sie nicht anwesend, als hätte sie sich in eine andere Dimension begeben, weit weg von der verletzten Stute und allem drumherum.

Bevor sie die Rufe gehört hatte, hatte sie noch Marus Blicke auf ihr Gespürt, ihr eigenes Lächeln hatte ihre Mundwinkel gekitzelt, als sie ihm geantwortet hatte, dass er der Erste wäre, mit dem sie über solche Sachen sprechen würde, doch dass sie zunächst einfach nicht bereit dazu wäre. Außerdem hatte sie gesagt, dass ihr das mit dem Vaters des Fuchses leidtäte. Seinen Vater nicht zu kennen ... dass kannte sie doch schon. Von ihr selbst. Dann hatte Alice die kleine Träne gesehen, die der Hengst verdrückte. Sorgenvoll hatte sie den Kleineren betrachtet. Er schien eine starke Bindung zu dieser 'kleinen Reiterin' zu haben, doch die Nachtschwarze konnte ihn da nicht trösten, sie wusste nicht viel über Menschen.

Schwups, war Alice wieder in der Realität. Mit Marus stand die Friesin am Rande der Lichtung, sah nun das ganze Schaubild klar und deutlich, alle Geräusche waren zu hören. Die schwer verletzte Stute lag da, Persephone schien sich um sie zu kümmern. Mehr konnte die Schwarze nicht erkennen, aber näher rangehen erschien ihr auch nicht als klug. Schließlich brauchte Persephone Platz und eine gaffende Herde würde die Fremde nur nervöser machen. Als die Schwarze dem geschockten Blick des Fuchses begegnete, machte sie sich einen Moment lang mehr Sorgen um den einfühlsamen Hengst, als um die am Boden liegende Stute. Er sah so getroffen aus ... wahrscheinlich wie der Rest der Herde und sie auch. Ein verletztes Pferd, dass es vielleicht nicht schaffen würde ... egal ob fremd oder bekannt, es war kein Zuckerschlecken. Um ihren Begleiter ein wenig zu beruhigen, murmelte die Hochgewachsene:" Persephone ist schon dort, sie wird die Fremde sicher wieder hinkriegen ... " Alice glaubte nicht an ihre eigenen Worte, die Fremde war doch dem Tode nahe! Doch plötzlich ging ein Ruck durch den Körper der Stute, dort stand sie auf einmal, wie aus dem nichts. Ein Seufzer der Erleichterung entfuhr Alice und sie hauchte:" Ein Glück ... " Die plötzlich abfallende Sorge entspannte ihre Gesichtszüge und löste die Anspannung, die die ganze Zeit im Körper der Schwarzen gesteckt hatte. Doch sobald sie ihre Gedanken von dem brennendsten Problem, der verletzten Stute, abgewandt hatte, ratterten weitere Sorgen in ihren Gedanken wie ein Uhrwerk. Wer hatte diese Stute so zugerichtet? War dieser jemand in der Nähe? War sie nur ein Vorbote des Unheils? Ängstlich blickte Alice in die dunkle Tiefe des Waldes hinter ihr. Nach einem schweren Schlucken wandte sie sich vorsichtig an den Ponyhengst neben ihr:" Wir sollten uns zum Rest der Herde gesellen, wer weiß, ob jemand oder etwas gleich aus diesem Wald kommen wird ... " Merkwürdigerweise dachte sie bei diesem jemand oder etwas an einen bestimmten weißen Hengst - ihr wisst schon wen.

[ abwesend / Erinnerung / beobachtet Geschehen um Akria / schlägt vor, sich in Sicherheit zu bringen ]
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Marus
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BeitragThema: Re: Kapitel 3: Fruehling & Freude   Fr Aug 19, 2011 9:03 pm

Wie hinter einem Schleier betrachtete Marus das Geschehen vor ihm. Er stand nun mit der imposanten Friesenstute Alice am Rande der Lichtung. Auch sie schien geschockt, nach ihrem Blick zu urteilen. Die Stute würde es vermutlich nicht schaffen, sie sah schlimm zugerichtet aus. Noch dazu ausgetrocknet, und ein weiteres Manko war, dass sie ganz offensichtlich trächtig war. Alice schien sich genauso große Sorgen um die Stute zu machen wie er selbst. Sie versuchte, Marus zu beruhigen, indem sie sagte, Persephone würde sie schon wieder hinbekommen, soch Marus konnte daran nicht glauben. Die Falbenstute, die da auf dem Boden lag, musste großes Glück haben, um so etwas zu überleben. Noch dazu hatte noch niemand eine von Persephones Taten gesehen, sodass derjenige sagen könnte, sie würde das hinbekommen. Die Anspannung war über die ganze Lichtung hinwe zu spüren, und die kleine, stämmige Haflingerdame mit ihrer Rede, die an die verletzte Stute gewandt war, fertig war, hörte man auf der ganzen Lichtung nur noch den Herzschlag einiger Pferde.
Auch wenn er sie nicht kannte, genauso wenig wie es einer der anderen Herdenmitglieder tat, bangte Marus um ihr Leben. Klar, sie war Fremd, und doch gehörte sie schon jetzt zu ihnen. Sie war hier her gekommen, um zu überleben. Und genau das musste sie tun. Sekunden des Wartens vergingen, Sekunden, in den die Anspannung auf der Lichtung nicht hätte höher sein können, als ein Ruck durch die Stute ging. Marus hielt den Atem an. Sie setzte nacheinander ihre Vorderbeine auf dem Boden auf, und zog sich schwach hoch. Es war, als ob die ganze Umgebung samt Bäume aufatmen würde. Der Stute ging es gut, mehr oder weniger jedenfalls, aber die Hauptsache war doch, dass sie überlebt hatte. Marus hörte, wie Alice neben ihm Ein Glück! sagte, und nickte ihr zustimmend.

"Ja, ein Glück hat sie überlebt. Ich bin froh, um ehrlich zu sein. Es wäre doch sehr niederschmetternd gewesen, wenn sie gestorben wäre. Obwohl ich sie nicht kenne. Dir geht es doch genauso, oder?"

Marus sah zu Alice auf, die neben ihm schon wieder in Gedanken versunken war. Der kleine Fuchs musste lächeln. Wo die Friesenstute wohl schon wieder mit ihren Gedanken war? plötzlich durchfuhr es Marus eiskalt, wie ein plötzlicher Schneesturm, wie ein Blizzard. Alice dachte mit ziemlicher Sicherheit an genau dasselbe. Die Stute konnte sich nicht selbst so verletzt haben. Und das waren ganz offensichtlich keine Spuren eines Raubtierangriffs gewesen. Also musste es ein Pferd gewesen sein. Sofort schoss dem Fuchs ein Bild von 'ihr wisst schon wem' durch den Kopf. Er vertrieb es schnell aus seinem Kopf. Nein, das konnte ER nicht gewesen sein. ER hätte die Stute nicht am Leben gelassen. Trotzdem ging ihm der Gedanke nicht aus dem Kopf. Wenn es ein anderer gewesen war, hatte er die Falbstute dann verfolgt? Bis hier her? Unsicher sah Marus hinter sich, und bemerkte, dass Alice genau dasselbe tat. Sie fragte ihn etwas, und sofort willigte er ein.

"Auf jeden Fall! Ich möchte nicht das nächste Opfer von IHM sein!"

Damit ging er weiter auf die andern zu, bis er neben Stormbreaker stand. Marus schielte zu dem gefährlich aussehenden Marwari und musste schlucken.
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Moonlight
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BeitragThema: Re: Kapitel 3: Fruehling & Freude   Sa Aug 20, 2011 3:17 pm

"Da draußen in dieser kalten Welt lebst du unnahbarer Mörder!
Was willst du eigentlich noch?
Willst du, dass wir allesamt untergehen? Ist das dein Wunsch?
Sag´, was haben wir dir getan, dass du uns, unser Leben nicht gönnst?"


So konnte es einfach nicht weitergehen. Sie saßen hier ja schließlich auf dem Fleck und kamen nicht voran. Niemand kam voran. Alle hatten nur die kalte, blanke Angst im Nacken. Gut, diese war zur Zeit nicht sehr mächtig, zumal es Frühling war, der Schnee getaut war, und langsam die Wärme zurückkam. Er wusste zwar, dass ER den Winter zu bevorzugen schien, für seine Morde, aber würde ihn das vom Sommer oder Frühling abhalten? Würden die wirklich noch den rest des Jahres, bis zum nächsten Winter vor ihm Ruhe haben?
Er hoffte es.

Der schwarze Leithengst war aufgestanden. Die Sonne kletterte langsam am Himmel hoch und schickte ihre warmen Strahlen über das Land. Sie wärmten sein Fell und ließen es sanft schimmern. Es tat gut, die Kälte des Winters allmählich vergessen zu können. nun wurden die tage langsam wärmer und länger. Das konnte ihm nur Recht sein. Er hatte die ewige eises Kälte satt. Sie brachte nicht nur unangenehme Temperaturen, sondenr auch Gedanken und Gestalten, die man sonst lieber mied.
Moonlight sah, wie sich Aphrodite neben ihm regte. Sie stand an seiner Seite und er sah sie fragend an. Noch immer wartete er auf eine Antwort von seienr Gefährtin. Er wusste, dass auch sie die Fragen der Zeit quälen mussten. Ebenso die Gedanken an IHN, die immer unerträglicher wurden, aber zum Glück auch langsam verblassten. Es wurde Zeit, dass man sie verdrängt. Schließlich half es ja auch nichts dauernd an die Grausamkeiten zu denken, die ER angerichtet hatte. Der Rapphengst sah auf, als Akira am Boden lag und irgendwie nicht mehr so ganz bei Sinnen war. Er kannte die Przwalskistute nicht allzu gut. Sie war mehr so ein stiller, einsamer Geist. Sie schien nicht sondelrich scharf auf jegliche Gesellschaft und hielt sich meistens ruhig. Fast so als wolle sie, dass man sie nicht entdeckte. Aber nun zogen sich die Blicke der Herdenmitglieder auf die Stute. Persephone, die Heilerin kam schon und schien der Stute Kräuter zu geben. Auch die Haflingerstute war noch nicht lange hier in der Herde. Moonlight hatte nur einige Male mit ihr geredet und das hatte ihm auch gereicht. Stormbreaker, der Marwarischecke, half ihr und Moonlight wandte sich etwas beruhigt Aphrodite zu. Es war gut zu wissen, dass sich jemand um ein Herdenmitglied kümmerte, wenn es diesem nicht gut ging. Auch wenn das Persephone war und er sie nicht soo ... ach egal.

Seien schwarzen Ohren drehten sich, als die Leitstute über ihren Ziehsohn sprach. Moonlight hatte es eigentlich vorher gewusst, doch ihre Worte und die Tatsache, dass sie es jetzt so aussprach, wie er es auch so lange gedacht hatte, jagten ihm doch einen Schauer über den Rücken. Sie stellte ihm Fragen, die auch e rnicht beantworten konnte. Und er glaubte auch nicht, dass er das jemals tun können würde. ER war eine Physik für sich. Niemand, gar niemand konnte ihn verstehen. Oder?

>> Ach Angy! Glaubst du ich habe mich das nicht selbst auch schon gefragt? Ich habe genauso wenig wie du Antworten darauf gefunden. Ich weiß nur, dass wir ihn wohl niemals wieder bei usn haben werden, so sehr wir es uns auch wünschten. Und ich weiß nicht, ob ich ihn wiede rjemals so lieben könnte, wie ... <<

Moonlight verharrte. Sein Kopf shcnellte herum und suchte den Waldrand ab. War da etwas? Drehte er jetzt selbst schon vollkommen durch? Verdammt, wenn, es war nur Ranà! Selbst dieser Hengst würde doch wohl so vernünftig sein und nich auf eien herde losgehen oder? Wobei ... Moonlight war sich da nicht sicher. Der weiße Hengst hatte so ganz eigene Methoden um in Kämpfen, bei denen er in Unterzahl lag zu kämpfen. Sie waren zwar meist nicht fair, aber ihn kümmerten ja keine Leben. Beunruhigt sah Moonlight zu Leviathan. Der Shire schien die Umgebung abzusichern, was den Leithengst etwas beruhigte. Es war gut, dass man sich auf den Obersten Krieger verlassen konnte. Mal ein Pferd, dass mitdachte.

>> Wir sollten aufhören imme rihm nachzuhängen. Das macht es ja schließlich auch nicht bessern. Wir können es nicht ändern, dass er ist wie er ist. Und Schuld an seinem Verhalten sind wir auch nicht Angy! Wir haben ihn behandelt wie unser Eigen, und das hat er usn nie gedankt. Lass uns sehen, was dort geschieht. Wenn er wiede rkommt, werden wir bereit sein.<<

Selten war Moonlight in letzter Zeit so entschlossen gewesen. Er shcien langsam wieder zu erwachen, aus seienr zurückgezogenen Welt. Er war imme rnoch ein Krieger und eer würde kämpfen, bis ans Ende.
Mit einem Nicken bedeutet er Aphrodite, dass er zu der Przwalskistute gehen wollte. Es wurde Zeit, dass er wieder zurück in das Herdenleben fand. Langsam ging der Schwarze voran und wartete, dass Angy ihm folgte. er war nicht unbedingt scharf darauf sich mit Persephone allein zu unterhalten.
Ihre Tochter Sunbeam tollte über die Wies eund gelangte schließlich bei ihrer Mutter an. Moonlight musste lächeln. Bald würden er und Aphrodite genaudasselbe Glück haben, wie die Heilerin. Er wusste zwar nicht warum, aber irgendwie hasste er Fohlen nicht mehr abgrundtief. Woran auch immer das liegen mochte.


[bei Aphrodite | beobachtet Herde | spricht | denkt an Ranà | spricht | geht Richtung]


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Aphrodite
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BeitragThema: Re: Kapitel 3: Fruehling & Freude   Mo Aug 22, 2011 4:10 pm



ZEITSPRUNG


Persephone hat Akira zu einem kleinen Fluss dirket bei der Herde gefuehrt, wo die neue Stute ihren Durst stillen konnte. Danach entfernte sich die Heilerin von der neuen Stute und ueberlaesst es ihr sich den anderen Vorzustellen. Es sind ca. 2 Stunden seit dem vergangen und am Himmel ziehen Wolken auf. Die Pferde spueren den Wetterumschwung, doch sie koennen sehen das es eher ein Sommerregen werden wird. Alle Pferde bleiben auf der Lichtung und stehen in Gruppen beisammen.




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Leviathan
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BeitragThema: Re: Kapitel 3: Fruehling & Freude   Mi Aug 24, 2011 2:18 pm

»Traue dem Instinkt mehr als dem Herzen. Das Herz ist nur allzu närrisch.«

    Die dunkel gefärbten Ohren des massigen Kriegers zuckten lediglich kurz, ehe er sich erneut dem Beobachten der Umgebung widmete. Nun war er seit einiger Zeit dazu übergegangen, einzelnen Dingen nachzugehen, doch bisher hatte ihm weder der ab und an sacht auftretende Wind mehr zu erzählen vermocht, noch der Wald an sich. Kurzfristig hatte er sich ebenfalls an den Fluss begeben, an welchem Persephone die junge Verletzte zurückgelassen hatte, um ein wenig des kühlen, klaren Wassers zu trinken. Zwischenzeitlich sann er über die Eventualität nach, sich vorzustellen, befand dann allerdings, dass es vorerst wichtiger für ihn als Krieger war, auf die Herde Acht zu geben und für Akira wohl, ein wenig Abstand und Ruhe zu erhalten. Somit blickte er nochmals kurz auf die ihm Fremde, musterte deren Verletzungen und erinnerte sich schwach an die zahlreichen Dinge, die man ihm einst beigebracht hatte. Sein Lehrer war ebenso legendär wie auch weise gewesen und noch immer sehnte sich ein verräterisch emotionaler Teil Leviathans nach ihm. Doch mit einem Ruck riss er sich los, ließ Vergangenheit vergangen bleiben und schritt ruhigen Schrittes erneut die nähere Umgebung der Herde ab.

    .o( »Vergiss niemals, mein kleiner Freund, dass auch die kleinsten Dinge wichtig sein können. So verspricht dir der zarte, hellgrüne Knospen einer Blume die Ankunft des Frühlings nach einem harten Winter. Oder aber bereits ein abgerissenes Blatt am Boden die genaue Position deines Feindes.« »Aber wie können so kleine Dinge so große Bedeutungen haben, Meister?« »Nun, mein junger Schüler. Das wirst du mit der Zeit begreifen. Wichtige Dinge benötigen nun einmal einer gewissen Reifung. Und eben diese beansprucht auch eine gewisse Zeitspanne.« )o.

    Während der die Gedanken schweifen ließ glitt sein dunkelbrauner Blick über die Ebene, gewohnt ernst und reserviert. Traf man ihn so an, mochte man beinahe glauben, er habe keinerlei Interesse an dieser Gesellschaft - oder aber ganz an Gesellschaft - doch verrichtete der schwarze Hüne sein Werk stets aufmerksam und wachsam. Dennoch war ihm bewusst, dass er eines Tages womöglich einen Fehler beging - ob dieser dann vergolten oder schlicht übersehen wurde, war ihm noch nicht ganz bewusst, doch an jenem Tag tat er wohl besser daran, bisher stets gut als Oberster Krieger gedient zu haben. Wenngleich es ihm noch immer nicht ganz behagte, nun einer großen Gesellschaft von Pferden beigefügt worden zu sein. Doch daran würde er sich gewiss auch noch bei Zeiten gewöhnen. Meist ging dies wesentlich schneller von Statten, als es eigentlich sollte.

    Kurz hob sich der breite Rammskopf des Shires, die Ohren waren nach vorn gerichtet und der ernste Blick fokussierte wachsam eine kleine Buschgruppe, hinter welcher sich getrost ein kleineres Pferd verbergen konnte. Dass es sich dabei um Obscura Ranà handelte, bezweifelte er, bereits aufgrund von Größe und Typus, dennoch gebot ihm der Instinkt Vorsicht. Ein einzelnes, zu allem entschlossenes Wesen konnte ebenso gefährlich werden wie auch ein ausgewachsener Shiremischling. Doch auch nach einigen Sekunden schweigenden Verharrens regte sich nichts weiter und kurz umwehte ihn eine etwas kräftigere Brise. Sie trug den Geruch nach Regen mit sich und eine leise Vorfreude regte sich in dem großen Schwarzen. Einen weiteren, prüfenden Blick großflächig über die Ebene mitsamt der Herde werfend, senkte er den großen Kopf und rupfte einzelne Grashalme aus. Das dicke Langhaar wehte dabei fröhlich um ihn herum und verlieh ihm kurzzeitig, als er den Kopf hob, das Aussehen eines wilden Junghengstes. Doch dieser Eindruck schwand ebenso rasch wieder wie die Brise und Leviathan widmete sich erneut seiner Aufgabe.




[Rand der Herde ;; Kurz am Fluss ;; Beobachtung ;; Absichern der Umgebung]
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BeitragThema: Re: Kapitel 3: Fruehling & Freude   Do Aug 25, 2011 11:53 am

»Sterben kann ich immer noch morgen. Lass uns heute Spaß haben!«

Wer hatte eigentlich die dämliche Idee gehabt, in den Wald zu ziehen? Diesen mürrischen Gedanken trug die junge Fuchsstute nun schon seit einiger Zeit mit sich herum. Nicht nur, dass er ausgesprochen unheimlich war, nein, zu allem Übel plagten irgendwelche gemeingefährlichen Stechbiester die Jungstute. Diese warf ihren Kopf in die Luft, schnaubte dunkel und trabte mit ausgreifenden Sprüngen weiter, bockte mehrmals, warf den Kopf von unten nach oben und nahm ihn wieder zwischen die Vorderbeine, ehe sie einen kleinen Sprung vollführte und in den Galopp verfiel. Ihre noch recht kurze Mähne stand wild ab und Rocket blickte aus frech funkelnden Augen zurück zu Dasher. Was brauchte dieser auch so lange, dass selbst eine knochenalte Stute schneller war? Mit einem leisen, hellen Aufwiehern, was so vollkommen unpassend für einen angehenden Hengst war, wie Rocket fand, wirbelte sie herum und sprengte auf ihren besten Freund zu.

»Kommst du endlich mal in die Gänge oder was ist los? Hast du vor, dort Wurzeln zu schlagen?«

rief sie und rüpelte ihn mehrfach an, stieß mit der eigenen Schulter gegen seine Flanke und bäumte sich immer mal wieder gegen ihn auf. Nicht, dass Dasher und sie jemals ernsthafte Rangkämpfe ausgetragen hatten, dazu waren sie beide wohl viel zu stolz, um am Ende zu verlieren, doch Spaß machten die kleinen Kabbeleien trotzdem. Nun endlich hob ihr Freund den Kopf, ein verräterisches Funkeln in den orangefarbenen Augen und bald schon sprengten die beiden Jungpferde ungestüm und lauthals wiehernd durch den Wald. So ließ es sich doch leben!


Rocket streckte ihren schlanken Körper, spürte Dasher dicht neben sich und blickte entschlossen grinsend zu ihm. Er erwiderte diese Geste, rempelte sie kurz an und zog kurzerhand an ihr vorbei.

»HE!«

rief Red empört, legte kurz spielerisch die Ohren an und zwickte ihren Freund in die Flanke, die sie noch mit Mühe erreichte. Energisch trieb sie ihre Muskeln an, größere Galoppsprünge zu machen, obwohl ihr langsam die Puste ausging. Wild buckelnd warf sie Kopf und Vorderkörper nach vorn, stieg ein wenig und keilte dabei aus. Wie gern sie doch diese großen Gesten übte! Kurz darauf preschte sie wieder ihrem rotgescheckten Freund hinterher, als dieser abrupt stehen blieb.

»Was zum ...?!«

stieß die Rote entgeistert aus, jagte geradewegs in das Hinterteil ihres Freundes und kurzerhand lagen beide ineinander verkeilt, ein Knäul aus Gliedmaßen und Körpern, am Boden. Ein wenig taumelnd befreite Rocket sich, ehe sie kurz die Ohren anlegte und Dasher wieder kräftig anrempelte. Das war das Gute am Hengstsein: Man musste sich keine Gedanken um Manieren machen. Und weil sie es so genoss, rempelte sie noch einmal, spürte Bou, der ein wenig nachgab und dann wegtrat, um sie gnadenlos zu Boden fallen zu lassen. Lauthals lachend sah er auf sie nieder und Red schnaufte empört auf. Rasch sprang sie zurück auf alle vier Hufe.

»Hast du keine Augen im Kopf oder wieso hast du den Start einer Schildkröte hingelegt?«

knurrte sie, woraufhin Dasher sie freundschaftlich anrempelte und lachend erklärte, dass sie doch ebenso schnell reagiert hatte. Nämlich gar nicht. Leider hatte er da Recht, doch kaum, als sie ihm etwas erwidern wollte, blickte er mit neugierig gespitzten Ohren beiseite. Interessiert folgte Rocket seinem Blick und blinzelte verblüfft. Pferde. Und davon eine ganze Menge.

»Dash?«
»Mh?«

Er klang genauso interessiert wie sie und bald schon sahen die beiden Freunde einander breit grinsend an. Ohne ein weiteres Wort stürmten sie los, geradewegs auf die Wiese. Während sie dies taten, keilten, buckelten und rangelten sie erneut miteinander. Ebenso ausgelassen, wie sie es immer taten. Ohne Rücksicht auf Verluste. Ohne Rücksicht auf Andere. Einfach wie Dasher und Rocket. Bou und Boo. Das perfekte Hengstteam.



[Im Wald ;; Bei Dasher ;; Rangeln miteinander ;; Entdecken die Herde]
Dasher wurde mit der Erlaubnis von Aphrodite/Dasher selbst mitgespielt.
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BeitragThema: Re: Kapitel 3: Fruehling & Freude   Fr Aug 26, 2011 8:45 am

Life sucks - and then you die || thank god I am still young


Dasher genoss sein leben mit Rocket in vollen Zuegen. Es war einfach herrlich. Man konnte tun und lassen was man wollte und niemand sagte einem, man duerfe das nicht. Das beste jedoch war, er und Rocket konnten so viel unsinn machen und es stoerte keinen. Schon konnte sich der junge Feuerschecke ein leben ohne seinen Kumpel - oder seiner Kumpanin - nicht mehr vorstellen. So in gedanken versunken, merkte der Junghengst garnicht das Rocket angaloppierte und ihn zu einem rennen aufforderte. Erst als Boo neben wieder neben ihm war und ihn kraeftig anrempelte, merkte er es. Sie rempelte ihn mit ihrer Schulter in seiner Flanke an und baeumte sich schliesslich sogar auf. ERst da sah er ihr mit seinen ungewoehnlich orangenfarbenen Augen in ihre Augen und er konnte spueren wie seine Augen zu glitzern begannen. Ein schelmischer grinser breitete sich ueber seinem Maul aus und dan sprengte er davon, mit Rocket direkt an seiner Seite. Schulter an Schulter rasten sie duch den eher dunklen Wald und er spuerte wie seine noch Jungen Muskeln kraeftig arbeiteten. Voller Freude bockte er einmal aus und wieherte hoch und schrill. Er spuerte wie Rocket es ihm gleich tat und sein lachen wurde von den Baeumen zurrueck geworfen. Doch schliesslich konzentrierte sich der Feuerschecke nurnoch auf seine geschwindigkeit, wohingegen Rocket buckelte und wie bild auskeilte. Ein leises lachen drang ihm diesmal durch die Lippen. dabei stolperte er jedoch beinahe ueber einen Stein. beschaehmt blickte er sich um, doch die Sandfarbene war wohl viel zu sehr mit dem herumspringen beschaefftigt um etwas zu merken. Bou grinste breit und schnellte vorwaerts. HInter ihm konnte er bloss nur noch ihren empoerten ruf hoeren "HE" aber er stuermte weiter, konnte es jedoch nicht lassen ein oder zweinmal auszukeilen oder zu buckeln, doch schliesslich roch er etwas. Etwas vertrautes. Doch sein hirn konnte diesen geruch einfach nicht richtig einordnen, den der gegenwind war einfach so stark! was war dieser seltame Geruch? So einen Geruch hatte er doch lange nichtmehr gerochen.... und da ging ihm schliesslich ein Lichtlein auf. PFERDE! mit einem Ruck stemmte er seine Vorderbeine in den feuchten boden und kam schlitternd zum stehen. Schweiss bedeckte seinen Koerper und seine Flanken hoben und senkten sich in einem schnellem Rhythmuss. Er wollte schon seinen Kopf umdrehen um es Rocket mitzuteilen, als eben die mit voller Wucht in ihn hineingaloppierte. Mit einem erschrecktem Wieheren stuerzten beide zu Boden und verkeilten sich hoffnungslos. Wild strampelnd aber trozdem lauthals lachend versuchte er unter Rocket hervorzu manovrieren. Schon standen beide wieder und beide lachten voller Freude, doch Rocket konnte es einfach nicht lassen dasher wieder anzurempeln und kurz rempelte er sie ebenfalls an, doch dann kam ihm eine idee von der er einfach nicht ablassen konnte. In dem Moment wo Rocket richtig ausholte um sich gegen ihn zu schmeissen, machte er einen schnellen Sprung zurueck und Boo viel krachend zu Boden. Erde und Blaetter wirbelten auf und Dasher - mit einem unglaublich schemlichem Grinser im gesicht und hell glinzernden orangenfarbenen Augen - trat naeher an Rocket erhan und sah auf sie herab, doch er verknieff sich ein lachen. Doch die Jungstute - der Junghengst - war schon auf den Beinen und versuchte dasher niederzumachen, doch dasher lies es nicht zu das ihre Worte an seinem Ego ruettelten, stattdessen grinste er sie bloss an und meinte, mit seiner noch ziemlich hellen STimme:

"Von wegen keine Augen im Kopf! Wer ist mir den hineingelaufen? Seit wann hast du die reaktionszeit einer Schnecke? Von wegen Schildkroeten start...."

Den letzten teil fiegte er jedoch beleidigt murmelnd hinzu. Doch schon drehte er seinen Kopf in Richtung aus dem der Pferdegeruch kam und da sah er sie. Eine ganze Herde. Zwar keine dieser Monsterherden die er schon gesehen hatte, doch eine ziemlich nett wirkende, kleine gemuetliche Herde. neben sich konnte er sehen wie Rocket seinem Blick vollgte und dann verbluefft in die gegend dreinschaute. Langsam traffen sich ihre blicke und beide grinsten ihr gemeinsames schelmische grinsen.

"Dash?"
"Mh?"

Wir beide hatten den gleichen gedanken, und zwar gleichzeitig. Sie konnten sich diese Gelegenheit doch nicht wirklich entgehen lassen? Dasher spannte seine Muskeln an und dann stuermten beide auf die Wiese hinaus. waerend sie dies tagen keilten, buckelten, bissen traten - und weiss gott noch was - sie aus. dabei konte er sein schemlisches lachen jedoch nicht unterdruecken. Als er einmal an einem aelterem Fuchs vorbeikam, keilte er wieder kraefti aus und konnte spueren wie seine Hufe den Fuchs an der Flanke streiften, doch leider war der feuerschecke viel zu weit entfernt um den Fuchs wirklich zu erwischen. Die Friesenstute die in seiner naehe stand, rempelte er bloss einmal fest an, doch machte sich schnell davon, den er wollte auf gar keinen fall mit IHREN Hufen bekanntschaft machen. Wie der Wind galoppierte er zwischen den Pferden herum und als er einmal kurz nach Rocket suchte, prallte er in einen riesigen berg von Pferd hinein. Es fuehlte sich auch genauso an. dasherprallte von dem Etwas ab und flog zu Boden. Leicht benebelt nlickte er hoch und sah das groesste Pferd das er in seinem ganzen leben gesehen hatte. Wie der Wind sprang Bou auf und galoppierte immernoch leicht taumelnd zu Rocket.


[im Wald || mit Rocket || Wettrennen || sieht Pferde || rennt auf die Wiese || kielt aus - streift Marus mit Hufen || rempelt Alice an || rennt in leviathan hinein]
{wurde mithilfe von Rockets Beitrag geschrieben, nichts wurde kopiert}
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BeitragThema: Re: Kapitel 3: Fruehling & Freude   Fr Aug 26, 2011 12:52 pm

»Langeweile ist langweilig. Ich will Abenteuer erleben!«


Mit übermütigen Sprüngen fegte Rocket ihrem Freund hinterher, streckte den Kopf weit nach vorn und holte ein wenig auf, als dieser zwischen die ersten Pferde der Herde galoppierte. Er streifte einen kleinen Fuchshengst und auch eine wesentlich größere Rappstute in der Nähe. Nicht, dass Rocket oder ihr bester Freund jemals Angst vor solcher Größe gehabt hätten - immerhin würden sie später bestimmt noch VIEL größer werden und alles regieren - aber eine vorzeitige Bekanntschaft mit einer aufgebrachten, kräftig scheinenden Stute wollte Rocket dann doch lieber etwas mehr nach hinten verschieben.

Sie blickte zurück, sah kurz neugierig auf die beiden Pferde, die sie so respektlos passiert hatten, in Erwartung ihrer Reaktionen, als mit einem Mal ein eigenartiges Geräusch ihre Aufmerksamkeit wieder fesselte. Sie blickte nach vorn, bremste abrupt ab, sodass Grasbrocken durch die Luft flogen und blickte verblüfft auf Dasher. Er lag am Boden, offenbar war er gegen den finster drein blickenden Hünen gerannt und wieder von ihm abgeprallt. Und die Stute konnte nicht an sich halten und brach in lautes Gelächter aus. Sie streckte den Kopf ein wenig vor, schnappte keuchend nach Luft und lachte immer wieder heftig. Wenn sie glaubte, sie beruhigte sich ein wenig, sah Boo ihrem Freund dabei zu, wie er sich aufmühte und wieder auf sie zu lief und lachte wieder lauthals los.

»Was hat dich denn geritten?«

fragte sie noch immer lachend und spürte schmerzend ihre Flanken vom vielen Lachen. Es klang hell und klar durch die warme Frühlingsluft und doch war die ganze Situation Dashers viel zu peinlich, als dass sie auf ihre eigene, viel zu hohe Stimmlage geachtet hätte. Sie grinste, wieder ein wenig ruhiger, Bou an, ehe sie sich neugierig dem großen Shirehengst entgegen wandt. Als dieser ihren Blick erwiderte, kühl, ernst und beinahe schon abwertend, durchlief ein kurzer Schauder die Rote, ehe sie auf der Hinterhand kehrt machte.

»Komm schon, du lahmer Esel! Da hinten ist ein Fluss!«

rief sie und warf nochmals einen unsicheren Blick zurück auf den reglos dastehenden Hengst. Erst, als Rocket ein weiteres Mal zurücksah und den Fluss beinahe erreicht hatte, regte er sich, blickte nachdenklich und mit leicht gerunzelter Stirn auf die beiden Jungpferde. Offenbar war er nicht ganz sicher, wie er sich nun zu verhalten hatte - und eben deshalb kehrte Rockets Übermut zurück. Wiehernd warf die den Kopf in die Luft, streckte ihren schlanken Leib und sprengte geradewegs auf den Fluss zu. Kurz davor spannten sich ihre Muskeln an, in einem eleganten Flug stieß sie sich ab und landete platschend mitten im Wasser. Sie schüttelte sich, ungeachtet der Tatsache, dass sie damit die Pferde in unmittelbarer Umgebung nass machte.

»HA! Ich hab gewonnen!«

rief sie übermütig und plantschte etwas im Wasser. Sie wusste - und Dasher selbst wahrscheinlich auch - dass er gewonnen hätte, wenn sie gleichzeitig gestartet wären und unter gleichen Bedingungen. Aber das war ja egal, zählen tat ja nur der Sieg, richtig?! Sie senkte den Kopf, trank zwei große Schlucke Wasser und spritzte dieses dann übermütig in Dashers Richtung. Sie kicherte.




[Folgt Dasher ;; Auf der Lichtung ;; Galoppiert ;; Später Fluss]
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Leviathan
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BeitragThema: Re: Kapitel 3: Fruehling & Freude   Fr Aug 26, 2011 1:05 pm

»Verstand und Kraft sind nicht die wahren Kämpfer eines Kriegers. Es ist sein Geist. Die Beständigkeit seiner Seele.«

    Ruhigen Blickes überschaute der Rapphengst das Gebiet, in welchem die Herde nun schon seit einiger Zeit rastete. Er spürte das Verlangen des Wanderns und Ziehens bereits tief in Knochen und Muskeln, doch Leviathan hielt sich zurück. Mäßigte dieses Verlangen auf das Minimum an Notwendigkeit; um seiner Aufgabe gerecht zu werden. Erneut senkte sich sein breiter, durchaus hübsch geformter Kopf dem Boden entgegen, um ein wenig zu grasen und notwendiges Grün aufzunehmen, als sein Kopf mit einem Mal wieder hochschoss. Die Nüstern geweitet, die Ohren gespitzt und angespannt lauschend regte er sich nicht, stählerne Muskeln zeichneten sich unter seinem nachtschwarzen Fell ab, welches einzig an Kopf und Beinen unterbrochen wurde. Ein Duft umschwebte seine Nase, mehr ein Verdacht, als tatsächlich ein Beweis und doch ahnte Leviathan die nahenden Pferde.

    Kurz blickte er zurück auf Aphrodite und auch Moonlight, welche nur allzu zufrieden aussahen. Da es sich bei dem Geruch um einen ihn unbekannten handelte, ließ seine Anspannung etwas nach. Zudem das schrille Wiehern nicht unbedingt auf feindliche Übergriffe passte. Und er sollte Recht behalten.
    Den ernsthaften Blick auf den Wald gerichtet, beobachtete er überrascht die beiden Jungpferde, die wild keilend und miteinander rangelnd aus dem Wald brachen, dabei Marus als auch Alice tangierten. In Anbetracht ihrer Größe war es wohl nicht erforderlich und doch verspürte der große Shire aufkeimende, zart wachsende Sorge um Alice. Sie schien körperlich stark, doch ob dem psychisch tatsächlich ebenso war, wagte er inzwsichen zu bezweifeln. Doch dann hielt der Junghengst, dessen Zeichnung ihm gewiss bisher jedes Problem gelöst und jedes Tor geöffnet hatte, geradewegs auf ihn zu. Misstrauisch musterte er diesen, ehe er ungebremst auf ihn traf und kurzerhand wieder zurücktaumelnde und stürzte. Angesichts Übermut und Jugend war es nicht erforderlich, sich um seine körperliche Gesundheit zu sorgen, wenngleich Leviathan aus dunklen Augen schweigend auf ihn nieder blickte. Seine Miene verriet nichts weiter, einschließlich die dunkle Ernsthaftigkeit schien verschwunden und ungesehenen Regungen Platz zu machen. Dann traf er den Blick der jungen Stute und runzelte die Stirn. Ganz gleich, dass sowohl der Hengst, als auch die Stute nicht allzu erpicht auf die Übernahme dieser Herde zu sein schienen, war er doch im ersten Augenblick ein wenig ratlos.
    Dann hingegen galoppierten die beiden Wirbelwinde auf den Fluss zu, jenem Ort also, an welchem Leviathan noch immer Akira vermutete. Obgleich fremd und bisher unbekannt, war es doch noch immer seine Pflicht, auch um ihr Wohl besorgt zu sein. Somit hob er den Kopf, blickte den wild tobenden Jungpferden nach und warf einen kurzen Blick gen Aphrodite. Dann trabte er ruhig los, auf Akira zuhaltend. Notfalls würde er die beiden Ungestümen gewaltsam aus der Nähe der Schwerverletzten drängen, doch regte sich angesichts dieser Planung keine Vorfreude und auch keine Abscheu in ihm. Er betrachtete es wie beinahe alle Dinge, die er erstmalig anging: Neutral.



[Herde ;; Beobachtet ;; Wird angerannt ;; In Gedanken ;; Auf dem Weg zum Fluss/zu Akira]
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